Kevin Behrens hat nach seinem schweren Aussetzer während des Testspiels zwischen dem FC Lugano und Viktoria Pilsen Reue gezeigt und seinen Teamkollegen Georgios Koutsias um Entschuldigung gebeten.
Behrens reagiert auf Eklat - scharfe Worte vom Klub
Behrens reagiert auf Eklat
„Ich möchte mich für das Geschehene entschuldigen, in erster Linie bei Koutsias. Mein Verhalten ihm gegenüber war falsch und inakzeptabel, ebenso die von mir verwendeten Beschimpfungen. Dafür übernehme ich die volle Verantwortung“, wurde Behrens in einem Statement auf der Webseite des Schweizer Erstligisten zitiert.
Behrens beleidigt Mitspieler in einem Testspiel
Der frühere Bundesliga-Profi von Union Berlin und vom VfL Wolfsburg hatte im Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten völlig die Nerven verloren. In der Skandal-Szene rempelte er seinen Teamkollegen Koutsias einfach zu Boden und gab diesem noch unschöne Worte mit auf den Weg: „Du kleine Missgeburt, sei leise“, beleidigte er seinen 22 Jahre alten Kollegen.
„Ich entschuldige mich auch bei meinen Mannschaftskollegen sowie beim Klub. Unabhängig von der Spannung des Moments hätte ich mir ein derartiges Verhalten niemals erlauben dürfen“, ergänzte Behrens in seinem Statement.
Schon zu Beginn der ersten Einheit der Trainingswoche soll er sich bereits beim Verein, seinen Mitspielern und insbesondere beim betroffenen Mitspieler Koutsias entschuldigt haben.
Heftige Konsequenzen für Behrens? Lugano hält sich bedeckt
Welche genauen Konsequenzen Behrens nun drohen, ist weiterhin unklar. Der FC Lugano kündigte aber schon unmittelbar nach der Partie an, den Vorfall untersuchen zu wollen. Dies ist dem Klub zufolge nun auch „mit äußerster Ernsthaftigkeit und der nötigen Sorgfalt“ geschehen.
Man habe „angemessenen disziplinarischen Maßnahmen geprüft und im Einklang mit den vereinsinternen Regelungen sowie der Verantwortung, die jeder Spieler gegenüber der Mannschaft und dem Klub trägt, beschlossen“.
Der FC Lugano bekräftigte mit Nachdruck, „dass die gezeigten Verhaltensweisen in keinster Weise mit den Werten, Grundsätzen und der sportlichen Kultur des Klubs vereinbar“ seien.
Kritik an Behrens: „Darf einem Spieler niemals unterlaufen“
Verständnis für den Aussetzer möchten die Schweizer nicht aufbringen. „Unabhängig von Nervosität und Emotionen, die im sportlichen Wettkampf auftreten können, ist eine derartige Reaktion nicht tolerierbar und darf einem Spieler – erst recht keinem Profi mit der Erfahrung von Kevin Behrens – niemals unterlaufen", so das klare Statement der Tessiner.
Es ist angesichts der harten und kritischen Worte davon auszugehen, dass Behrens nicht ungescholten davonkam, die Sache aber intern geregelt wurde. Man darf gespannt sein, ob der 34-Jährige zum Kader gehört, wenn der FC Lugano am Samstagabend (im LIVETICKER) beim FC Luzern gastiert.
Es ist nicht das erste Mal, dass Behrens mit fragwürdigem Verhalten auffällig wird. Der Angreifer sorgte vor gut einem Jahr für einen Homophobie-Eklat, als er sich weigerte, ein Regenbogen-Trikot zu unterschreiben. Dieses bezeichnete er zudem als „schwule Schei*e“.