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Guardiola-Tirade nach Pokal-Sieg: "In diesem Land wird sich nichts ändern"

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Guardiola-Tirade nach Pokal-Sieg: "In diesem Land wird sich nichts ändern"

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Guardiolas bemerkenswerte Tirade

Manchester City wahrt im FA Cup die Chance auf die Titelverteidigung - auch dank des deutschen Torhüters Stefan Ortega. Coach Pep Guardiola ärgert sich trotzdem.
Manchester City musste nur drei Tage nach den 120 Minuten in der CL gegen Real Madrid im FA-Cup-Halbfinale gegen Chelsea ran. Pep Guardiola ist trotz des Finaleinzugs frustriert über den Spielplan.
SPORT1
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von SPORT1
Manchester City wahrt im FA Cup die Chance auf die Titelverteidigung - auch dank des deutschen Torhüters Stefan Ortega. Coach Pep Guardiola ärgert sich trotzdem.

Manchester City hat die Champions-League-Enttäuschung abgeschüttelt und erneut das Finale des englischen FA Cups erreicht. Auch dank des deutschen Torhüters Stefan Ortega setzte sich der Titelverteidiger von Teammanager Pep Guardiola drei Tage nach dem Viertelfinal-Aus in der Königsklasse mit 1:0 (0:0) gegen den FC Chelsea durch.

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Doch Guardiola kritisierte die Ansetzung und fand deutliche Worte. Die Partie von City, das am Mittwoch noch in der Champions League gegen Real Madrid ran musste, war schon für Samstag angesetzt, während Manchester United und Coventry City im zweiten Halbfinale erst am Sonntag (16.30 Uhr) spielen. Beide Teams hatten unter der Woche spielfrei.

Das machte Guardiola wütend. „In diesem Land wird sich nichts ändern. Ihnen fehlt die Sensibilität gegenüber den Spielern. Es ist inakzeptabel, uns heute spielen zu lassen“, schimpfte der Spanier bei der BBC. „Es ist unmöglich. 120 Minuten, die Emotionen in Madrid, die Art und Weise wie wir verlieren - ganz ehrlich. Ich weiß, dass das (der FA Cup, Anm.d.Red.) etwas Besonderes ist, aber es geht um die Gesundheit der Spieler. Ich weiß nicht, wie wir heute überlebt haben.“

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Guardiola: „Bin so traurig. Bin so niedergeschlagen“

Auf die Frage, ob er seine Kritik auch offiziell beim Verband geäußert habe, meinte Guardiola: „Glauben Sie, dass Forderungen irgendetwas ändern werden? Das einzige, was in meiner Macht steht, ist, dass ich mich hier äußere.“

Aber der Katalane war noch nicht fertig mit seinem Ärger. „Wir wollen Fußball spielen. Wir lieben es, Fußball zu spielen, aber es ist zu viel“, meinte der City-Coach.

Seinen Spielern habe Guardiola gesagt, dass sie nicht gegen ihre Gefühle ankämpfen sollen. „Wenn ihr traurig seid, dann seid ihr traurig. Wenn ihr enttäuscht seid, seid ihr enttäuscht. Ich bin traurig. Ich bin so niedergeschlagen. Wir haben außergewöhnlich gespielt. Ich habe gesagt, wenn ihr traurig seid, dann spielt mit eurer Traurigkeit.“

Im Tor bot Guardiola - anders als zuletzt auf internationaler Bühne - Ortega von Anfang an auf. Und der Deutsche überzeugte im Halbfinale des ältesten Fußball-Pokalwettbewerbs der Welt mit mehreren starken Paraden.

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Silvas später Siegtreffer erlöst ManCity

Bernardo Silva (84.) erzielte spät den entscheidenden Treffer für die Citizens, die sich zudem Hoffnungen auf die Meisterschaft in der Premier League machen. Ob es am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion zu einer Neuauflage des Vorjahresfinals gegen Manchester United kommt, entscheidet sich am Sonntag. Citys Stadtrivale trifft im zweiten Halbfinale auf den Zweitligisten Coventry City (16.30 Uhr).

„Ich bin sehr glücklich nach einer sehr frustrierenden Woche für uns alle und für mich persönlich. Das Gute am Fußball bei ManCity ist, dass man alle drei Tage spielt. Alle drei Tage hat man die Chance, die Dinge geradezubiegen, und jetzt haben wir die Chance, einen weiteren Pokal zu gewinnen“, sagte Matchwinner Bernardo Silva bei der BBC und widersprach damit deutich seinem Trainer.

Guardiolas Team, das unter der Woche in der Königsklasse im Elfmeterschießen an Real Madrid gescheitert war, begann ohne den angeschlagenen Torjäger Erling Haaland zwar dominant, Chelsea bot den Skyblues in einem phasenweise mitreißenden Spiel aber ordentlich Paroli.

Shearer kritisiert Chelsea-Stürmer Jackson

Besonders im Blickpunkt stand Ortega: Unter anderem gegen Cole Palmer (37.) und Nicolas Jackson (49.) verhinderte der frühere Bielefelder einen Rückstand, ehe Silva auf der Gegenseite per Abstauber zum Sieg traf.

Der frühere England-Star Alan Shearer ging anschließend mit Jackson hart ins Gericht. Der Chelsea-Angreifer hatte im ersten Durchgang eine vielversprechende Situation vertändelt, als er allein auf Ortega zugelaufen, aber nicht zum Abschluss gekommen war (30.). „Jackson hatte einen schlechten Arbeitstag“, sagte Shearer bei der BBC. „Es sah nie so aus, dass er sich wohlfühlte. Das waren wirklich absolute Hochkaräter.“

Generell habe sich Chelsea die Niederlage selbst zuzuschreiben. „Sie haben wirklich sehr gute Chancen herausgespielt. Das ist kein Pech, es fehlt einfach an Qualität“, sagte Shearer.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)