Ramón Calderón, der von 2006 bis 2009 als Präsident von Real Madrid fungierte, hat die Trennung der Königlichen von Xabi Alonso scharf kritisiert.
Scharfe Kritik nach Alonso-Aus - auch der Name Kroos fällt
Heftige Kritik nach Alonsos Rauswurf
Trotz der 2:3-Niederlage gegen den Erzrivalen FC Barcelona ist der 74-Jährige nicht der Meinung, dass die Mannschaft auf dem falschen Weg war.
Kritik nach Aus von Alonso bei Real Madrid
„Sie hätten durchaus unentschieden spielen oder sogar gewinnen können. Die Leistung war nicht schlecht“, stellte Calderón in einem Interview mit Stats Perform fest und fügte hinzu: „Am Ende scheint es aber die Entscheidung des Präsidenten gewesen zu sein, ihn zu entlassen.“
Die Madrilenen seien ein Verein im Präsidentenstil. „Es gibt keinen Sportdirektor und keine wirkliche sportliche oder fußballfachliche Beratungsstruktur. Deshalb trifft der Präsident die Entscheidungen und nimmt sie auch wieder zurück, wie er es für richtig hält“, sagte Calderón weiter und lenkte das Hauptaugenmerk für die spielerischen Probleme mehr als die Mannschaft als auf den Trainer.
Auch der Name Toni Kroos fällt
„Aus meiner Sicht war die Kaderplanung möglicherweise nicht optimal, denn das Mittelfeld hat nach den Abgängen von Luka Modrić und Toni Kroos offensichtlich gelitten. Ich hätte den Sportdirektor gefragt“, so Calderón: „In meinem Fall waren Predrag Mijatović (von 2006 bis 2009 Sportdirektor bei Real Madrid; Anm. d. Red.) und sein Team für die sportlichen Entscheidungen zuständig, weil sie diejenigen sind, wie es wissen oder wussten.“
Calderón ergänzte: „Ich habe immer gesagt: Selbst der Fan mit dem größten Wissen weiß weniger als der Profi mit dem geringsten. Am Ende müssen Fachleute die Entscheidung treffen. Sie kennen die Schwächen und Stärken der Kader sowie die Eigenschaften der Trainer und ich hätte gefragt, ob er diese Entscheidung für richtig gehalten hätte.“
Für Alonso übernimmt Álvaro Arbeloa. Das verkündete der Verein nur acht Minuten nach der Entlassungsnachricht in einer separaten Mitteilung. Der 42-Jährige war seit 2020 in der Jugendakademie der Königlichen tätig und trainierte zuvor die zweite Mannschaft.