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Ligue 1: PSG-Fans kündigen nach Real-Schmach heftige Proteste an

Ultras drohen PSG-Stars

Die Fans von Paris Saint Germain sind nach dem peinlichen Champions-League-Aus bei Real Madrid sauer. Beim Ligaspiel wollen sie sich mit heftigen Aktionen Luft machen.
Paris Saint-Germain ist in der Champions League gegen Real Madrid ausgeschieden. Das genannte Ziel des Champions League Titels ist damit trotz des Mega-Kaders wieder einmal passé.
Die Fans von Paris Saint Germain sind nach dem peinlichen Champions-League-Aus bei Real Madrid sauer. Beim Ligaspiel wollen sie sich mit heftigen Aktionen Luft machen.

Trotz milder Temperaturen in der französischen Hauptstadt sollten sich die zahlreichen Mega-Stars von Paris Saint Germain warm anziehen.

Vier Tage nach dem sportlichen Offenbarungseid bei Real Madrid im Achtelfinale der Champions League (1:3) kommt es im heimischen Prinzenpark zum Liga-Spiel gegen Schlusslicht Girondins Bordeaux und die Anhänger des künftiges französischen Meisters wollen auf die Barrikaden gehen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Ligue 1)

Bereits vor dem Hinspiel gegen Real vor vier Wochen gab es einen langen Brief des CUP (Collectif Ultras Paris) - der größte und einflussreiche PSG-Fan-Klub - direkt an die Bosse adressiert. Dabei ging es unter anderem um die mangelnde Identifikation der Stars mit ihrem Klub, sowie um heftige Vorwürfe an die Entscheider, die zwar Jahr für Jahr in der Lage sind, die klangvollsten Namen der Fußball-Welt zu verpflichten, nicht aber, eine vernünftig funktionierende Mannschaft aufzubauen.

Die Stimmung beruhigte sich einigermaßen nach dem Hinspiel gegen die Königlichen, als PSG ausnahmsweise spielerisch überzeugen konnte. Spätestens seit dem Trauma vom Bernabeu ist aber Schluss mit lustig.

Sicherheitskräfte sichern PSG-Trainingsgelände

Bereits am Freitag und am Samstag wurden um die hundert Sicherheitskräfte zum Trainingsgelände in Saint Germain en Laye bestellt, um aufgebrachte Fans im Zaum zu halten. (DATEN: Die Tabelle der Ligue 1)

Doch kein einziger Anhänger wurde gesichtet. Anders noch als vor vier Jahren nach dem bereits blamablen Aus gegen Manchester United oder 2017 nach der Remontada im Camp Nou von Barcelona als hunderte von wütenden Supporters alle Spieler aufs Übelste beschimpften.

Das Zeichen einer kollektiven Resignation?

Viele Dauerkarteninhaber haben bereits angekündigt, an diesem Sonntag diese Partie boykottieren zu wollen und dem Prinzenpark fern zu bleiben. „Ich habe die Schnauze voll“, sagt Eric, der seit 1999 die Heimspiele aus dem „Kop Auteuil“ verfolgt zu SPORT1. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Ligue 1)

„Mit diesem Aus in Madrid ist mittlerweile das Fass übergelaufen. Im letzten Sommer wurden Messi, Ramos, Hakimi, Donnarumma und Wijnaldum verpflichtet, wir galten als der große Champions-League-Favorit und wir scheiden erneut im Achtelfinale (zum vierten Mal in den letzten sechs Jahren) aus und wieder einmal in einer üblen Art und Weise. Die ganze Welt lacht sich über uns kaputt. Und wir sind die Leidtragenden. Ich erwarte auch, dass viele Fans gegen Bordeaux ihren Unmut äußern.“

Fan-Klubs planen Aktionen gegen Stars

Verschiedene Fan-Klubs planen diverse Aktionen, um den Spielern klar zu machen, dass sie komplett versagt haben.

Heftige Plakate, Pyro-Raketen, Pfeifkonzert, Fan-Gesänge gegen die Stars: Sportdirektor Leonardo und Präsident Nasser Al-Khelaifi sollen hautnah erleben, wie sich die Anhänger derzeit fühlen.

Dass kein einziger Spieler nach dem Schlusspfiff im Bernabeu zur Gäste-Kurve ging, wo 1800 Pariser mitgefahren waren, um sich für die Unterstützung zu bedanken, hat die ganze Gemeinde noch ein Stück mehr auf die Palme gebracht.

„Diese Söldner sollten endlich mal aus ihrer eigenen Welt rauskommen und verstehen, was sie da für einen Mist über all die Jahre gebaut haben. Wir machen nicht mehr mit. Das werden wir ihnen zeigen. Sie werden unsere Aktionen nicht so schnell vergessen“, droht Jérémy, Mitglied beim CUP.