Die Lage bei Olympique Marseille wird immer chaotischer. Beim Ligue-1-Spiel des französischen Traditionsklubs am Samstag gegen Racing Straßburg (2:2) wüteten Fans auf mehrere Weisen.
Chaos nach Trainerentlassung: Große Fan-Wut bei Traditionsklub "in Selbstzerstörung"
Große Fan-Wut bei Traditionsklub
Vor der Partie montierten Ultras mehrere Banner auf den Zuschauerrängen, ließen jedoch aus Protest gegen die Klubführung eine komplette Kurve leer. „Tribüne leer aus Protest. Für einen Klub in Selbstzerstörung. All eure Projekte gehen in Flammen auf während dieser verschwendeten Jahre“, stand auf den Plakaten geschrieben.
Das Team wurde schon beim Aufwärmen von anderen Anhängern gnadenlos ausgepfiffen. Die Ultras nahmen erst 15 Minuten nach Anstoß ihre Plätze ein.
Während des Spiels ging es weiter. „Kapitän eines Geisterschiffes, das nie den Ozean überquert hat“, war auf einem weiteren Banner zu lesen, das gegen Vereinsbesitzer Frank McCourt gerichtet war. Pyrotechnik wurde gezündet.
OM-Fans nach Aus von De Zerbi wütend
OM hatte sich nach der jüngsten 0:5-Niederlage gegen Paris Saint-Germain von Trainer Roberto De Zerbi getrennt. Interimsmäßig hat Jacques Abardonado an der Seitenlinie übernommen. Sportlich hinkt Marseille den Ansprüchen schon länger hinterher, immer wieder tun Fangruppen ihren Unmut kund.
Als ihre Mannschaft in der Schlussphase gegen Straßburg einen 2:0-Vorsprung noch verspielte und in der siebten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich kassierte, brachen alle Dämme. Wütende Anhänger versuchten, in die Innenräume des Stade Vélodromes zu stürmen und die Klubbosse zur Rede zu stellen.
Die Polizei verhinderte jedoch das Eindringen der Personen und konnte die Lage beruhigen. Olympique steht nach 22 Spielen auf Platz vier der Tabelle.