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Neville befürchtet Transfer-Embargo

Neville befürchtet Transfer-Embargo

Gary Neville sieht ein Akzeptanzproblem der Klubs in England, wenn kurz nach den jetzigen Diskussionen um Gehaltsverzichte schon wieder hohe Ablösesummen im Raum stehen.
Gary Neville beendete 2011 seine Karriere bei Manchester United
Gary Neville beendete 2011 seine Karriere bei Manchester United
© Getty Images
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
am 13. Apr

Manchester Uniteds Klub-Ikone Gary Neville kann sich vorstellen, dass die englische Premier League die Profiklubs zu einem Transfer-Embargo zwingen könnte.

"Die Premier League hat im vergangenen Sommer 1,4 Milliarden Pfund für Transfers ausgegeben, und in den drei vorangegangenen Sommerpausen ebenfalls über 1 Milliarde Pfund ausgegeben", sagte Neville gegenüber Sky Sports: "Wenn die Klubs versuchen, Gehaltskürzungen von 30 Prozent bei den Spielern durchzubekommen, muss die Premier League möglicherweise ein Transfer-Embargo verhängen."

Vereine fordern Opfer von ihren Spielern

Die Vereine in Englands Fußball-Oberhaus fordern von ihren Spielern die Stundung von bis zu 30 Prozent der Gehaltszahlungen, um den geschätzten Verlust der Liga durch die Folgen der Corona-Pandemie von knapp einer Milliarde Pfund (1,14 Milliarden Euro), die durch einen möglichen Saisonausfall entstehen würden, abzufangen.

Die Folgen von Corona schlagen bis auf den Transfermarkt durch
Manchester City's Argentinian striker Sergio Aguero looks on during the English Premier League football match between Leicester City and Manchester City at King Power Stadium in Leicester, central England on February 22, 2020. (Photo by Oli SCARFF / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 120 images. An additional 40 images may be used in extra time. No video emulation. Social media in-match use limited to 120 images. An additional 40 images may be used in extra time. No use in betting publications, games or single club/league/player publications. /  (Photo by OLI SCARFF/AFP via Getty Images)
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TOPSHOT - Paris Saint-Germain's Uruguayan forward Edinson Cavani celebrates after scoring a goal  during the French L1 football match between Paris Saint-Germain (PSG) and Girondins de Bordeaux at the Parc des Princes stadium in Paris, on February 23, 2020. (Photo by FRANCK FIFE / AFP) (Photo by FRANCK FIFE/AFP via Getty Images)
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"Transfers sind Dinge, die die Fans lieben. Und wir lieben es, wenn Spieler wechseln. Aber mir erscheint es schlimm, wenn wir einen solchen Krieg hinter den Kulissen führen, bei dem die Spieler Kürzungen hinnehmen müssen, die Vereine Unterstützung brauchen, und dann im nächsten Atemzug eine Transferspekulation über 200 Millionen Pfund im Raum steht", sagte Neville.

Tottenham und Liverpool in der Kritik

Eine Reihe von Premier-League-Klubs, darunter auch Tottenham Hotspur, waren bereits heftig kritisiert worden, weil sie öffentliche Gelder zur Aufstockung der Löhne für Mitarbeiter verwendet haben, bevor sie die Gehälter der Spieler kürzten. Die Spurs reagierten am Montag auf die anhaltende Kritik und verzichten nun doch auf Staatshilfen für ihre Mitarbeiter.

Champions-League-Sieger FC Liverpool war vor einer Woche nach einem Sturm der Entrüstung zurückgerudert und hatte auf das Notfall-Programm der Regierung verzichtet. Der Klub von Teammanager Jürgen Klub hatte einige Angestellte in Kurzarbeit bzw. Zwangsurlaub (engl. furlough) geschickt.

Dafür ernteten die Reds viel Kritik. Dafür sei das "Furlough"-Programm nicht geschaffen worden. "Das widerspricht der Moral und den Werten dieses Klubs, wie ich sie kennengelernt habe", twitterte Ex-Spieler Dietmar Hamann.

Das Notfall-Programm garantiert rückwirkend ab dem 1. März zunächst für drei Monate 80 Prozent des Gehalts bis zu einer Höhe von 2500 Pfund/Monat (2824 Euro).