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Premier League: FC Arsenal geht als Geheimfavorit in die neue Saison

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Premier League: FC Arsenal geht als Geheimfavorit in die neue Saison

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Plötzlich Englands Geheimfavorit

Plötzlich Englands Geheimfavorit

Sechs Jahre lang muss der FC Arsenal nun schon ohne die Champions League auskommen. Der aktuelle Transfersommer lässt nun aber Träume rund ums Emirates Stadium reifen.
Auch wenn es nur ein Testspiel war, stößt Chelsea-Trainer Thomas Tuchel die 0:4-Klatsche gegen den FC Arsenal sauer auf. Er kritisiert nach der Partie die fehlende Einsatzbereitschaft seiner Profis.
Johannes Fischer
Johannes Fischer

Die Frage war vor dem Start der neuen Saison in der Premier League, ob der FC Arsenal den großen Vorschusslorbeeren gerecht werden kann. (Crystal Palace - FC Arsenal ab 21 Uhr im LIVETICKER)

Die Antwort lautet: Ja!

2:0 gewannen die Gunners das Eröffnungsspiel bei Crystal Palace. Gabriel Martinelli war der erste Torschütze der neuen Spielzeit in der 20. Minute. Ein Eigentor von Guehi fünf Minuten vor Schluss besiegelte den Endstand.

Arsenal ist somit der erste Tabellenführer.

Dazu beigetragen, dass die Erwartungen rund ums Emirates Stadium immens gestiegen sind, hat der furiose Auftritt im Testspiel gegen den FC Chelsea, als man die Blues nach aller Regel der Kunst mit 4:0 auseinandernahm.

„Wir sind klar von einer Mannschaft bezwungen worden, die in der kommenden Saison nicht in der Champions League spielt und in der Vorsaison hinter uns stand“, zog Chelsea-Coach Thomas Tuchel an jenem 24. Juli ein bitteres Fazit. „Im Moment sieht es so aus, als seien sie uns deutlich voraus.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

Während Tuchel sichtlich beeindruckt war, zeigte sich Arsenal-Coach Mikel Arteta bemüht, die hochgesteckten Erwartungen nicht völlig ausufern zu lassen. „Bitte nicht übertreiben. Es waren trotzdem nur Vorbereitungsspiele. Es gibt immer noch viele Dinge, die wir besser machen müssen“, sagte der spanische Coach.

Arteta: „Dafür müssen wir in die Champions League“

Und dennoch - spätestens nach dem 6:0-Sieg gegen den FC Sevilla am vergangenen Samstag musste auch Arteta die Euphorie-Bremse etwas lösen: „Wir wollen den Klub auf das nächste Level bringen und uns wirklich mit den Top-Teams messen“, sagte er: „Dafür müssen wir in der Champions League spielen.“

Dass Arteta die Messlatte ein gehöriges Stück höher legt, ist die Folge der beachtlichen Deals im bisherigen Transfersommer. Kein anderes englisches Team hat bislang so zugeschlagen wie Arsenal. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Den Großteil ihrer Transferausgaben überwies der Klub an Manchester City. Mit Gabriel Jesus (52 Millionen Euro) holte Arsenal sich eine Torgarantie, zudem kam mit Oleksandr Zinchenko (35 Millionen Euro) der gewünschte Linksverteidiger, der unter Pep Guardiola zuletzt an der Schwelle zum Stammspieler war.

Den gleichen Betrag wie bei Zinchenko gab Arsenal für Fábio Vieira aus: Der 22 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler kommt vom FC Porto - und mit haufenweisen Vorschusslorbeeren im Gepäck.

In der vergangenen Saison traf der 22-Jährige in 27 Meisterschaftsspielen sechs Mal selbst und legte zudem 14 Torvorlagen auf. Dass Vieira gegen Palace in der Startelf steht, ist allerdings unwahrscheinlich, schließlich meldete er sich erst kürzlich nach einer Verletzung zurück.

Agüero: Arsenal Geheimfavorit auf die Meisterschaft

„Dieses Trio (Gabriel Jesus, Zinchenko Vieira, d. R.) sowie die anderen Sommerneuzugänge Matt Turner und Marquinhos sollten Arsenal in die Lage versetzen, die quälende Abwesenheit in der Champions League endlich zu beenden“, schreibt die Daily Mail.

Die Königsklasse als Minimalziel - das glaubt auch ManCitys früherer Starstürmer Sergio Agüero, der die Gunners sogar als Geheimfavorit auf die Meisterschaft bezeichnet: „Meine Kandidaten sind Manchester City, Liverpool, Chelsea und ich füge Arsenal hinzu, das sich sehr gut verstärkt hat und schon in der Vorsaison großartige Spiele hatte.“

Mit ihrem neuen Kapitän Martin Ödegaard sollte Arsenal in der Lage sein, ein Wörtchen um die ersten vier Plätze mitzureden. Sechs Jahre ist es nun schon her, dass die Gunners in der Champions League vertreten waren, 19 Jahre gar die letzte Meisterschaft. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Ob es sogar zum ganz großen Wurf kommen kann? Das Duell bei Crystal Palace war vielleicht ein erster Fingerzeig.