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"Wenn ihr mich anlügt, bin ich weg" - Verlässt Pep Guardiola ManCity?

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"Wenn ihr mich anlügt, bin ich weg" - Verlässt Pep Guardiola ManCity?

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Lässt Guardiola Worten Taten folgen?

Nach dem Beben bei Manchester City machen pikante Äußerungen von Pep Guardiola aus dem Mai 2022 die Runde. Wird der Trainer seinen Worten Taten folgen lassen?
Manchester City soll laut einer Ermittlung der Premier League gegen zahlreiche Finanzregeln verstoßen haben. Trainer Pep Guardiola hat seinen Verein schon einige Male zuvor in den Schutz genommen.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro

Manchester City ist nach dem Premier-League-Beben in Aufruhr - denn nun geht die Angst um, dass Pep Guardiola die Citizens vorzeitig verlassen könnte!

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Insbesondere stellt sich die Frage, ob der Star-Trainer seinen Worten Taten folgen lässt. „Wenn ihr mich anlügt, bin ich am Tag danach weg“, sagte er im Mai 2022 zu möglichen Verstößen des Klubs gegen das Financial Fairplay. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

Am vergangenen Montag sah sich der englische Meister erneut mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Wie der Times-Journalist Martyn Ziegler berichtete, deuten die Ergebnisse einer jahrelangen Untersuchung der Premier League auf mögliche Verstöße gegen die finanziellen Spielregeln der Liga hin. „In Übereinstimmung mit der Premier-League-Regel W.82.1 bestätigt die Premier League, dass sie heute eine Reihe von angeblichen Verstößen gegen die Premier-League-Regeln durch Manchester City Football Club an eine unabhängige Kommission weitergeleitet hat“, hieß es in einem offiziellen Statement. (NEWS: Vorwürfe gegen Manchester City sind vielfältig)

Manchester City sieht sich wieder einmal mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Der englische Meister soll gegen die Regeln der Premier League verstoßen haben.
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Manchester City droht gewaltiger Ärger

ManCity reagierte dagegen „überrascht“ auf die Anschuldigungen, da man der Liga eine große Menge an Informationen bereitgestellt habe. Man begrüße die Beurteilung einer „umfassenden Sammlung unwiderlegbarer Beweise“, auf die man sich berufen könne, durch eine unabhängige Instanz. (NEWS: Alles Wichtige zu Manchester City)

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Lässt Guardiola seinen Worten Taten folgen?

Doch was macht Guardiola nun? Sollte der englische Top-Klub tatsächlich für schuldig befunden werden, droht ein Liga-Ausschluss - und der Katalane selbst könnte persönliche Konsequenzen ziehen. So hatte er es im vergangenen Jahr auf einer denkwürdigen Pressekonferenz offen und ehrlich angekündigt.

„Jedes einzelne Wort, das ich in all meinen Pressekonferenzen gesagt habe, auch wenn die Leute mir nicht glauben, ist, weil ich es wirklich, wirklich glaube. Warum habe ich den Verein und die Menschen verteidigt? Weil ich mit ihnen arbeite. Wenn ihnen etwas vorgeworfen wird, bitte ich sie, mir es zu erklären, und ich glaube ihnen. Ich sagte zu ihnen: Wenn ihr mich anlügt, bin ich am Tag danach weg. Ich werde raus sein und du wirst nicht mehr mein Freund sein“, hatte Guardiola gesagt.

Und hatte ergänzt: „Ich vertraue dir, weil ich dir vom ersten Tag an zu 100 Prozent vertraut habe, und deswegen verteidige ich den Klub. Als der CAS (Internationaler Sportgerichtshof; Anm. d. Red.) uns freigesprochen hat (vom finanziellen Fehlverhalten; d. Red.), bedeutete das uns sehr viel, denn am Ende zerstreut es alle Verdächtigungen. Ich kann die neun Teams in der Premier League nicht vergessen, die Manchester City aus der Liga und den europäischen Wettbewerben verbannt haben wollten. Diese neun Teams haben viel Druck ausgeübt - und ich weiß, wer sie sind.“ (NEWS: Kritik an Pep, „Verrückter Professor“)

Erneute Ermittlungen gegen ManCity – Folgen für Guardiola?

Im Februar 2020 hatte die UEFA ManCity bereits wegen angeblicher Verstöße gegen die Regeln des Financial Fairplay für zwei Jahre vom Europapokal ausgeschlossen. Das Urteil wurde allerdings wenige Monate später vom CAS wieder aufgehoben.

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Die Ermittlungen waren damals nach Enthüllungen des Spiegel ins Rollen gekommen. Im Zuge der Football-Leaks-Enthüllungen hatte das Magazin Einsicht in interne Dokumente, die belegten, wie vermeintliche Sponsorengelder in Wahrheit von Klub-Besitzer Mansour bin Zayed Al Nahyan gezahlt worden sein sollen.

Bei den neuesten Vorwürfen geht es ebenfalls um dubiose Sponsorengelder, Angaben von Trainer- und Spielergehältern, Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League sowie gegen das Financial Fair Play der UEFA zwischen 2009 und 2018. Zudem sollen die Citizens bislang nicht ausreichend kooperiert haben.

Gerade Letzteres dürfte Guardiola schlecht aufstoßen. Denn sollte der Katalane von den City-Bossen wirklich belogen und betrogen worden sein, ist ein vorzeitiger Abschied trotz eines Vertrags bis 2025 nicht ausgeschlossen. Eine Vertrauensbasis, die für Guardiola essenziel ist, wäre nicht mehr gegeben.

Folgen würde dann ein Sabbatical wie im Anschluss an seine Zeit beim FC Barcelona. Das hatte er bereits 2021 angekündigt, als er sagte: „Nach sieben Jahren (bei City; d. Red.) muss ich eine Pause einlegen. Der nächste Schritt wird eine Nationalmannschaft sein, wenn die Möglichkeit besteht. Ich würde gerne ein Team bei einer Europameisterschaft, einer Copa América oder einer Weltmeisterschaft trainieren.“ (NEWS: Guardiola kündigt City-Abschied an)