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Netflix-Doku "Beckham": Das geschah im Kabinenstreit mit Sir Alex Ferguson wirklich

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Netflix-Doku "Beckham": Das geschah im Kabinenstreit mit Sir Alex Ferguson wirklich

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Beckham lüftet legendäres Geheimnis

David Beckham enthüllt blutige Details über einen Streit mit Ex-United-Coach Sir Alex Ferguson. Auch über seinen Abschied aus Manchester gibt er erstaunliche Infos preis.
David Beckham verschönert höchstpersönlich ein Streetart-Wandgemälde von Lionel Messi in Miami. Seine Frau Victoria ist begeistert von den Fähigkeiten ihres Mannes.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

David Beckham und Manchester United: Lange Zeit war es eine Liebesgeschichte, doch spätestens 2003 kam es zum großen Knall.

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Denn dort machte ein Skandal weltweit die Runde: Der damalige United-Trainer Sir Alex Ferguson hatte aus Wut einen Fußballschuh durch die Umkleidekabine geschossen und Beckham über dem Auge getroffen. Der Engländer trug eine blutende Wunde davon - und das Medienecho war riesig. Die britische Boulevardzeitung The Sun etwa titelte in riesigen Lettern „Fergie Decks Becks“ (sinngemäß „Ferguson verziert Beckham“).

Die Hintergründe des Kabinenstreits blieben lange unbekannt, doch nun lieferte der damalige Mittelfeldstar eine Erklärung, warum es zu Fergusons Ausraster kam. Er habe zu dem Ex-United-Trainer gesagt, dieser solle sich „verpissen“, verriet Beckham in der am Mittwoch neu erschienenen Netflix-Dokumentation „Beckham“.

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Beckham in Netflix-Doku: „Ich habe das F-Wort zu oft gesagt“

In der Miniserie erklärt der heute 48-Jährige, Ferguson sei nach dem 0:2 in der fünften Runde des FA Cups gegen Arsenal wütend gewesen. Die Hoffnungen auf das Double oder gar Triple waren mit der Niederlage zunichtegemacht.

Als das Team in die Kabine gegangen sei, habe Beckham die Wut an Fergusons Gesicht ablesen können. „Und wenn man das Gesicht des Chefs so sieht, möchte man nicht in seine Nähe kommen. Es ist ein Gesicht, das niemand machen kann, glauben Sie mir“, erzählte Beckham.

David Beckham mit Verletzung über dem Auge
David Beckham mit Verletzung über dem Auge

Ferguson habe geflucht, dennoch sei „Becks“ zu ihm gegangen, habe ihm widersprochen und seinerseits geflucht. „Ich sagte das F-Wort. Und dann sah ich, wie er sich veränderte, und ich dachte: ‚Sch****, das hätte ich wirklich nicht sagen sollen‘. Ich glaube, ich habe das F-Wort zu oft gesagt“, gibt Beckham zu.

Auch Sir Alex Ferguson kommt in der Dokumentation zu Wort. Er gesteht darin zwar noch einmal, Beckham den Schuh an den Kopf geschossen zu haben. Doch über die damals in der Presse veröffentlichten Fotos, die den Mittelfeldspieler mit einer genähten Wunde und Pflaster zeigten, sagt er: „Ich glaube, das war inszeniert. Das hätte man nicht nähen müssen.“

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Beckham, der sich im Sommer 2003 nach monatelangen Spekulationen über einen Wechsel schließlich Real Madrid anschloss, sprach auch über den Kummer, den die Trennung durch Manchester United ihm bereitet habe. Zuvor spielte er für den Klub seit seiner Jugend.

Beckham: Sir Alex Ferguson habe auf Anrufe nicht reagiert

So beklagt Beckham, Trainer Ferguson habe sich geweigert, seine Anrufe entgegenzunehmen. Er erinnere sich, wie er die Büros von Manchester United angerufen und dort gefragt habe: „Kann ich mit dem Chef sprechen?“, und man gesagt habe: „Nein, er will nicht mit dir reden.“

David Beckham ist mit über 20 Titeln einer der erfolgreichsten englischen Fußballer aller Zeiten. Trotz allem meist umstritten, auf und neben dem Platz. Der meistgehasste und meistgeliebte Fußballer Englands zugleich. Überschätzt oder legendär?
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Wie gut war eigentlich David Beckham?

Er habe erklärt, dass er mit ihm sprechen müsse, „ich muss wissen, dass das wirklich das ist, was er will“. Er habe darum gefleht, nicht gehen zu müssen. „Wollte ich Man United jemals verlassen?“, fragte Beckham - und antwortete: „Nein, niemals.“

„Es war mein Zuhause“, sagt er über Manchester. „Meine Beziehung zum Chef war immer etwas Besonderes. Wir hatten unsere Momente, aber ich liebte ihn trotzdem.“

Sir Alex Ferguson: Beckham „wusste, dass es der richtige Zeitpunkt war“

Und Ferguson? Der sagt über die damalige Situation: „Ich glaube, die Beziehung befand sich in einer Pattsituation.“ Es hätte keinen Sinn gehabt, Beckham zu sagen, dass er verkauft werde. „Die Entscheidung war gefallen, es war besser, er ging. Er musste nicht gehen. Er hätte bleiben können, wenn er wollte. Ich denke, er wusste, dass es der richtige Zeitpunkt war.“

Doch Beckham erinnerte sich auch an einen Streit mit Sir Alex wegen seines wachsenden Berühmtheitsstatus‘ – und seiner Beziehung zu Victoria, die damals noch zu den „Spice Girls“ gehörte und die er 1999 heiratete.

Ferguson habe nur gewollt, „dass ich der beste Fußballer werde, der ich sein kann, und dass ich mit einem einheimischen Mädchen verheiratet bin, das kein Superstar ist“, sagt Beckham.

Nach seiner Zeit bei Real Madrid spielte der 115-malige englische Nationalspieler unter anderem für Los Angeles Galaxy, die AC Mailand und PSG, wo er 2013 seine Karriere beendete. Inzwischen ist er Miteigentümer des Messi-Teams Inter Miami.