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Neustart von Ex-BVB-Star: Das fehlende Puzzleteil

Das fehlende Puzzleteil

Donyell Malen ist bei der AS Rom der Mann der Stunde. Seine Bilanz ist historisch gut – auch weil seine Rolle eine andere ist als in Dortmund.
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Donyell Malen ist bei der AS Rom der Mann der Stunde. Seine Bilanz ist historisch gut – auch weil seine Rolle eine andere ist als in Dortmund.

Er wandelt nach seinem Wechsel zur AS Rom auf den Spuren großer Sturm-Ikonen, doch zufrieden war Donyell Malen nach seinem jüngsten Galaauftritt nicht. „Um ehrlich zu sein, bin ich ziemlich enttäuscht“, sagte er am Sonntag bei DAZN.

Zweimal hatte der Ex-Dortmunder die Roma im Verfolgerduell der Serie A bei der SSC Neapel in Führung gebracht. Zunächst nach dem ersten Assist des Ex-Münchners Bryan Zaragoza (7.), dann per Elfmeter (71.) – doch zum Sieg reichte es nicht. Neapel hatte jeweils eine Antwort parat, am Ende hieß es 2:2.

„Ich finde, wir hätten den Sieg verdient und haben genug dafür getan“, sagte Malen. „Für mich persönlich war es natürlich ein guter Abend, aber so ist das im Fußball, man will eben gewinnen.“

Trösten kann sich Malen immerhin damit, dass er nach seinem Wechsel von Aston Villa in die italienische Hauptstadt im Winter voll eingeschlagen hat.

Ex-BVB-Star Malen auf den Spuren von Legenden Batistuta und El Shaarawy

Gleich bei seinem Debüt am 18. Januar im Spiel beim FC Turin traf er erstmals und führte die Giallorossi damit zu einem 2:0-Sieg. Zwar blieb der 27-Jährige anschließend zweimal torlos, doch beim 2:0-Sieg gegen Cagliari folgte dann vergangene Woche eine „magische Nacht“ (La Repubblica) von Malen, der beide Tore zum Sieg beisteuerte.

Mit seinem nächsten Doppelpack am Sonntag katapultierte er sich nun in eine Riege mit lebenden Legenden. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1994/95 haben nur zwei Spieler in ihren ersten fünf Spielen für die Roma vier oder mehr Tore erzielt.

Malen hat mit seinen fünf Treffern sogar Stephan El Sharaawy (vier Tore) in den Schatten gestellt, nur der legendäre Gabriel Batistuta war noch besser. „Batigol“ – Rekordtorschütze der Fiorentina – erzielte in seinen ersten fünf Spielen für die Roma sechs Tore.

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BVB-Abschied mit Nebengeräuschen

Ein Traumstart - nach einem zuvor geplatzten Traum. Denn eigentlich wollte Malen in England durchstarten. Im Winter 2025 kehrte er nach dreieinhalb Jahren im schwarz-gelben Trikot dem BVB den Rücken – begleitet von Nebengeräuschen.

Malen sei „nicht mehr wirklich mit dem Kopf bei Borussia Dortmund“ gewesen, die Leistung habe gelitten. „In der Verfassung, in der er sich am Ende präsentiert hat, war der Transfer eine gute Lösung“, kommentierte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl wenig später den Abgang.

30 Millionen Euro zahlten die Dortmunder 2021 für Malen an die PSV Eindhoven. In insgesamt 132 Pflichtspielen erzielte er 39 Tore. Doch nach einer durchwachsenen Hinrunde 2024/25 erfolgte der Schritt zum englischen Erstligisten Aston Villa, der dem BVB immerhin noch 25 Millionen Euro Ablöse überwies.

Malen sprach bei seiner Vorstellung in Birmingham von einem Traum, der in Erfüllung gehe. Doch wahr wurden die Hoffnungen nicht so recht. Bei Villa kam Malen nie über die Jokerrolle hinaus. Seine Bilanz im ersten Halbjahr: Drei Tore in 14 Premier-League-Einsätzen. Dazu die Enttäuschung, dass er nicht für die Champions League nachgemeldet wurde.

Neustart bei der AS Rom

In der Hinrunde der aktuellen Saison lief es für Malen nicht viel besser. Nach vier Toren in 21 Premier-League-Spielen und immerhin drei Treffern in sechs Einsätzen in der Europa League entschied sich Malen im Winter für einen Neuanfang.

Die Leihe zur AS Rom läuft zunächst bis Saisonende, doch laut Medienberichten wird die Kaufoption für 25 Millionen verpflichtend, wenn sich die Roma für die Champions League oder die Europa League qualifiziert und Malen dabei mindestens die Hälfte der Spiele absolviert hat.

Aktuell ist er auf einem guten Weg. Roma-Trainer Gian Piero Gasperini hat in Malen das fehlende Puzzleteil für sein Team gefunden.

„Malen hat alle Qualitäten, die ich mir von einem Stürmer wünsche: Er ist schnell, wendig, hat einen guten Abschluss und harmoniert gut mit seinen Mitspielern“, sagte der Coach. „Diese Mannschaft braucht einen Stürmer wie ihn, der häufig trifft, auch weil wir ihn in eine Position bringen, in der er konstant gefährlich ist.“

Malen in anderer Rolle als beim BVB

Und Gasperini leistete bei Malen persönlich Überzeugungsarbeit. „Gasperini hat mir erklärt, wo er mich einsetzen will und auf welcher Position ich spielen soll.“ Und zwar in der Sturmspitze – und nicht wie beim BVB auf dem Flügel.

„Ich habe schon auf vielen Positionen gespielt, aber als Mittelstürmer fühle ich mich wohl und bin gefährlich“, erklärte der sprintstarke niederländische Nationalspieler bei Sky. „Ich laufe nicht weniger, es ist intensiver. Man muss immer 100 Prozent geben.“

Im Vergleich zu anderen Ligen gebe es taktische Unterschiede, stellte Malen fest. „Es ist in jeder Liga schwierig, Tore zu erzielen.“ Ihm selbst fällt es derzeit aber offenbar nicht allzu schwer.

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