Home>Leichtathletik>

Der Blackout-König der deutschen Leichtathletik!

Leichtathletik>

Der Blackout-König der deutschen Leichtathletik!

{}
{ "placement": "banner", "placementId": "banner" }
{ "placeholderType": "BANNER" }

Deutschlands Aussetzer-König

Joshua Hartmann sorgt einmal mehr für negative Schlagzeilen. Diesmal wird der schnellste deutsche Sprinter wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Der Fauxpas reiht sich in eine ganze Liste von Fehltritten ein.
Die Leichtathletik-Europameisterschaft 2024 in Rom ist in vollem Gange. Vom 7. Juni duellieren sich bis zum 12. Juni die besten Athleten und Athletinnen Europas um Medaillen.
SPORT1
SPORT1
von SPORT1
Joshua Hartmann sorgt einmal mehr für negative Schlagzeilen. Diesmal wird der schnellste deutsche Sprinter wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Der Fauxpas reiht sich in eine ganze Liste von Fehltritten ein.

Gebannt warteten die acht Finalisten über 200 Meter auf den Startschuss, doch ehe dieser kam, schoss der Läufer auf Bahn acht plötzlich nach vorne.

{ "placeholderType": "MREC" }

Ein klarer Fehlstart des Mannes mit dem gelbgestreiften Shirt - und irgendwie verwunderte es nicht, dass dieser Mann Deutschlands schnellster Sprinter Joshua Hartmann war.

„Ich habe gestern (beim Halbfinale, d. R.) ziemlich schlecht reagiert und mir heute vorgenommen, ein bisschen besser zu reagieren“, sagte Hartmann auf SPORT1-Nachfrage.

Er sei bewusst ins Risiko gegangen, um bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitzusprechen: „Jetzt habe ich leider ein bisschen zu gut reagiert, das kann passieren. Ich werde mit den Konsequenzen leben - und morgen geht‘s wieder zum Training.“

{ "placeholderType": "MREC" }

„Das lernt man im Schülerbereich“

Ganz so leicht sahen es die ZDF-Kommentatoren Marc Windgassen und Fabian Meseberg nicht. Der Fehlstart Hartmanns sei unverständlich: „Im vielleicht wichtigsten Rennen seiner Karriere fabriziert er einen Fehlstart, technisch auch noch völlig unsauber. Stolpert da aus den Blöcken raus, viel zu früh. Das ist eine Riesen-Enttäuschung.“ Auch sein Fehler, die Hände nicht hinter der Startlinie zu positionieren, sorgte für Unmut. „Das lernt man im Schülerbereich als Zehnjähriger, dass die dahinter gehören“, so das ZDF-Duo.

Deutscher Rekordhalter über 200 Meter

Später wiederholte Hartmann, er werde zwar daran knabbern müssen, „aber nur bis morgen früh. Und dann geht‘s weiter“.

So leicht wird der Sprinter, der im vergangenen Jahr den deutschen Rekord auf 20,02 Sekunden gedrückt hatte, aber nicht zum Tagesgeschäft übergehen können, denn Hartmanns größte Baustelle ist offensichtlich sein Kopf.

Wenn es im deutschen Sport einen Tollpatsch gibt, dann wohl den 25-Jährigen vom ASV Köln.

{ "placeholderType": "MREC" }

Bereits 2022 bei der Heim-EM in München patzte Hartmann über 4x100 Meter bei der Staffelübergabe von Kevin Kranz und sorgte bei seinen Teamkameraden (Lucas Ansah-Peprah: „Es ist gerade die Hölle“) für blankes Entsetzen.

Das Malheur wiederholte sich im Mai 2024 bei der Staffel-WM auf den Bahamas, als Hartmann erneut dafür verantwortlich war, dass der deutsche Staffelstab nicht den Weg ins Ziel fand.

Joshua Hartmann nach seiner Disqualifikation
Joshua Hartmann nach seiner Disqualifikation

Kritik nach Auftritt in Budapest

Erst nachdem der hochgeschossene Athlet im Hoffnungslauf aussortiert wurde, kam die DLV-Staffel ins Ziel und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele in Paris.

Im vergangenen August vermasselte sich Hartmann bei der WM in Budapest die sicher geglaubte Halbfinalteilnahme, als er nach 175 Metern zur Seite blickte, um die Konkurrenz zu checken und dadurch die entscheidenden Hundertstelsekunden fehlten. „Das kommt vor, ich lerne aus Niederlagen meist mehr als durch Erfolge. Ich werde besser zurückkommen“, versprach er.

Damals musste Hartmann teils harsche Kritik einstecken, unter anderem von Zehnkampf-Legende Frank Busemann und dem Sportwissenschaftler und Ex-Sprinter Ingo Froböse („Das ist ja wohl ein Unding“).

Nun also das neue Kapitel im Hartmann-Drama. Dass in einigen anderen Rennen davor die Kampfrichter auch mal Gnade vor Recht ergehen ließen, hatte er auch bemerkt, suchte aber zumindest die Schuld nicht bei anderen.

„Ich habe keine Ahnung, wo die Kampfrichter es festmachen, ob sie eine Gelbe oder Rote Karte geben“, sagte Hartmann. „Ich habe das auch gesehen, dass manche nur eine Gelbe Karte bekommen haben, zum Beispiel im 100-Meter-Finale der Italiener. Aber ich will mich jetzt gar nicht beschweren. Ich habe einen Fehlstart gemacht und bin raus - so sind die Regeln.“