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Deutscher Leichtathletik-Held: Abschied mit bitterer Note

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Die bittere Einsicht eines EM-Helden

Nach seinem Rücktritt erklärt Andreas Hofmann die Gründe dafür, den Speer an den Nagel zu hängen. Und wie sein verzweifelter Kampf scheiterte, in letzter Minute das Olympia-Ticket nach Paris zu ergattern.
Andreas Hofmann bei der WM 2019 in Doha
Andreas Hofmann bei der WM 2019 in Doha
© IMAGO/Laci Perenyi
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Nach seinem Rücktritt erklärt Andreas Hofmann die Gründe dafür, den Speer an den Nagel zu hängen. Und wie sein verzweifelter Kampf scheiterte, in letzter Minute das Olympia-Ticket nach Paris zu ergattern.

Mit Andreas Hofmann erklärte am vergangenen Wochenende ein Speerwerfer der „Goldenen Generation“ seinen Rücktritt.

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Hofmann war neben Thomas Röhler, Johannes Vetter und Julian Weber einer der deutschen Erfolgsgaranten der letzten Jahre. Höhepunkt für den heute 32-Jährigen war der Gewinn der Silbermedaille bei der Heim-EM 2018 in Berlin

Durch zahlreiche Verletzungen gepeinigt, beschloss er nun, den Speer an den Nagel zu hängen. Es ist ein Abschied mit bitterer Note.

Andreas Hofmann beim Internationales Pfingstsportfest in Rehlingen
Andreas Hofmann beim Internationales Pfingstsportfest in Rehlingen

„Es war zu viel für den Körper und den Kopf“

Hofmann hatte 2024 noch einmal alles in die Waagschale geworfen, um sich das Olympiaticket für Paris zu holen. Nachdem er sich 2023 einer Meniskus-OP unterzog, musste er ein halbes Jahr später noch einmal unters Messer.

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„Mitte Januar wurde ich ein zweites Mal operiert“, erinnert sich Hofmann im Interview mit leichtathletik.de. Und diese OP hat mir rückblickend den Zahn gezogen. Im ersten Trainingslager hatte ich noch ein richtig gutes Gefühl, weil es stetig bergauf ging, aber dann haben die Leistungen stagniert. Der Speer flog nicht weiter, ich konnte keinen längeren Anlauf machen und im Kraftraum auch nichts mehr draufpacken. Die Schwellung von der zweiten OP ging einfach nicht aus dem Knie raus.“

Dennoch wollte Hofmann - ähnlich wie Johannes Vetter - die letzte Chance bei der Deutschen Meisterschaft Ende Juni im Braunschweig wahrnehmen, doch noch das Paris-Ticket zu ergattern

„Ich habe mir gesagt: Ich setze alles auf eine Karte. Entweder es klappt bei der DM mit der Olympia-Quali - oder nicht“, sagte Hofmann. „Aber zwei Wochen vorher musste ich die Saison komplett abbrechen, weil es nicht ging. Es war zu viel für den Körper und für den Kopf.“

Auch Olympia in Tokio verpasst

Besonders bitter: Auch die Olympischen Spiele davor hatte er verpasst, wobei er seine Ausbootung bei den Wettkämpfen in Tokio als ungerecht empfand: „In Tokio war ich Ersatzmann und habe mich fit gehalten, bis die anderen im Flieger saßen. Da war ich mit manchen Entscheidungen nicht einverstanden und habe rückblickend ein halbes Jahr gebraucht, um das zu verarbeiten.“

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Wie es für Hofmann beruflich weitergeht, darüber hat er sich noch keine konkreten Gedanken gemacht. „Es wäre optimal, beruflich etwas zu finden, in das ich genauso viel Leidenschaft reinstecken kann wie in den letzten Jahren in den Speerwurf.“