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Mercedes wütet gegen „peinliche“ FIA

Mercedes wütet gegen „peinliche“ FIA

Dass Mercedes-Pilot Lewis Hamilton das Rennen in Brasilien gewinnt, besänftigt Teamchef Toto Wolff kaum. Der Österreicher teilt gegen FIA und Red Bull aus. Mick Schumacher spricht über seine Kollision. Die Stimmen.
Weltmeister Lewis Hamilton gilt als absoluter Superstar in der Formel 1. Eine Person ist während der Saison stets an seiner Seite.
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von SPORT1

So hat man Mercedes-Teamchef Toto Wolff selten erlebt!

Der Österreicher war bereits während des Brasilien-GP auf 180 und gestikulierte nach dem Überholmanöver von Lewis Hamilton gegen Red-Bull-Pilot Max Verstappen wütend in Richtung Kamera. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Auch nach dem Sieg seines Mercedes-Schützlings zeigte sich Wolff noch wütend über die Entscheidungen der FIA und die ständigen Beschwerden von Red Bull. Bullen-Teamchef Christian Horner kann die Aufregung nicht verstehen.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Brasilien von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef):

“Das ganze Wochenende lief gegen uns. Wir wussten, wir haben eine Fünf-Startplatz-Strafe. Dann gestern diese Disqualifikation, während vor dem Rennen munter am Auto von Max rumgeschraubt wird. Eine absolute Sauerei auch, dass es für das Rausdrängen keine Strafe gab. Das ganze Wochenende über wurden uns Sachen an den Kopf geworfen, aber am Ende haben wir gewonnen.“

... über das knallharte Manöver von Verstappen gegen Hamilton: „Hartes Racing ist super. Der Max fährt mit dem Messer zwischen den Zähnen - und das kann er auch richtig gut. Aber wenn du das machst, musst du mit einer 5-Sekunden-Strafe rechnen. Das als Racing Incident abzutun, ist peinlich für die Rennleitung.“

... über einen möglichen Red-Bull-Protest wegen der Flexi-Wings: „Die latschen im Büro (der FIA, Anm. d. Red.) ein und aus. Sie können das Ding auch mit nach Hause nehmen und selbst auseinanderschrauben.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

... über die Reaktion von Mercedes auf die Entscheidungen der FIA an diesem Wochenende: „Das wird in den nächsten Tagen alles aufgearbeitet, denn das können wir nicht auf uns sitzen lassen. Da werden Entscheidungen getroffen, die nicht nachvollziehbar sind. Es hilft nicht, schmutzige Wäsche zu machen. Das machen wir dann direkt - aber irgendwo gibt es eine Grenze.“

... über seine emotionale Reaktion nach Hamiltons Überholmanöver gegen Verstappen, als er wütend mit dem Finger in Richtung Kamera gestikulierte: „Die Reaktion war zum Rennleiter.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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... über den neuen Motor: „Wir haben leider unheimlich viel Verschleiß und die Haltbarkeit ist auch ein Thema. Die Kombination ist tödlich. Deshalb haben wir wieder einen neuen Motor genommen, der am Anfang unheimlich gut geht.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Lewis Hamilton (Mercedes), Sieger:

„So viel Unterstützung hatte ich seit meinem Heimrennen in Silverstone nicht mehr. Dieses Wochenende war für uns auch etwas erniedrigend, muss ich sagen. Ich bedanke mich bei den Brasilianern. Das Team hat einen super Job gemacht - auch Valtteri, der so viele Punkte wie möglich geholt hat.“

... zum Kampf um den WM-Titel: „Vor dem Wochenende hätte ich nicht gedacht, dass wir die Lücke so schließen können, wie wir es getan haben, aber ich bin einfach drangeblieben. Dann lief es alles gegen uns, aber das zeigt den Leuten, dass man nie aufgeben sollte. Egal, was vor dir liegt, immer weiterkämpfen. So bin ich in das Wochenende gegangen und es hat sich wirklich gedreht. Es fühlt sich fast an, wie mein erster Sieg, weil ich so lange keinen mehr hatte.“

Max Verstappen (Red Bull) ...

„Wir haben heute alles versucht. Es war ein guter Kampf. Am Ende hat ein wenig Tempo gefehlt, aber wir haben alles gegeben und es hat Spaß gemacht.“

… zum WM-Kampf: „Dieses Mal war es Schadensbegrenzung an einem für uns schwierigen Wochenende - aber ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Rennen wieder zurückschlagen werden.“

Valtteri Bottas (Mercedes), Rang 3: „Der Start war ein bisschen schwierig, wie auch die erste Runde. Ich habe alles versucht, mein Tempo war ganz gut. Ich bin froh, dass wir Red Bull jetzt wieder Punkte weggenommen haben. Lewis hat das wirklich gut gemacht.“

Christian Horner (Red-Bull-Teamchef)

„Max hatte einen guten Start und hat aus einem Platz in der ersten Reihe die Führung gemacht. Dann ging es darum, die Position auf der Strecke zu halten. Aber die Performance von Lewis Hamilton auf den Geraden war einfach zu viel. Deshalb war der zweite Platz das Maximum für uns.“

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... zur neuen Motorenstärke bei Mercedes: „Das ist beeindruckend. Bei dieser Leistung können wir nicht mithalten, das hat man heute gesehen. Auch schon Freitag haben wir gesehen, dass es hart wird, gegen sie Rennen zu fahren. Das war jetzt Schadensbegrenzung - aber wenn das so weitergeht, wird es schwierig.“

… zum Duell zwischen Verstappen und Hamilton: „Die beiden kämpfen hart und berühren sich nicht. Es war die richtige Entscheidung. Wir haben immer gesagt, man soll die beiden Rennen fahren lassen - und das ist einfach ein hartes Rennen von zwei Fahrern, die um den WM-Titel kämpfen. Wenn da jetzt einer von beiden eine Strafe bekommen hätte, wäre das hart gewesen.“

… über einen möglichen Protest von Red Bull: „Wir müssen uns einfach anschauen, woher diese Geschwindigkeit auf den Geraden bei Mercedes kommt. Das ist nicht normal, aber wir haben nichts von einem Protest gesagt, das wäre zu früh.“

Sebastian Vettel (Aston Martin), Platz 11:

„Klar bin ich enttäuscht. Ich dachte, dass wir heute eine Chance haben würden. Aber die Safety-Car-Phase hat uns nicht in die Hände gespielt, da habe ich an Ocon eine Position verloren. Sonst hätte das Rennen vielleicht einen anderen Verlauf genommen.“

... über die Taktik im Rennen: „Wir haben unser Glück in einer Zweistoppstrategie gesucht. Und bis zum Schluss machte ich mir Hoffnungen. Ich rückte näher und näher an Lando Norris heran, aber es hat eben nicht ganz gereicht. Für mich hätte das Rennen etwas länger dauern müssen Alles in allem waren wir an diesem Wochenende aber nicht schnell genug, um uns zu behaupten.“

Mick Schumacher (Haas), Platz 18:

„Der Start war gut, leider hatten wir Probleme mit einem stehenden Reifen. Das hat mir zu schaffen gemacht, dementsprechend kamen die meisten Fahrer an mir vorbei. Dann gab es eine enge Situation mit Kimi Räikkönen - wir kamen uns etwas zu nah, sodass mein Frontflügel weg war. Das ist schade. Wir hatten eine gute Geschwindigkeit und hätten vor dem Williams bleiben können.“

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