Anzeige
Home>Motorsport>Formel 1>

Formel-1-Comeback? Nikita Mazepin ist bereit - aber nicht um jeden Preis

Formel 1>

Formel-1-Comeback? Nikita Mazepin ist bereit - aber nicht um jeden Preis

Anzeige
Anzeige

F1-Comeback? Das würde Mazepin nie tun

F1-Comeback? Das würde Mazepin nie tun

Nikita Mazepin verliert nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sein Cockpit bei Haas. Dennoch hofft der Russe weiterhin auf eine Rückkehr in die Formel 1. Eine Sache würde er dafür allerdings auf keinen Fall tun.
Trotz seines Rauswurfs bei Haas zu Saisonbeginn hofft Nikita Mazepin auf eine baldige Zukunft in der Formel 1. An seinem Ex-Team lässt der Russe allerdings kein gutes Haar.
. SPORT1
. SPORT1
von SPORT1

Für Nikita Mazepin ist die Formel 1 immer noch sein Lebenstraum.

Im Juli bestätigte der 23-Jährige, der zu Saisonbeginn sein Haas-Cockpit wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine verloren hatte, im Gespräch mit der russischen Sport-Tageszeitung Sport-Express, dass er immer noch an seine Chance in der Königsklasse des Motorsports glaube.

„Ich bin zuversichtlich, dass eine Formel-1-Rückkehr in Zukunft möglich ist“, zeigte er sich optimistisch und fügte hinzu: „Deshalb halte ich mein Gewicht und auch sonst bin ich körperlich in Bestform. Sollte sich also eine Chance ergeben, kann ich sie ergreifen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Jedoch habe er eine Grenze, die er nicht überschreiten werde, betonte er kürzlich bei Ria Novosti. „Ob man sein Land dem Sport zuliebe aufgeben will, kann jeder für sich selbst entscheiden. Aber ich werde das nicht tun“, erklärte er im Zusammenhang mit der FIA-Entscheidung, dass russische Sportler nur unter neutraler Flagge oder per Nationalitätenwechsel starten dürften.

Nikita Mazepin und die Schlammschlacht mit Haas

Dabei bezog er sich speziell auf Robert Shwartzman. Sein Landsmann, der die russische und israelische Staatsbürgerschaft besitzt, startet mittlerweile unter der Flagge Israels. „Das muss jeder selbst wissen, man kann niemanden dafür verurteilen“, erklärte Mazepin. Jedoch betonte er: „Wir sind Athleten und jeder muss seine eigene Wahl treffen.“

Noch vor Saisonbeginn entließ das Formel1-Team Haas den russischen Piloten Nikita Mazepin. Der Russe verklagt seinen ehemaligen Rennstall nun wegen scheinbar ausstehender Zahlungen.
00:43
Formel 1: Nikita Mazepin verklagt das Haas-Team wegen Zahlungsrückständen

Bereits im April hatte sich Mazepin zu seiner Kündigung bei Haas geäußert und der FIA ein bewusstes Vorgehen gegen Russland vorgeworfen. „Wenn man sich die ganze Situation ansieht, ist es ein Fall von Cancel Culture, der generell gegen Athleten aus meinem Land gerichtet ist“, klagte er.

Seinen ehemaligen Arbeitgeber Haas F1 hatte der Russe nach seiner Kündigung verklagt. „Als der Vertrag gekündigt wurde, hatte Haas mir gegenüber einen Gehaltsrückstand für 2022″, erklärte Mazepin in einem Interview mit RBC-Sport und fügte an: „Sie haben es immer noch nicht bezahlt.“

Neben dem Vertrag mit Mazepin wurde auch die Vereinbarung mit Uralkali als Sponsor beendet. Sowohl Mazepin als auch sein Vater Dmitri kamen zu Kriegsbeginn auf die erweiterte Sanktionsliste der Europäischen Union (EU). Als Miteigentümer des ehemaligen Haas-Titelsponsors und Bergbauunternehmens Uralkali wird Dmitri Mazepin ein enger Kontakt zu Kremlchef Wladimir Putin nachgesagt.

Stiftung zur Unterstützung russischer Athleten

Mittlerweile hat Mazepin eine Stiftung gegründet, die Athleten unterstützen soll, die „aus politischen Gründen und ohne ihre Kontrolle die Chance verloren haben, auf dem höchsten Level Wettkämpfe zu bestreiten.“

Wenn du hier klickst, siehst du Instagram-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Instagram dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Erst kürzlich hatte er mit seiner Stiftung an einem Event teilgenommen, bei dem er sich mit den Nationalen Olympischen Komitees Russlands und Belarus ausgetauscht hatte, um den von Sanktionen betroffenen Sportlern Unterstützung zukommen zu lassen.

Für ihn selbst stehe aktuell sportlich jedoch nur die Formel 1 im Fokus. Zwar wolle er andere Rennserien für die Zukunft nicht ausschließen, allerdings „wollte ich mein ganzes Leben schon in die Formel 1. Ich hatte es geschafft, und ich weiß zweifelsohne, wozu ich in einem konkurrenzfähigen Auto in der Lage bin.“

Zudem könne er sich irgendwann auch eine Rückkehr als Teambesitzer oder in anderer verantwortlicher Position vorstellen. „Ich denke, eines Tages werde ich als Geschäftsmann dabei sein. Aber das hat keine Eile.“

Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de