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Formel 1: Horner forsch: "Das soll nicht überheblich klingen, aber ..."

Red Bull erklärt neues Saisonziel

In der Formel 1 ist Red Bull aktuell das Maß aller Dinge. Max Verstappen scheint unaufhaltsam seinem dritten Titel in Folge entgegenzufahren. Zudem sieht Chrisitan Horner noch ein neues Saisonziel.
Vor dem Großen Preis von Österreich fuhr Max Verstappen gegen Yuki Tsunoda im Monstertruck am Erzberg. Der Weltmeister freut sich, dass Red Bull ihn immer mit verrückten Herausforderungen überrascht.
In der Formel 1 ist Red Bull aktuell das Maß aller Dinge. Max Verstappen scheint unaufhaltsam seinem dritten Titel in Folge entgegenzufahren. Zudem sieht Chrisitan Horner noch ein neues Saisonziel.

Red Bull plant den Durchmarsch!

Zehn von zehn Rennen hat das Weltmeisterteam mit Starpilot Max Verstappen und Sergio Perez in diesem Jahr schon gewonnen. Und auch, wenn es keiner offiziell sagen mag: Das Ziel ist die blütenweiße Weste, also alle GP des Jahres zu gewinnen.

Das hat bisher noch kein Team in der Formel 1 geschafft. McLaren kam 1988 nah ran, scheiterte aber, weil Ayrton Senna beim Überrunden crashte.

Einen Rekord hat Red Bull schon egalisiert. Saisonübergreifend hat das Team des Energy Drink-Giganten die letzten elf Rennen in Folge gewonnen. Das schaffte zuvor nur McLaren in eben jenem Jahr 1988. Doch schon am kommenden Wochenende in Ungarn will man das britische Traditionsteam übertrumpfen. Dafür legt Red Bull im Wettrüsten jetzt noch eine Schippe drauf.

Technik-Upgrades für die perfekte Saison

Die Rede ist von einem Upgrade der Außenhaut. Konkret sollen die Seitenkästen des RB19 wie beim Aston Martin mit einer Art Rinne versehen werden. Davon erwartet sich das Team um Teamchef Christian Horner noch mal zwei Zehntelsekunden pro Runde. Zuletzt brachte das letzte Update in Baku einen ähnlichen Zeitgewinn.

Red Bull reagiert damit auf die Umbauten von Mercedes, Ferrari, Aston Martin und zuletzt McLaren. Doch trotz teilweise großer Neuerungen kann bislang keine Mannschaft die Kombination aus Verstappen und Red Bull ernsthaft herausfordern. Der Niederländer hat schon 99 Punkte Vorsprung in der WM – auf seinen eigenen Teamkollegen Sergio Perez.

Deshalb sieht Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko die Situation entspannt – obwohl Red Bull nach dem Bruch der Budgetobergrenze 2022 nur 63 Prozent der Nominalzeit im Windkanal nutzen darf. Marko: „Die Updates unserer Mitbewerber haben zwar eine Verschiebung gebracht, aber ohne überheblich sein zu wollen: Wirklich so viel näher an uns herangekommen sind sie nicht.“

Perfekte Saison? „Eigentlich unmöglich“

Teamchef Horner sieht den großen Red Bull-Vorteil im Start-Paket: „Zum Glück sind wir mit einem konkurrenzfähigen Paket zum Saisonstart gekommen. Sonst wäre es für uns mit den Einschränkungen ein Albtraum gewesen. Wir müssen uns genau heraussuchen, was wir tatsächlich testen und bringen. Viele Ressourcen sind bereits auf das Auto des kommenden Jahres verlagert.“

Allein: Die Aussicht auf den neuen Rekord mit Ewigkeitsgarantie setzt nicht nur Energien frei, sondern macht auch Druck. Marko bei SPORT1 über das Luxusproblem: „Eigentlich ist es nicht möglich. Du brauchst dafür auch extrem viel Glück. Beide Autos müssen defektfrei bleiben, beide Autos auf jeder Rennstrecke siegfähig sein. Der Traum kann schon am Wochenende in Budapest zu Ende sein.“

Schmunzelnd ergänzt der Grazer: „Plötzlich schaut man noch genauer auf den Wetterbericht fürs nächste Rennen. In Ungarn beispielsweise könnte es Gewitter geben. Trotzdem: Man muss sich immer neue Ziele stecken. Und wenn ein Ziel möglich ist, sollte man alles versuchen, es auch zu erreichen.“

Ein Schlüssel zum Mega-Rekord ist der fehlerfrei und superschnell agierende Max Verstappen. „Er fährt wie von einem anderen Planeten“, schwärmt Marko über den Niederländer. „Er hat eine Überlegenheit herausgefahren, wie wir sie noch nie hatten.“

Die Zahlen beweisen das: Red Bull hat bisher 580 Führungsrunden gedreht – Ferrari, Mercedes, McLaren und Aston Martin kommen zusammen auf gerade mal 30. Das Upgrade macht Red Bull noch stärker. Und bringt die österreichische-niederländische Supermacht noch näher an das Ziel, das Unmögliche möglich zu machen.