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Brisante Vorwürfe: Formel 1 setzt Red Bull unter Druck

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Brisante Vorwürfe: Formel 1 setzt Red Bull unter Druck

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Formel 1 setzt Red Bull unter Druck

Die Formel 1 rollt wieder an, am Mittwoch beginnen die Tests, gut eine Woche später bereits die neue Saison - doch das Sportliche ist noch Nebensache. Doch in den Fall Horner kommt immer mehr Bewegung.
Christian Horner sieht sich brisanten Vorwürfen ausgesetzt
Christian Horner sieht sich brisanten Vorwürfen ausgesetzt
© IMAGO/Motorsport Images
SPORT1
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von SPORT1

Im Februar ist der große Zirkus eigentlich noch weit entfernt, im Februar schlägt für gewöhnlich die Stunde der Technik-Nerds: Neue Seitenkästen am Mercedes, auch am Ferrari sticht der Lufteinlass ins Auge und, oha, Red Bull entwickelt seinen Boliden aggressiv weiter. Im Frühjahr 2024 allerdings ist alles etwas anders, der Fall Christian Horner überlagert den Saisonstart, produziert reihenweise Schlagzeilen - und auch die Formel 1 drängt mittlerweile auf eine schnelle Lösung.

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„Wir hoffen, dass diese Angelegenheit so früh wie möglich geklärt wird“, teilte die Rennserie am Wochenende mit, nach einer „fairen und gründlichen“ Aufarbeitung natürlich. Die FIA machte klar: „In Bezug auf die unabhängige Untersuchung, die derzeit von der Red Bull GmbH durchgeführt wird, bekräftigt die FIA, dass wir bis zum Abschluss der Untersuchung und dem Bekanntwerden des Ergebnisses keine weiteren Kommentare abgeben werden. Die FIA ist weiterhin verpflichtet, die höchsten Standards der Integrität, Fairness und Inklusivität innerhalb des Sports aufrechtzuerhalten.“

Am Mittwoch beginnen die Testfahrten in Bahrain, schon gut eine Woche später an gleicher Stelle startet die neue Saison (2. März). Und die Motorsport-Welt fragt sich: Wird Christian Horner dann noch dabei sein?

Schwerer Vorwurf gegen Horner

Der dienstälteste Teamchef der Formel 1, Vorgesetzter von Weltmeister Max Verstappen, muss sich bei Red Bull einer Untersuchung stellen. Seit zwei Wochen etwa ist das bekannt: Unangemessenes Verhalten gegenüber einer Mitarbeiterin, so lautet der Vorwurf. Der Versuch der Aufklärung kommt von ganz oben, vom österreichischen Red-Bull-Konzern. Am 9. Februar bereits wurde Horner von einem externen Ermittlungsanwalt befragt, seither dringt über den Fortschritt nichts Offizielles nach außen.

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Nicht nur der Mutterkonzern will diese Angelegenheit „sehr ernst“ nehmen. Neben der Formel 1 hat sich auch Red Bulls Partner Ford öffentlich geäußert und an „hohe Verhaltensstandards“ des Unternehmens erinnert. Der Fall zieht weite Kreise.

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Red Bull Racing indes versucht zumindest, sich an die üblichen Abläufe zu halten. Die Vorstellung des neuen RB20 verlief in der vergangenen Woche strikt nach Plan, auf der Bühne stand Horner mit Verstappen, Sergio Pérez und Stardesigner Adrian Newey - und gemeinsam versuchte man sich daran, das doch sehr drängende Thema zu ignorieren.

Verstappen meldet sich im Red-Bull-Wirbel zu Wort

Auch abseits der Bühne waren keine Fragen hierzu erwünscht, ein wenig ließ sich Horner dennoch entlocken bei seinem ersten Auftritt seit Bekanntwerden der Untersuchung. Erneut wies er alle Vorwürfe entschieden zurück, er sei aber gewillt, sich diesem internen Prozess zu stellen. Und ansonsten? „Business as usual“ für das Team, das Thema sei „zwangsläufig eine Ablenkung, aber alle sind konzentriert auf die neue Saison“.

Auch Verwerfungen mit der Familie Verstappen oder Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko, über die seit einer Weile berichtet wird, gebe es nicht. Verstappen selbst sagte kaum etwas zum Thema, „zwischen mir und Christian ist alles wie immer“, teilte der Weltmeister bloß mit.

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Die unklare Zukunft beim alles überragenden Team der Formel 1 hängt nun bis zu einer Klärung schwer über der Rennserie. Seit 2005 ist Horner in leitender Funktion dabei, er hat den Rennstall aufgebaut, hatte schon während der Seriensiege von Sebastian Vettel (2010 bis 2013) das Sagen bei Red Bull Racing. Im Frühjahr 2024 scheint das unfreiwillige Ende dieser Ära zumindest nah.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)