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Formel 1: Holpriger Start für Audi

Holpriger Start für Audi

Audi erlebt beim ersten Formel-1-Wintertest einen Fehlstart. Rookie Gabriel Bortoleto muss den Wagen früh mit einem Technikproblem abstellen.
Audi präsentiert wenige Monate vor Saisonstart den ersten Formel-1-Boliden seiner langen Motorsport-Geschichte. Nico Hülkenberg verrät seine ersten Eindrücke von seinem neuen Arbeitsgerät.
Audi erlebt beim ersten Formel-1-Wintertest einen Fehlstart. Rookie Gabriel Bortoleto muss den Wagen früh mit einem Technikproblem abstellen.

Die Fans fieberten dem ersten Auftritt des neuen Audi-Werksteams bei den Wintertests der Formel 1 in Barcelona entgegen, doch der erste Testtag am Montag verlief für die Ingolstädter alles andere als nach Plan.

Nach nur 27 Runden musste Rookie Gabriel Bortoleto den Wagen mit einem Technikproblem abstellen. Frühzeitig war Schluss, dabei wollte Audi eigentlich wertvolle Kilometer für die Weiterentwicklung des Autos sammeln.

Formel 1: Start für Audi bei Testfahrten misslingt

„Das war leider ein ziemlich kurzer Tag“, so Bortoleto nach der Session. „Wir hatten dieses Problem vorher fast schon erwartet. Leider kam es dann etwas früher als gedacht. Es ist etwas schade, dass wir es nicht geschafft haben, das Programm danach fortzuführen.“

Details nannte das Team nicht. Audi verzichtete zudem darauf, den R26 erneut auf die Strecke zu schicken, bevor die Ursache nicht vollständig analysiert war.

Bortoleto zuversichtlich trotz frühem Rückschlag

Trotzdem bleibt man bei den Vier Ringen zuversichtlich, die restlichen Testtage nutzen zu können. Bortoleto: „Natürlich ist es besser, wenn solche Dinge jetzt passieren und nicht beim Saisonstart.“

Immerhin: Trotz des verkürzten Einsatzes konnte der Brasilianer erste Eindrücke sammeln. „Ich habe heute viel gelernt. Ich konnte dem Team Feedback geben, wo wir uns noch steigern müssen. Man muss aber immer bedenken, dass wir ein neues Team sind, das zum ersten Mal eine eigene Power Unit baut.“

Neue Technik als Herausforderung für Audi

Die neue Hybrid-Generation der Formel 1 verlangt nicht nur den Ingenieuren, sondern auch den Fahrern eine Umstellung ab. 50 Prozent der Leistung kommen künftig aus dem Elektromotor, kombiniert mit einem V6-Biotreibstoff-Aggregat. Eine Herausforderung – vor allem für Neueinsteiger wie Audi, die ihren Antrieb erstmals komplett selbst entwickeln.

Bortoleto: „Die Autos sind wirklich ganz anders. Ich bin in der Vergangenheit nichts gefahren, was vergleichbar war. Mein Gefühl sagt, dass es etwas langsamer ist als mit den alten Formel-1-Autos. Aber es ist cool, dass wir jetzt 50 Prozent elektrische Energie haben. Man hat aus den Kurven heraus so viel Power. Man spürt, wie stark die Antriebseinheit ist. Daran muss man sich gewöhnen. Und man muss seinen Fahrstil daran anpassen.“

Einsatz von Hülkenberg verschoben

Der nächste geplante Einsatz ist noch nicht final bestätigt. Hülkenberg sollte eigentlich am Dienstag übernehmen, doch zunächst müssen die Probleme behoben werden.

Auch das Wetter dürfte ein Wörtchen mitreden. Für die kommenden Tage ist Regen angesagt.

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