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Olympia 2026: Felix Neureuther macht wieder ein Fass auf

Neureuther macht wieder ein Fass auf

Felix Neureuther macht zum Olympia-Start erneut seinem Ärger über die Quotenregel Luft. Der Ex-Skifahrer findet dabei deutliche Worte und verrät, dass er wegen seiner Kritik bereits kontaktiert worden ist.
Franjo von Allmen fährt mit einer Glanz-Fahrt bei seinen ersten Olympischen Spielen direkt in der Königsdisziplin zu Gold. Der Schweizer besiegt auch den großen Abfahrts-Dominator.
Felix Neureuther macht zum Olympia-Start erneut seinem Ärger über die Quotenregel Luft. Der Ex-Skifahrer findet dabei deutliche Worte und verrät, dass er wegen seiner Kritik bereits kontaktiert worden ist.

Das Olympia-Dilemma um Luis Vogt hat Felix Neureuther bereits Ende Januar zu einer Brandrede veranlasst – nun legte der Ex-Skifahrer während der ersten Entscheidung der Olympischen Spiele 2026 nach.

„Apropos zu wenig Läufer am Start“, begann Neureuther seine Rede in der ARD während der Abfahrt: „Es sind 36 Athleten am Start. Und dann gibt es diese Regelung, wo viele - auch Leute, die in der Weltcupstartliste unter den Top 10 sind, Niels Hintermann und solche Kollegen - nicht starten dürfen. Ein Luis Vogt darf nicht starten, und hier sind nur 36 Athleten am Start.“

Vogt hatte beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel mit einem sensationellen achten Platz die Kriterien für eine Teilnahme an den Winterspielen erfüllt – doch die deutsche Nominierungsfrist war bereits wenige Tage zuvor abgelaufen. Dahinter steckt die Quotenregel, die jeder Olympia-Nation nur eine feste Anzahl Plätze erlaubt.

Olympia 2026: Neureuther bekam Schreiben wegen Kritik

Neureuther gab in Richtung von Kommentator Bernd Schmelzer ab, dass er jetzt wieder „das Fass aufmache“ und dieser ihm das „jetzt mal zu erklären“ versuchen soll. Schmelzer entgegnete, dass er sich auch schon darüber echauffiert habe.

Dann verriet Neureuther, dass er nach seiner Rede zuletzt sogar kontaktiert worden war: „Ich habe sogar ein Schreiben bekommen! Von oberster Stelle! Wieso ich mich darüber beschwere ...“. Für Schmelzer sei dies „die heutige Empörungskultur“, die sowas einfach nach sich ziehe.

Neureuther: „Man muss öffentlich Druck ausüben“

Neureuther verriet, dass er auch mit anderen Ex-Skiprofis über das Thema gesprochen habe, unter anderem Luc Alphand (Frankreich), Beat Feuz (Schweiz), Hans Knauß (Österreich): „Alle sagen das Gleiche.“

Für den 31-Jährigen steht deshalb fest: „Man muss da öffentlich Druck ausüben, dass die jungen Athleten eine Chance haben, bei Olympia zu starten, um Erfahrung zu sammeln und damit die Weltbesten am Start sind, sodass es ein sportlich fairer Wettkampf ist.“

Denn so würde manchem die Chance verwehrt werden, Medaillen zu gewinnen.

Ende Januar hatte Neureuther über die Quotenregel gepoltert: „Wir haben einen jungen Athleten, der die Olympia-Qualifikation schafft, aber nicht mitgenommen werden darf. Das ist ein Traum, den du als Kind hast. Du erfüllst das Kriterium – und wenn der dann nicht mitgenommen wird, gehe ich auf die Barrikaden. Das kann nicht sein.“