Ski-Legende Bernhard Russi hat sich zum schweren Sturz von Lindsey Vonn geäußert und dabei das Trainerteam der US-Amerikanerin kritisiert.
Olympia 2026: Legende erhebt Vorwürfe gegen Vonns Team
Vorwürfe gegen Vonns Trainer
Star-Trainer Aksel Lund Svindal und das US-Team hätten Vonn vor dem Start der Olympia-Abfahrt nicht genügend eingebremst, lautete sein Vorwurf.
„Vonns Trainern muss ich einen Vorwurf machen. [...] Olympiasieger wirst du nicht am vierten Tor. Wenn du das weißt, musst du dort eine gewisse Reserve am Tor haben“, betonte Russi im Podcast „Aprés Ski“ vom Schweizer Blick.
Der Schweizer habe schon während des gesamten Vonn-Comebacks Sorge vor zu viel Übermut gehabt.
„Ich hatte vor einem Angst gehabt: Dass sie es übertreibt, dass sie es mit der Brechstange erzwingt, so wie sie es vor fünf oder sechs Jahren in den letzten Rennen ab und zu gemacht hat“, resümierte Russi.
Lindsey Vonn: „Hat nichts mit einem Fehler zu tun“
Trotzdem habe Vonn bei ihrem Sturz vor allem Pech gehabt, als sie mit ihrem Arm am Tor hängen geblieben war.
„Das hat nichts mit einem Fehler zu tun. Das passiert auch sehr oft im Riesenslalom“, sagte Russi.
Vonn war bei der Olympia-Abfahrt in Cortina d’Ampezzo schwer gestürzt und hatte sich dabei eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen.
Die US-Amerikanerin zog bereits vor den Olympischen Winterspielen die Blicke auf sich, da bei ihr nur eine Woche zuvor ein Kreuzbandriss diagnostiziert wurde.
Vonn entschied sich trotz ihrer schweren Verletzung bei der Olympia-Abfahrt zu starten.