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Ukraine: Paralympischer Sport durch Krieg vor Kollaps

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Ukraine: Paralympischer Sport durch Krieg vor Kollaps

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Ukraine: Paralympischer Sport durch Krieg vor Kollaps

Ukraine: Paralympischer Sport durch Krieg vor Kollaps

Russlands Angriffskrieg gefährdet in der Ukraine auch die Zukunft des zuletzt ausgesprochen erfolgreichen Behindertensports.
Sorgen um die Zukunft: Behindertensport in der Ukraine
Sorgen um die Zukunft: Behindertensport in der Ukraine
© AFP/SID/THOMAS LOVELOCK
SID
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von SID

Russlands Angriffskrieg gefährdet in der Ukraine auch die Zukunft des zuletzt ausgesprochen erfolgreichen Behindertensports. Im Paralympics-Komitee schließt Präsident Waleri Suschkewitsch nach über zehn Wochen Krieg den völligen Zusammenbruch aller Strukturen des Sports für Behinderte in seinem Heimatland nicht mehr aus.

"Ich befürchte", sagte Suschkewitsch in einem Telefoninterview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP am Rande der Deaflympics in Rio de Janeiro, "dass der Behindertensport in der Ukraine sterben wird. Einige der besten paralympischen Sportler wissen nicht, ob sie ihren Sport noch ausüben können werden."

Suschkewitsch begründete die existenziellen Sorgen seiner Organisation mit den Auswirkungen des Krieges auf die Unterstützung durch die ukrainische Regierung. Seinen Angaben zufolge fließt aus Kiew mittlerweile kein Geld mehr, weil sämtliche verfügbaren Mittel für die Landesverteidigung bereitgestellt werden. Die internationalen Spiele der Gehörlosen an der Copacabana nutzt Suschkewitsch zur Sammlung von immer dringender benötigten Spenden für die ukrainische Paralympics-Bewegung.

Die Ukraine gehörte zuletzt bei Paralympics zu den erfolgreichsten Teams. Bei den Winterspielen in Peking belegte die Mannschaft mit elfmal Gold und 18 weiteren Podestplatzierungen im Medaillenspiegel Platz zwei. Im Vorjahr bei den paralympischen Sommerwettbewerben in Tokio erreichte die Ukraine mit 24 Erfolgen und 73 weiteren Podiumsrängen den sechsten Rang der Nationenwertung.

Gerade vor dem Hintergrund noch nicht abzusehender Folgen des Krieges für die Bevölkerung betont Suschkewitsch die Bedeutung des Behindertensports. Seine Bewegung würde einen Perspektive für Verletzte und Kriegsversehrte mit Amputationen darstellen können, sagte Suschkewitsch, "aber wenn der Behindertensport jetzt stirbt, wird es sehr schwierig, das wieder aufzubauen".

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