Die Disqualifikation des Damendoppels Miyu Kato (Japan) und Aldila Sutjiadi (Indonesien) bei den French Open hat für viel Furore gesorgt.
Tennis: Kato erhebt nach Disqualifikation schwere Vorwürfe gegen French Open
Schwere Vorwürfe nach Paris-Eklat
Kato hatte bei der Achtelfinalpartie gegen Marie Bouzkova (Tschechien) und Sara Sorribes Tormo (Spanien) nach einem Ballwechsel den Ball frustriert weggeschlagen und dabei unabsichtlich ein Ballmädchen am Kopf getroffen. Kato entschuldigte sich umgehend bei dem Mädchen.
Zunächst erhielten die Japanerin und ihre Partnerin auch nur eine Verwarnung, ehe sie nach heftigen Protesten der Gegnerinnen mit dem Verweis auf das weinende Mädchen doch noch disqualifiziert wurden. Nun hat sich Kato erstmals selbst zu den Vorwürfen geäußert - und dabei Vorwürfe gegen die Veranstalter der French Open erhoben.
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„Der Schiedsrichter und der Betreuer sprachen hinterher mit mir und sagten: ‚Wenn das Ballkind ein Junge gewesen wäre, wäre es in Ordnung gewesen‘“, erklärte sie im Interview mit dem Clay Magazine.
Kato kritisiert Disqualifikation bei French Open
Zudem habe auch die heftige Reaktion des Mädchen - sie hatte sichtbar körperliche Probleme und wurde unter Tränen vom Platz geführt - eine Rolle gespielt.
„Sie erklärten mir auch, dass sie, da das Mädchen mehr als 15 Minuten lang weinte, eine Entscheidung treffen mussten, denn, wenn sie nach fünf Minuten aufgehört hätte, wäre alles in Ordnung gewesen“, schilderte die 28-Jährige.
Auch ein Treffer auf die „Beine oder Arme“ hätten ihrer Erzählung nach nicht zu einer Disqualifikation geführt: „Weil es aber im Nacken war, war es anders.“ Auch der offizielle Einspruch blieb erfolgslos.
So verlor Kato die gesammelten Punkte und Prämien für den Einzug ins Achtelfinale, zudem die Siegchance auf ein historisches Grand-Slam-Double. Denn ein persönliches Happy End feierte die Japanerin dennoch bei Roland Garros.
Nahezu ohne Verständigungsmöglichkeiten ob der Sprachbarriere gewann Kato sensationell den Mixed-Titel mit dem Deutschen Tim Pütz.