Mit einer 0:2-Niederlage gegen Inter Mailand beendete Borussia Dortmund am Mittwochabend die Ligaphase der Champions League. Nach der Partie steht der Abgang von Innenverteidiger Aarón Anselmino erneut im Fokus.
BVB: Kehl bleibt nach Anselmino-Abgang gelassen
Anselmino? „Es wirft uns nicht um“
Nach zehn Einsätzen für den BVB in der Hinrunde aktivierte der FC Chelsea eine Klausel im Leihvertrag des Youngsters, um ihn im Winter vorzeitig zurückzuholen. „Das ist etwas gewesen, das wir mit Chelsea vereinbart hatten. Sie haben sich an diese Frist am Ende gehalten. Sie war auch nicht herauszuverhandeln“, bestätigte Sportdirektor Sebastian Kehl nach dem Spiel gegen Inter.
Anselmino? BVB-Boss bestätigt ähnliches Vorgehen
Dennoch merkte er auch an: „Wir haben das übrigens an unserer Stelle auch schon ein-, zweimal gemacht und haben Spieler dann auch schon im Winter zurückgeholt. Das ist mittlerweile ein gängiges Tool. Es war relativ spät kommuniziert, trotzdem haben wir es dann zu akzeptieren.“
Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton, Emre Can, Niklas Süle, Ramy Bensebaini und Youngster Filippo Mane verbleiben dem Trainer Niko Kovac nach dem Anselmino-Abgang als Optionen in der Innenverteidigung Grund genug für Kehl, einmal mehr zu betonen, keinen weiteren Spieler für diese Position verpflichten zu wollen.
„Es wirft uns nicht um. Wir haben auf dieser Position sechs Innenverteidiger, die allesamt auch verschiedene Positionen spielen können. Deswegen werden wir in dieser Konstellation auch weiter marschieren“, erklärte Kehl und führte aus: „Aarón wäre trotzdem gerne geblieben und wir hätten ihn trotzdem gerne bis zum Sommer gehabt. Aber das sind manchmal auch die Regeln. Chelsea hatte einen anderen Plan. Von daher: Weiter geht’s!“
Anselmino: Abgang trotz „Mehrwert“ aber Kehl sieht „Möglichkeiten“
Zu den Gerüchten, dass der FC Chelsea Anselmino direkt fest verkaufen könnte, um einen anderen Spieler zu verpflichten, wollte Kehl sich jedoch nicht äußern. „Das sind strategische Gedanken, die Chelsea hatte“, meinte der BVB-Boss. In Dortmund habe für Spieler und Klub eigentlich eine „gute Situation“ vorgeherrscht, in der Anselmino „seinen Mehrwert geliefert“ habe.
Mit Blick auf den kleinen Kader gegen Inter verwies er zudem auf baldige Besserung. „Wir konnten keinen Spieler mehr nachmelden, weil die Nachmeldung jetzt erst erfolgen kann. Da haben wir jetzt schon ein paar Möglichkeiten. Zudem waren heute ein paar Spieler verletzungsbedingt kurzfristig raus. Die werden alle dazukommen“, sagte Kehl und kündigte an: „Der Kader am Wochenende wird wieder deutlich größer aussehen. Wir haben im Moment keinen absoluten Bedarf, noch irgendwas machen zu müssen.“
Grundsätzlich sei der aktuelle Kader der Dortmunder „breit genug“ und das Vertrauen in die Spieler groß genug, um die eigenen Saisonziele zu erreichen.