Der BVB drückt aktuell ordentlich aufs Gaspedal – zumindest bei den Abgängen. Mit Pascal Groß (Brighton & Hove Albion) und Cole Campbell (Leihe nach Hoffenheim) haben bereits zwei Spieler den Verein verlassen.
Denkt der BVB jetzt doch um?
Transfer-Umdenken beim BVB?
Bei Julien Duranville arbeiten die Verantwortlichen um Sportdirektor Sebastian Kehl daran, eine ähnliche Lösung wie bei Campbell zu finden. Doch wie steht es um Neuzugänge? Bislang sahen die Dortmunder dafür keine Notwendigkeit, intern wird nun jedoch erneut darüber diskutiert.
BVB diskutiert über Neuzugänge
„Wir haben in den letzten Jahren häufig im Winter zugegriffen, weil wir auf der einen Seite sportlich nicht die Erwartungen erfüllt haben und auf der anderen Seite mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Das ist in diesem Jahr anders“, erklärte Kehl im Trainingslager in einer Medienrunde, in der auch SPORT1 anwesend war.
Im spanischen Marbella kam es zuletzt dennoch zu weiteren Gesprächsrunden, in denen die Notwendigkeit möglicher Verstärkungen erneut diskutiert wurde. Auch Sky berichtet über entsprechende Sitzungen. Dabei gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Art von Transfer sinnvoll wäre.
BVB denkt bei Winterneuzugängen perspektivisch
Kehl machte zudem deutlich, dass eine Verpflichtung „auch Sinn ergeben, finanzierbar sein, in die Struktur passen“ müsse, und ergänzte: „Es bringt nichts, Spieler dazuzuholen, die am Ende keine Rolle spielen und wirtschaftlich keinen Sinn ergeben.“
Sollte der BVB also doch noch einmal tätig werden, dann nicht in Form einer kurzfristigen Zwischenlösung bis zum Sommer. Ein potenzieller Neuzugang soll den Klub vielmehr langfristig und über die laufende Saison hinaus verstärken.
Wo sieht der BVB Bedarf?
Auch wenn das Winter-Transferfenster traditionell schwierig ist, könnte eine Verpflichtung im Januar den Druck aus den Sommerplanungen nehmen. Zudem würde ein perspektivischer Spieler frühzeitig Zeit zur Eingewöhnung erhalten. Doch auf welchen Positionen hält der BVB Ausschau?
Nicht akut, aber mit Blick auf die Zukunft steht ein klassischer Abräumer im zentralen defensiven Mittelfeld auf der Liste – auch wenn Felix Nmecha und Marcel Sabitzer, gelegentlich auch Jobe Bellingham, ihre Aufgaben in der bisherigen Spielzeit gut erledigten.
Darüber hinaus stehen ein kreativer Offensivspieler sowie ein klassischer Schienenspieler für die bevorzugte Kovac-Formation mit Dreier- bzw. Fünferkette hoch im Kurs. Auch die Verpflichtung eines Innenverteidigers wird diskutiert.
BVB will bei Transfers wieder Fantasie beweisen
Das Problem: Eine wirklich vertiefende Planung ist derzeit schwierig. Das hängt vor allem mit der Personalie Nico Schlotterbeck zusammen. Abhängig von seiner Zukunft gestalten sich sowohl die finanziellen Spielräume als auch der Bedarf in der Abwehr.
Zudem existiert der Wunsch, bei Transfers wieder mehr Fantasie zu beweisen. Dieser Aspekt soll künftig stärker berücksichtigt werden. Denn gerade solche Verpflichtungen waren es in der Vergangenheit häufig, die den BVB auf ein höheres sportliches Niveau hievten.