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Die spektakulärsten NBA-Wechsel: James, Nowitzki, Garnett und Co.

Dieser Trade schockte die NBA

Vor 16 Jahren übertrifft der Transfer von Kevin Garnett alles bisher Gewesene. Auch der Trade von Shaquille O‘Neal lässt die NBA erbeben. Die größten Coups der Geschichte.
Kyrie Irving einigte sich Medienberichten zufolge am ersten Tag der Free Agency auf einen neuen Deal mit den Dallas Mavericks. Der Spielmacher wird für drei Jahre 126 Millionen Dollar kassieren.
Vor 16 Jahren übertrifft der Transfer von Kevin Garnett alles bisher Gewesene. Auch der Trade von Shaquille O‘Neal lässt die NBA erbeben. Die größten Coups der Geschichte.

Am 31. Juli 2007 sprengen die Boston Celtics für Kevin Garnett alle Dimensionen. Der Superstar von den Minnesota Timberwolves kommt in einem Blockbuster-Trade nach „Beantown“ - im Gegenzug wechseln so viele Spieler wie noch nie den Klub.

Satte sieben Spieler plus zwei First-Round-Picks schickt Boston zu den T-Wolves, um mit Garnett, Paul Pierce und Ray Allen eine Big Three zu formen. Es ist zum damaligen Zeitpunkt der Trade mit den meisten Spielern, die für nur einen einzigen Akteur eingetauscht werden.

Der Move zahlt sich für Boston aus. Schon im ersten Jahr führt „KG“ die Celtics zusammen mit Pierce und Allen zum NBA-Titel.

Es ist einer der spektakulärsten Wechsel der NBA-Geschichte - wie auch die Blockbuster-Trades um Anthony Davis, Russell Westbrook oder Paul George im Sommer 2019. SPORT1 zeigt die 20 bedeutendsten Deals der vergangenen Jahrzehnte.

Platz 20: 76ers schicken Allen Iverson zu den Nuggets

Denkt man an die Philadelphia 76ers der jüngeren Vergangenheit, denkt man - trotz Lautsprecher Joel Embiid - sofort an Allen Iverson.

1999 führt er die Sixers erstmals nach acht Jahren wieder in die Playoffs. „The Answer“ entwickelt sich zur Punktemaschine und hat mit seinen unnachahmlichen Moves immer die passende Antwort.

Groß ist die Enttäuschung bei Iverson & Co. nach der Niederlage in den NBA-Finals gegen die Lakers. An diesen Erfolg kann Philly in den Folgejahren nicht anknüpfen. 2006 geben die 76ers Iverson an die Denver Nuggets ab.

Es ist kein Abschied in Frieden, der Trade ist von Iverson gewollt.

Platz 19: Robert Horry verlässt die Lakers

Auch das gibt es! 2003 entscheidet sich Robert Horry als Free Agent auf Wunsch der Familie für einen Wechsel von den Los Angeles Lakers zu den San Antonio Spurs.

Da alle seine Verwandten in Houston - und damit auch in Texas wohnen -, ist er ihnen nach langer Zeit wieder sehr nahe.

Auch bei den Spurs zieht „Big Shot Rob“ den Erfolg magisch an. Nach zwei Meisterschaften mit den Rockets (1994, 1995) und drei mit den Lakers (2000 bis 2002) gewinnt er mit den Spurs zwei weitere Titel (2005, 2007). Sicherlich sehr zur Freude der Familie.

Platz 18: Warriors holen Cousins zum Schnäppchenpreis

Die Golden State Warriors krallen sich 2018 mal eben noch den vielleicht besten Center der Liga - für gerade einmal 5,3 Millionen Dollar.

Auch wenn hinter DeMarcus Cousins nach seinem Achillessehnenriss ein Fragezeichen steht und er im Endeffekt nicht den erhofften Erfolg bringt - dieser Wechsel ist ein Hammer.

Platz 17: Warriors vereinen Paul und Curry

Im Sommer 2023 sorgen die Golden State Warriors wieder mit einem besonderen Deal für Aufsehen.

Von den Washington Wizards kommt Chris Paul, der die vergangenen drei Spielzeiten bei den Phoenix Suns verbrachte. Dafür müssen die Warriors Jordan Poole aufgeben, dazu einen Erstrundenpick und weitere Assets.

„CP3″ ist unumstritten einer der besten Point Guards der aktuellen Generation, seine Fähigkeit, Mitspieler in Szene zu setzen, ist in der NBA nahezu unübertroffen.

Spannend wird zu beobachten sein, wie sich die Warriors die Idee mit Paul, dem „Point God“ vorstellen. Schließlich bekleidet der 38-Jährige die identische Position wie NBA-Superstar Stephen Curry, der weiterhin Spielmacher Nummer eins bleiben wird.

Platz 16: Lakers mit Monster-Trade für Davis

In einem Monster-Trade holen sich die Los Angeles Lakers All-Star Anthony Davis.

Gleich drei Top-Talente und zahlreiche Draft-Picks bis ins Jahr 2025 machen die Lakers für den Big Man locker. Davis soll sie an der Seite von LeBron James wieder zum Titelanwärter machen.

Dafür müssen Lonzo Ball, Brandon Ingram und Josh Hart ihren Spind bei den Lakers räumen. Ein klarer Schritt in Richtung Meisterschaft.

Immerhin können die Lakers Kyle Kuzma behalten, der von allen Talenten im Roster bisher am verlässlichsten ist. Dennoch haben die Lakers eines der größten Pakete für einen einzelnen Spieler in der NBA-Geschichte geschnürt.

Platz 15: Celtics traden für Kyrie Irving

Kyrie Irving will die Cleveland Cavaliers verlassen - sein Wunsch geht im Sommer 2017 in Erfüllung. Dass die Cavs mit den Boston Celtics allerdings einen derartigen Mega-Trade einfädeln können, hat man nicht erwartet.

Schließlich beitzt das Team aus dem Osten mit Isaiah Thomas einen starken Point Guard, der das Team zum besten Regular Season Record geführt hat. Allerdings sorgt eine Hüftverletzung bei den Verantwortlichen für Fragezeichen. So schicken die Celtics Thomas, zwei weitere Spieler und und einen Erstrundenpick nach Cleveland.

Nicht weniger spektakulär ist der Trade, den die Dallas Mavericks im Febuar 2023 verkünden.

Die Mavs holen Irving von den Brooklyn Nets an die Seite ihres Superstars Luka Doncic und geben dafür in einem Tauschgeschäft Spencer Dinwiddie, Dorian Finney-Smith sowie ein Erstrunden- und zwei Zweitrunden-Draftpicks in den Big Apple. Im Gegenzug bekommen die Texaner neben Irving auch Markieff Morris.

Platz 14: Rockets holen sich Titelgarant

Für Clyde Drexler zahlt sich sein Wechsel im Februar 1995 von den Portland Trail Blazers zu den Rockets aus.

Mit „The Glide“ verteidigt das Team aus Texas die NBA-Meisterschaft erfolgreich.

Platz 13: Barkley geht zu den Rockets

Auch das „Großmaul der NBA“ ist Teil eines bedeutenden Wechsels der NBA.

Vier Spieler, unter anderem Sam Cassell und Robert Horry, schicken die Houston Rockets 1996 für Charles Barkley zu den Phoenix Suns.

An der Seite von Clyde Drexler und Hakeem Olajuwon will sich „Sir Charles“ seinen Traum von der Meisterschaft erfüllen - vergebens.

Platz 12: Heat mit Monster-Trade für O‘Neal

Am 14. Juli 2004 erschüttert ein Beben die NBA. Die Los Angeles Lakers schicken Superstar Shaquille O‘Neal zu den Miami Heat.

Im Gegenzug wechseln Caron Butler, Lamar Odom, Briant Grant und Draftpicks nach Los Angeles.

Das Tauschgeschäft beendet die legendäre Ära von O‘Neal und Kobe Bryant, die seit 1996 für L.A. spielen und in dieser Zeit drei Meisterschaften gewinnen. Doch permanente Streitigkeiten sind ebenfalls ein Teil der Zeit und ein Mitgrund für den Shaq-Trade.

Der Center, der einen Vertrag über 100 Millionen Dollar unterschreibt, verspricht Miami einen Titel - und liefert. 2006 drehen die Heat gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks einen 0:2-Rückstand in der Serie und feiern die Meisterschaft.

Platz 11: Durant schließt sich Warriors an

Der Wechsel von Kevin Durant 2016 schlägt hohe Wellen.

Der Superstar will nach acht Jahren bei den Oklahoma City Thunder ein neues Kapitel aufschlagen und schließt sich als Free Agent Titelfavorit Golden State Warriors an.

Durants Plan geht zwar auf, gleich im ersten Jahr holte er mit den Warriors den Titel und verteidigt ihn 2018. In Oklahoma City ist der 28-Jährige aber ab sofort die Hassfigur Nummer eins. Auch sein Wechsel zu Brooklyn 2019 ist ein Hammer.

Platz 10: Celtics holen Garnett

Der Trade von Kevin Garnett von den Minnesota Timberwolves zu den Boston Celtics sprengt 2007 alles bisher Dagewesene.

Sieben Spieler, inklusive zwei First-Round-Picks, erhalten die Timberwolves für „The Big Ticket“. Erst der Trade von Paul zu den Rockets mit acht Spielern als Gegenleistung löst den Deal von der Spitze ab.

Garnett verlängert seinen eigentlich bis 2009 laufenden Vertrag bei den Celtics gleich um drei Jahre - für 60 Millionen Dollar.

Die Investition in Garnett zahlt sich für Boston schnell aus. 2008 schlagen die Celtics ihren Erzrivalen Los Angeles Lakers in den Finals mit 4:2. In Spiel sechs ist Garnett mit 26 Punkten Topscorer.

Platz 9: Rodman erzwingt Bulls-Trade

Seine größten Erfolge feiert Dennis Rodman im Trikot der Chicago Bulls. 1996, 1997 und 1998 wird er zusammen mit Michael Jordan und Scottie Pippen Meister.

Dass es dazu überhaupt kommt, sorgt der Paradiesvogel mit einem von ihm selbst quasi herbeigeführten Trade.

Von 1993 bis 1995 spielt Rodman bei den Spurs. Dort führt das damals von den Detroit Pistons gekommene Muskelpaket in seiner zweiten Saison die Liste der besten Rebounder an.

Trotzdem fühlt er sich bei den Spurs nicht wohl und legt sich mit Coach mit Bob Hill an. Das Ergebnis: Der Trade zu den Bulls im Tausch gegen Will Perdue und der anschließende Threepeat.

Platz 8: Suns verscherbeln Bryant

Ja, auch Kobe Bryant taucht in dieser Liste auf. Eigentlich ist die „Black Mamba“ DAS Gesicht der Los Angeles Lakers in der jüngeren Vergangenheit.

Was heute nur noch eine Randnotiz ist: Bryant wird 1996 gar nicht von den Lakers gedraftet, sondern von den Charlotte Hornets.

Die verscherbeln den Shooting Guard dann aber noch vor dem ersten Saisonspiel nach Los Angeles, wo Bryant eine Welt-Karriere hinlegen soll.

Platz 7: O‘Neal verlässt Magic

Ein gewisser O‘Neal erschüttert die Basketball-Welt durch seine Team-Wechsel gleich mehrfach. Als Top-Pick der Orlando Magic reift „Diesel“ zu einem der dominantesten Center der NBA.

Doch dann der Schock: Da die Chemie im Team offenbar nicht mehr passt, verlässt Shaquille O‘Neal die Magic und schließt sich den Lakers an.

Er sorgt mit Kobe Bryant dafür, dass die Lakers Anfang der 2000er Jahre beinahe unschlagbar sind.

Platz 6: Bucks geben Nowitzki ab

Auch Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki ist in dieser Transfer-Liste vertreten.

Die Milwaukee Bucks schlagen im Draft 1998 auf Position neun zu, traden den langen Blonden dann aber schnell weiter nach Dallas.

Was folgt, ist NBA-Geschichte - und die Bucks trauern ihrer folgenschweren Entscheidung noch heute hinterher.

Platz 5: James geht zu den Lakers

Auch im Sommer 2018 zieht LeBron James alle NBA-Fans mit seiner Entscheidung in den Bann.

Zuvor lehnt „King James“ eine hochdotierte Option auf Vertragsverlängerung bei den Cavaliers ab. Die Teams stehen Schlange, um ihn von einem Wechsel zu überzeugen.

Am Ende machen die Los Angeles Lakers das Rennen um den viermaligen MVP. Dieser wird damit Teamkollege von Lakers-Spielmacher Lonzo Ball.

Bei den Lakers unterschreibt James einen Vierjahresvertrag, der ihm insgesamt 154 Millionen Dollar einbringt.

Platz 4: James-Rückkehr nach Cleveland

Dabei ist der verlorene Sohn noch 2014 in seine Heimat zurückgekehrt.

Nach viel bösem Blut um seinen Abschied und zwei Titeln in Miami wechselt LeBron James wieder nach Cleveland - inklusive der monströsen Feier und mit dem Titel 2016 als Krönung.

Platz 3: „The Decision“ von James

Begonnen hat alles vor langer Zeit: LeBron James ist ein Kind Clevelands, wird von den Cavaliers 2003 als Top-Pick gedraftet und reift in seiner Heimat zum Superstar.

Doch dann bricht er den Cavaliers-Fans die Herzen: Als frisch gebackener MVP wechselt „King James“ 2010 nach Miami, um sich endlich einen Meisterring an den Finger stecken zu können.

2012 und 2013 erfüllt er sich diesen Traum. Die Bitterkeit nach „The Decision“ hält nicht nur in Cleveland lange an.

Platz 2: Chamberlain geht nach Los Angeles

Der erste Monster-Trade der NBA spielte sich 1968 ab.

Wilt Chamberlain - mit 100 Punkten in einem einzigen Spiel ewiger Rekordhalter - wechselt von Philadelphia zu den Los Angeles Lakers und löst damit einen riesigen Aufschrei aus.

Der Center dominiert die Liga an der Westküste weiter und beendet seine Karriere als bis dato bester Scorer der NBA.

Platz 1: Abdul-Jabbar verlässt Bucks

Überholt wird Chamberlain in dieser Kategorie später von einer anderen Legende: Kareem Abdul-Jabbar - dieser wird schon mit 24 Jahren MVP und führt die Milwaukee Bucks 1971 zur damals ersten Meisterschaft der Franchise-Geschichte.

Vier Jahre später versetzt er den Bucks mit seinem Wechsel zu den Lakers einen Stich ins Herz. In L. A. macht sich „Cap“ mit fünf NBA-Titeln endgültig unsterblich.