Home>US-Sport>NBA>

Das große Zittern zweier NBA-Großmächte

NBA>

Das große Zittern zweier NBA-Großmächte

{}
{ "placement": "banner", "placementId": "banner" }
{ "placeholderType": "BANNER" }

NBA-Großmächte taumeln gefährlich

Der Kampf um die NBA-Playoffs geht in die heiße Phase. Zwei Top-Teams müssen dabei noch ganz schön bangen.
Bei der NBA-Partie der Golden State Warriors und der Los Angeles Lakers dauern die letzten 2 Nettospielminute insgesamt 23 Minuten an. Grund war ein technischer Defekt.
smuehlen
smuehlen

Ab 16. April ist es soweit. Dann geht in der NBA die heiße Saisonphase los, denn die Playoffs stehen an.

{ "placeholderType": "MREC" }

Doch schon jetzt geht es für einige Teams um Erfolg oder Scheitern. Während an der Spitze noch um die so wichtigen Platzierungen gekämpft wird, geht es auch noch um die verbleibenden Plätze für das Play-In-Turnier.

Dabei müssen mit den Los Angeles Lakers und Golden State Warriors auch zwei große Namen um den Einzug in die Postseason bangen.

Warriors mit Achterbahnfahrt

Eigentlich waren die beiden Teams mit großen Ansprüchen in die Spielzeit gestartet. In der Vorsaison standen sie sich im Playoff-Halbfinale der Western Conference gegenüber, das die Lakers mit 4:2 gewannen.

{ "placeholderType": "MREC" }

Diese Pleite wollten die Warriors unbedingt auswetzen, denn schließlich verhinderte der Rivale aus Los Angeles ihnen die erhoffte Titelverteidigung. Dafür holte man mit Chris Paul einen weiteren Superstar ins Team, schickte allerdings Jordan Poole weg.

Doch statt der großen Revanche-Tour war es eine turbulente Saison in Oakland. Zwar startete die Star-Truppe um Stephen Curry mit sechs Siegen aus den ersten sieben Partien, doch wenig später hagelte es sechs Niederlagen in Folge.

Diese Achterbahnfahrt setzte sich auch in der Folge fort, sodass die Warriors bei noch neun ausstehenden Begegnungen nur auf Rang zehn in der Western Conference stehen.

„Keine Identität!“ Ex-Profi geht hart mit den Warriors ins Gericht

„Das Warriors-Team hat keine Identität“, polterte jüngst Ex-Profi Paul Pierce in der Talkshow Undisputed. Als Beweise dafür lieferte er die ungewohnte Heimschwäche und die fehlende Stammformation.

{ "placeholderType": "MREC" }

Trainer Steve Kerr wechselte im Laufe der Saison bereits 22-mal seine Startaufstellung - so häufig wie selten zuvor. So musste mal Paul weichen, aber auch der ansonsten so unantastbare Klay Thompson. Lediglich Curry ist weiterhin nicht aus der Starting Five wegzudenken.

Dabei ist der Superstar alles andere als fehlerfrei in dieser Spielzeit. Es lässt ihn vor allem sein sonst so verlässlich fallender Dreier immer wieder im Stich. So endete im Dezember seine 268 Partien andauernde Serie von mindestens einem erfolgreichen Distanzwurf. Zu allem Überfluss passierte ihm dies sogar noch zweimal.

Warriors-Star wird zum Dauerproblem

Hinzu kommen die elenden Ausraster von Draymond Green, der vor wenigen Tagen bereits zum vierten Mal in dieser Spielzeit einen Feldverweis erhielt.

Damit nervt der eigentliche Anker in der Defensive sogar sein eigenes Team. „Es ist unverzeihlich“, kritisierte Kerr seinen Schützling, der bereits nach drei Spielminuten gegen die Orlando Magic zum Duschen geschickt wurde.

Eine Trennung scheint eigentlich unvermeidlich, allerdings unterschrieb Green im Sommer erst einen neuen Vier-Jahres-Vertrag. Auch Kerr verlängerte im Saisonverlauf sein zum Spielzeitende auslaufendes Arbeitspapier um zwei weitere Jahre.

Wenn du hier klickst, siehst du Twitter-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Twitter dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

„Sie werden im Sommer einige harte Entscheidungen treffen müssen“, forderte Pierce die Franchise zum Handeln auf.

Machbares Restprogramm für die Warriors

Doch bis dahin will das Kerr-Team den Einzug in das Play-In-Turnier absichern. Dabei warten mit den bereits ausgeschiedenen San Antonio Spurs, Portland Trail Blazers und Utah Jazz vermeintlich leichte Aufgaben.

Deutlich schwieriger dürften die beiden Duelle gegen die Dallas Mavericks sowie das Heimspiel gegen die New Orleans Pelicans werden.

Eine Vorentscheidung über den Postseason-Einzug könnte es schon am 5. April geben, denn dort kommt es zum direkten Aufeinandertreffen mit den Houston Rockets. Die beiden Teams trennt derzeit nur einen Sieg.

Lakers zu abhängig von James?

Helfen könnte aber auch ein Sieg gegen die zweite kriselnde Großmacht, die Los Angeles Lakers. Die so ruhmreiche Franchise erlebte ebenfalls eine Spielzeit voller Höhen und Tiefen.

Zwar gelang der Franchise der Premierensieg im neugeschaffenen In-Season-Turnier, doch darüber hinaus wechselten sich Sieges- und Niederlagenserie regelmäßig ab.

Zu häufig wiegt die Hauptlast schwer auf den Schultern eines alternden LeBron James. Der Superstar liefert zwar weiterhin starke Zahlen für einen 39-Jährigen ab, dennoch sind ihm die Strapazen einer 82-Spiele-Saison immer häufiger anzusehen.

Mit 17,8 Feldwürfen pro Spiel weist er den schwächsten Wert seit seiner letzten Saison bei den Miami Heat 2013/14 auf. Das wirkt sich jedoch positiv auf seine Wurfquote aus, die noch nie so gut seit seinem Lakers-Wechsel war.

Lakers-Prunkstück wackelt gewaltig

Besonders auffällig ist, dass eine eigentliche Stärke der Lakers zu einem großen Problem geworden ist. Es mangelt dem Team an guten Verteidigern.

In vielen Kategorien befindet sich die Mannschaft nur im unteren Drittel. Dabei sticht die Schwäche beim Rebound ins Auge. Nur zwei Teams erlauben noch mehr Offensive Rebounds als die Lakers.

Anthony Davis, der weiterhin immer mal wieder verletzungsbedingt aussetzen muss, monierte im Saisonverlauf bereits die „fehlende Kommunikation“ in der Defensive. „Wir müssen in der Lage sein zu verteidigen, vor allem, wenn du gegen ein solches Team spielst. Wir müssen versuchen, ihnen keine Luft zum Atmen zu geben“, sagte Davis nach 150:145-Krimi gegen die Indiana Pacers.

Lakers nun Offensivmacht

Das Duell war ein gutes Beispiel dafür, was in dieser Saison bei den Lakers gut und schlecht läuft. Während hinten kaum etwas zusammenläuft, glänzt die Offensive sehr häufig.

In diesem Kalenderjahr zählen Davis, James und Co. zu den gefährlichsten Scorern der Liga. Ihr Schlüssel zum Erfolg: die Wurfquote. 49,7 Prozent aller Versuche aus dem Feld finden ihren Weg durch die Reuse, nur die Pacers (50,5 %) und Oklahoma City Thunder (49,9 %) sind noch treffsicherer.

Dabei sticht besonders die verbesserte Dreierquote ins Auge. Das Team steigerte sich von 34,6 auf 37,7 Prozent - ein absoluter Top-Wert.

Wenn du hier klickst, siehst du Twitter-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von Twitter dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Da ist es fast zwangläufig, dass die Lakers im besagten Spiel gegen die Pacers die meisten Punkte seit dem 2. Januar 1987 auflegten.

Wochen der Wahrheit für Lakers und Warriors

Besonders diese Offensivpower gibt für die verbleibenden acht Spiele Hoffnung. Dort warten mit den Toronto Raptors, Washington Wizards, Brooklyn Nets und Memphis Grizzlies noch einige leichtere Aufgaben. Auf der anderen Seiten duelliert sich das Team von Head Coach Darvin Ham noch mit den Top-Teams aus Minnesota und Cleveland sowie den direkten Konkurrenten Warriors und Pelicans.

Mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Partien können die Lakers aber mit viel Selbstvertrauen in den Saisonendspurt gehen. Dabei dürfen sie sich aber keine Ausrutscher erlauben, denn die Rockets haben nur zwei Niederlagen weniger kassiert.

Es werden also wichtige Wochen für die Lakers und Warriors. Bei einem Verpassen der Playoffs dürfte es in den Basketball-Hochburgen ordentlich rumoren.