Es sind noch nicht die Olympischen Winterspiele der deutschen Biathlon-Damen, zumindest was die Einzelwettbewerbe angeht. Neben der starken Konkurrenz müssen sich die DSV-Skijägerinnen auch noch mit zwei Krankheitsfällen beschäftigen.
Olympia 2026: Magenprobleme bei Vanessa Voigt - "Merke es rumpeln"
Voigt: „Habe die ganze Zeit Hunger“
Janina Hettich-Walz verpasste den Sprint-Wettbewerb aufgrund von Magenproblemen - auch Vanessa Voigt hatte Beschwerden. Die 28-Jährige musste nach ihrem vierten Platz im Einzelrennen zwei Tage auf ihrem Zimmer verbringen und entschied sich erst kurzfristig für einen Start im Sprint.
Voigt spricht über Symptome: „Merke es rumpeln im Bauch“
Nach ihrem zwölften Rang im Sprint gab Voigt immerhin leichte Entwarnung. „Mir geht es den Umständen entsprechend. Ich merke es manchmal so ein bisschen rumpeln im Bauch“, schilderte sie auf SPORT1-Nachfrage.
„Ich habe tatsächlich auch die ganze Zeit Hunger, weil ich die letzten 48 Stunden nicht so viel runterbekommen habe“, führte sie weiter aus. Vor dem Verfolger, bei dem sich Voigt als gute Schützin viel ausrechnet, möchte sie aber zunächst „etwas leichtes“ essen.
Bitterling äußert klarem Verdacht
Positiv ist aus Sicht des deutschen Teams, dass nach den Problemen von Voigt und Hettich-Walz keine weiteren Symptome aufgetaucht sind. Laut Sportdirektor Felix Bitterling sei wohl auch kein Virus im Umlauf. Vielmehr haben die Athletinnen vermutlich etwas Falsches gegessen, was zu den Magenproblemen geführt habe.
„Es ist soweit ok. Wir gehen davon aus, weil es im tschechischen Team das Gleiche war, dass wir einfach etwas Falsches gegessen haben“, sagte Bitterling in einer Medienrunde: „Die tschechische und deutsche Küche ist die gleiche, von daher liegt es nahe, dass beide etwas zu sich genommen haben, das nicht ideal auf den Magen gewirkt hat.“
Letztlich sei es ein Problem von „einer Nacht“ gewesen. Hettich-Walz habe es aber 24 Stunden später als Voigt erwischt, weshalb es bei ihr für den Sprint „nicht mehr gereicht“ habe.
Deutsches Team ergreift Maßnahmen: „Haben separiert“
Das deutsche Team hat nach den Symptomen bei Hettich-Walz und Voigt direkt Maßnahmen ergriffen. „Wir haben sie ein bisschen separiert sowie alles reinigen und desinfizieren lassen. Derzeit sieht es stabil aus. Von den Betreuern oder anderen Athleten hat keiner Symptome“, stellte Bitterling klar.
Die deutschen Athletinnen bestätigten dies nach dem Sprint-Rennen auch. „Ja, bei mir ist alles stabil. Ich bin ins Einzelzimmer gegangen, um mich zu schützen“, erklärte Franziska Preuß auf SPORT1-Nachfrage. Nachdem sich zuvor die sechs deutschen Athletinnen ein Apartment geteilt hatten, habe man sich nun „nochmal aufgeteilt“.
Selina Grotian und Julia Tannheimer bestätigen ebenfalls, sich fit und gesund zu fühlen.