Die infolge des Anzug-Skandals gesperrten norwegischen Skisprung-Funktionäre Magnus Brevig, Thomas Lobben und Adrian Livelten haben ihre Strafen öffentlich in Frage gestellt.
Skispringen: "Unverhältnismäßig heftig!" - Norweger wehren sich
„Reaktion unverhältnismäßig heftig“
„Wir empfinden die Reaktion im Vergleich zu früheren Praktiken in ähnlichen Fällen als unverhältnismäßig heftig, und es fällt uns schwer zu verstehen, dass wir in vergleichbaren Situationen anders behandelt werden als andere“, teilte das Trio über seinen Anwalt dem norwegischen Fernsehsender NRK mit.
Das Trio wurde wegen ihrer Mitwirkung am Skandal um manipulierte Sprunganzüge bei der Nordischen Ski-WM 2025 vom internationalen Skiverband (FIS) für 12 Monate gesperrt und mit einer Geldstrafe von über 5000 Euro belegt.
Einspruch vor Sportgerichtshof?
Laut dem norwegischen Medienbericht sollen die Norweger nun auch eine Berufung vor dem Sportgerichtshof (CAS) nicht ausschließen.
„Unserer Meinung nach wirft dies grundlegende Fragen zu Gleichbehandlung, Vorhersehbarkeit und Verhältnismäßigkeit auf. Und aus der Praxis des CAS folgt, dass sportliche Sanktionen nicht durch das allgemeine Bedürfnis gerechtfertigt werden können, Signale zu senden, wenn dies bedeutet, dass Einzelpersonen schwerer getroffen werden als aus der bestehenden Praxis folgt“, erklärte ihr Anwalt.
TV-Expertin stellt Sperre in Frage
Auch die norwegische TV-Expertin und ehemalige Skispringerin Maren Lundby stellt die Sperre der Norweger in Frage.
„Ich bin ein wenig überrascht. Zumindest, wenn man bedenkt, dass es in der Vergangenheit ähnliche Situationen gab und es nicht auf die gleiche Weise bestraft wurde“, erklärte die 31-Jährige.