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AEW: Neuer Wirbel um Skandal-Abgang von CM Punk - das steckt dahinter

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AEW: Neuer Wirbel um Skandal-Abgang von CM Punk - das steckt dahinter

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Neuer CM-Punk-Wirbel: Hintergründe

Neuer CM-Punk-Wirbel: Hintergründe

Bei AEW Full Gear rufen die Fans beim Comeback-Match von Kenny Omega und den Young Bucks „F**k CM Punk“. Die Reaktion der Bucks löst Kritik aus.
Bei AEW Full Gear stimmten die Fans Schmährufe gegen CM Punk an
Bei AEW Full Gear stimmten die Fans Schmährufe gegen CM Punk an
© AEW
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann

Der große reale Eklat um Wrestling-Superstar CM Punk hat offensichtlich auch seine Fans verstimmt - zumindest die bei AEW.

Bei Full Gear, dem ersten Pay Per View nach den folgenschweren Vorfällen bei All Out haben die Zuschauer in Newark nicht nur das Comeback seiner internen Widersacher Kenny Omega und The Young Bucks frenetisch bejubelt. Der 44-Jährige bekam auch verächtliche Rufe während des Matches der Elite gegen das Death Triangle. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu AEW)

Im Lauf des Kampfs gab es zwischenzeitlich einen lauten „F**k CM Punk“-Sprechchor. Er war auch als Kompliment an die starke Ringleistung Omegas und der Brüder Nick und Matt Jackson gedacht, eine unüberhörbare Botschaft an Punk war es jedoch auch - und die Reaktion der Jacksons löste Wirbel aus.

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„F**k CM Punk“: Kritik an Reaktion der Liga

Die Rufe sind eine Ironie der Wrestling-Geschichte, wenn man bedenkt, wie emotional Punks Comeback nach fast acht Jahren Pause im vergangenen Jahr bejubelt wurde – und wie sehr die Rufe nach ihm zu einem Fankultur-Phänomen geworden waren, nachdem er 2014 auch bei WWE in bitterem Streit geschieden war.

  • CM-Punk-Hammer bei WWE? „Sehe es immer deutlicher vor mir“: Heelturn - der SPORT1 Wrestling Podcast - die aktuelle Folge auf SPORT1, Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

Berichte, dass die Bucks die Rufe in gewisser Weise „angeheizt“ hätten und die Kameras weggeschaltet hätten, haben sich mittlerweile durch ein Fanvideo bestätigt. Der in den sozialen Medien verbreitete Clip zeigt, dass beide Bucks sich in pointierter Gestik zu den Fans umdrehen und schließlich einen „Fist Bump“ geben. Matt führte auch ein amüsiertes kleines Tänzchen auf, in dem er auf seinen Schritt deutete - eine Variation des „Crotch Chops“, das die D-Generation X und die nWo in den Neunzigern berühmt gemacht hatten. Der „Crotch Chop“ war auch im TV kurz zu sehen, das Zuschauervideo verdeutlichte den Kontext.

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Zum Teil löste das Verhalten Kritik aus, dass die beiden Ligamitgründer in ihrer Rolle als immer noch amtierende Vizepräsidenten und Repräsentanten der Promotion zu weit gegangen seien. „Dass EVPs sowas tun, ist lächerlich“, schrieb Steven Muehlhausen, Kampfsport-Reporter der US-Version von DAZN.

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Young Bucks und Kenny Omega nach Suspendierung zurück

Nach All Out hatte der frisch als World Champion gekürte Punk in einer mittlerweile berüchtigten Pressekonferenz die Bucks, Omega und den mit ihnen befreundeten Ex-Champion Hangman Page wegen eines internen Konflikts wüst beschimpft.

Anschließend kam es zu einer Backstage-Prügelei zwischen Punk und dem mit ihm befreundeten Producer Ace Steel auf der einen sowie Omega und den Bucks auf der anderen Seite.

Boss Khan suspendierte zunächst sowohl Punk als auch „The Elite“, in einer Geheimuntersuchung durch externe Ermittler wurden die Bucks und Omega dann entlastet und Punk als Verursacher der Schlägerei ausgemacht. Steel ist mittlerweile gefeuert worden, mit Punk wird über eine Vertragsauflösung verhandelt.

Young Bucks waren in besonderem Maße Punks Zielscheibe

Die Bucks waren bei Punks PK in besonderem Maße Zielscheibe: Er warf ihnen vor, Medienvertreter mit „Lügen“ über ihn gefüttert zu haben (was mehrere Journalisten, die über das Thema berichtet hatten, zurückwiesen) - und nannte sie verächtlich „verantwortungslose Leute, die sich exekutive Vizepräsidenten nennen, aber keinen f**king Target Store leiten könnten“. Target ist ein amerikanisches Pendant zu Aldi oder Lidl.

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Die Bucks haben damals wie heute nicht öffentlich auf Punks Vorwürfe reagiert (aktuell ist es auch Firmenlinie wegen des potenziellen Rechtsstreits mit Punk). Eine Art von Antwort von AEW war aber die Inszenierung des Comebacks, bei der die Verdienste von Omega und den Bucks um die Gründung und den Aufbau der Liga stark betont wurden - gerade der Beitrag der Bucks hinter den Kulissen gilt als integral, es heißt, dass das Projekt AEW verloren gewesen wäre, hätten sie damals in der Aufbauphase das Angebot von WWE angenommen.

Auch die Auswahl des Songs „Carry on Wayward Son“ von Kansas wurde teils als Stichelei gegen Punk gelesen (“Mach weiter, mein missratener Sohn. Wenn du gegangen bist, wird Frieden sein. Leg deinen müden Kopf zur Ruhe und wein nicht mehr“).

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Der Wrestling Observer berichtete aber schon Full Gear, dass der Song für die Bucks eine tiefere Bedeutung hätte: Sie und Vater seien große Fans der Band und hätten den berühmtesten Song schon bei ihren ersten Wrestling-Gehversuchen als Theme verwendet.

Das von den Bucks zwischenzeitlich als Trademark angemeldete „Wayward Sons“ lässt sich auch als Selbstironie lesen und Bezugnahme auf traditionalistische Kritiker wie Manager-Legende Jim Cornette, die den erfolgreichen Spektakel-Stil der Bucks als unrealistische Verirrung sehen und die Bucks als Totengräber des Wrestlings. Die Bucks haben den Vorwurf „Killing the Business“ zum Namen ihrer Autobiografie gemacht.

CM Punk vs. AEW: Fronten weiter verhärtet

Ursprung des aktuellen Konflikts war eine zwischenzeitliche Ausbootung von Punks ehemals bestem Freund Colt Cabana, der bei AEW als Wrestler und Producer für Matches und Segmente gearbeitet hatte. Khan hatte Cabana in letzterer Rolle nicht mehr eingesetzt und ihn als Wrestler in die Schwesterliga ROH verschoben. Im selben Zeitraum wurde Steel eingestellt.

Der interne Ärger über Punk war hochgekocht, weil der Verdacht aufkam, dass er Cabanas Aus gefordert hätte (zwischenzeitlich war auch im Gespräch, dass AEW Cabanas Vertrag auslaufen lassen würde). Punk hat das zurückgewiesen, auch Khan stützte dessen Darstellung nach Full Gear ein weiteres Mal. Punk und Cabana hatten sich über die Finanzierung eines teuren gemeinsamen Rechtsstreits gegen WWE hässlich zerstritten und sich gegenseitig verklagt.

Wie der bekannte Wrestling-Journalist Dave Meltzer zuletzt in seinem Wrestling Observer Newsletter berichtete, gibt es in der AEW-Kabine weiter Stimmen, die anhaltend überzeugt sind, dass Punk Strippenzieher hinter der Cabana-Affäre war.

Der Streit zwischen Punk und der Liga soll sich zudem „verschlimmert“ haben, seit Khan Cabana jüngst für ein Match gegen den einflussreichen Ligaveteran Chris Jericho zu AEW zurückbrachte - der sich in dem Konflikt auch gegen Punk positioniert hat.

Punk ist inzwischen als Kommentator für die Liga CFFC in die Öffentlichkeit zurückgekehrt und hat in dem Job mehrfach sarkastische Pfeile in Richtung AEW geschossen. Es wird immer lauter spekuliert, dass er nach Klärung seiner Vertragssituation wieder bei WWE landen könnte.

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