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Am Tag nach dem letzten großen TV-Auftritt war die WWE-Ikone tot

Das tragische Finale einer Ikone

Heute vor zwölf Jahren hatte Wrestling-Idol The Ultimate Warrior seinen letzten großen TV-Auftritt, um sein Lebenswerk bei WWE zu feiern. Am Tag danach war er tot.
Der Ultimate Warrior bei seinem letzten WWE-Auftritt einen Tag vor seinem Tod
Der Ultimate Warrior bei seinem letzten WWE-Auftritt einen Tag vor seinem Tod
© WWE
Heute vor zwölf Jahren hatte Wrestling-Idol The Ultimate Warrior seinen letzten großen TV-Auftritt, um sein Lebenswerk bei WWE zu feiern. Am Tag danach war er tot.

Es war ein überraschend versöhnlicher Abschluss einer legendären, aber enorm kontroversen Karriere – der in tragischer Erinnerung blieb.

Am 7. April 2014 – heute vor zwölf Jahren – absolvierte Wrestling-Ikone Ultimate Warrior seinen letzten TV-Auftritt bei WWE, wo das Lebenswerk des früheren Champions im Rahmen der Megashow WrestleMania nochmal groß gefeiert wurde. Einen Tag später war er tot.

Ultimate Warrior: Populär und hochumstritten

24 Jahre zuvor hatte der als Jim Hellwig geborene Warrior seinen größten Moment bei der damaligen WWF. Er entthronte in einem Gigantenduell bei WrestleMania VI das langjährige Aushängeschild Hulk Hogan und schien der neue Fackelträger der Liga zu werden.

Das schillernde Muskelpaket, berühmt für seine mitreißend intensiven Ringauftritte, erlangte mit seiner Superhelden-Aura Berühmtheit weit über die Showkampf-Branche hinaus: In einem TV-Special warf er Pop-Legende Phil Collins durch den Ring, viele Jahre später feierte NBA-Idol LeBron James einen seiner Meistertitel in einem Warrior-Fanshirt.

Trotz der großen Popularität ist das Erbe des Warriors zwiegespalten: Er galt als schwieriger Charakter, der die Liga dreimal nach Streits und Skandalen verließ – und sich später mit ihr einen langen Rechtsstreit um die Markenrechte an seinem Charakter lieferte. WWE war so nachhaltig vergrätzt, dass sie im Jahr 2005 sogar eine Schmäh-DVD mit dem Titel „The Self-Destruction of the Ultimate Warrior“ produzierte.

Viel Kritik erntete der Warrior über die Jahre auch mit politisch rechtslastigen, teils schlicht inhumanen Wortmeldungen – etwa als er öffentlich Schadenfreude über die schwere, letztlich tödliche Krebserkrankung der WWE-Legende Bobby Heenan bekundete („Nicht mal Vince hätte sich das schöner ausdenken können, Karma ist eine schöne Sache.“)

Überraschende Versöhnung nach langem Zerwürfnis

Vor diesem Hintergrund kam es unerwartet, dass der Warrior Anfang 2013 seine Versöhnung mit WWE verkündete – und seinen ersten Auftritt bei einem WWE-Fanevent seit dem scheinbar endgültigen Bruch in den Neunzigern.

Im Jahr darauf zog er vor dem Megaevent WrestleMania 30 im Superdome von New Orleans in die Hall of Fame der Liga ein, mit einer emotionalen Rede, in der er mal keine offenen Rechnungen beglich, sondern eine aufrichtig wirkende Liebeserklärung an das Wrestling und seine alten Kollegen formulierte. Hinter den Kulissen gab es auch ein letztes, emotionales Wiedersehen mit dem alten, im vergangenen Jahr verstorbenen Rivalen Hogan.

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Am Tag nach Mania trat der Warrior bei der TV-Show Monday Night RAW nochmal vor die jubelnden Fans und hielt noch einmal eine Ansprache – mit den Themen Tod und Vermächtnis.

„Irgendwann macht jedes Herz seinen letzten Schlag, jede Lunge ihren letzten Atemzug“, dichtete der Warrior in seiner gewohnt eigenwillig-blumigen Poesie: „Wenn es dieser Mann in seinem Leben geschafft hat, das Blut und den Pulsschlag im Körper anderer Leute anzuregen, sie an etwas glauben zu lassen, das größer ist als das Leben, dann wird sein Geist unsterblich werden.“

Am Tag darauf wurden WWE-Fans von der Todesnachricht des Warrior erschüttert.

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Tod am Tag nach letztem WWE-Auftritt

Am 8. April 2014 brach der Warrior auf dem Weg von seinem Hotelzimmer zum Auto zusammen, erlitt im Alter von nur 54 Jahren einen letztlich tödlichen Herzinfarkt.

Nach dem Drama ließen diverse WWE-Stars wissen, dass er schon am WrestleMania-Wochenende in einem schlechten Zustand zu sein schien. Es wurde spekuliert, dass der Warrior seinen Tod vorausahnte und womöglich auch deswegen plötzlich milde wurde.

Beigetragen hat der Warrior zu seinen gesundheitlichen Problemen auch selbst: Er machte keinen Hehl daraus, dass er beim Aufbau seines muskulösen Körpers massiv mit Steroiden nachhalf (auch deshalb wurde er in den Neunzigern, als die WWF von einem großen Doping-Prozess erschüttert wurde, zur Belastung).

Nach seinem Tod war bei WWE keine Rede mehr von den Streits und Kontroversen der Vergangenheit, die Liga verleibte sich den Helden-Mythos ein, verlieh jährlich bei der Hall-of-Fame-Zeremonie einen „Warrior Award“, nutzte den Namen auch für eine Kampagne gegen Brustkrebs.

Kritik, dass WWE bei derartigen Würdigungen die Schattenseiten des Warriors durch Aussparung verwischte, ließ die frühere Firmenführung unter dessen Freundfeind Vince McMahon an sich abperlen. Nach dem unfreiwilligen Ende der Ära McMahon Anfang 2024 wurde der Warrior Award allerdings nicht mehr vergeben.