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Juliane Wolf (r.) erleidet Herzmuskelentzündung
Juliane Wolf (r.) erleidet Herzmuskelentzündung © AFP/SID/YASUYOSHI CHIBA
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Para-Tischtennis-Nationalspielerin Juliane Wolf leidet als Folge einer Infektion mit dem Coronavirus an einer Herzmuskelentzündung.

Para-Tischtennis-Nationalspielerin Juliane Wolf leidet als Folge einer Infektion mit dem Coronavirus an einer Herzmuskelentzündung. "Damit ist nicht zu spaßen, ich muss mich wirklich schonen. Meine Kardiologin hat gesagt, ich soll darauf achten, dass mein Puls nicht über 120 geht ? damit ist normales Training momentan so gut wie ausgeschlossen", sagte die 32-Jährige.

Wolf und ihr Lebensgefährte Thomas waren im November an COVID-19 erkrankt. Mit Schwindel, Übelkeit, allgemeiner Erschöpfung sowie dem Verlust des Riechens und Schmeckens seien die Symptome zunächst nicht allzu "schwerwiegend" gewesen, teilte der Deutsche Behindertensportverband (DBS) mit. Eine sportmedizinische Untersuchung habe auch keine Anzeichen für Nachwirkungen der COVID-19-Erkrankung ergeben.

Die Herzmuskelentzündung wurde dann zufällig entdeckt. Wolf, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Goethe Universität in Frankfurt, nahm dort an einer Studie zu Herzmuskelentzündungen als Folge von Corona-Infektionen teil. Dort wurde die sogenannte Myokarditis dann festgestellt, die einen besonderen Risikofaktor für den plötzlichen Herztod darstellt. 

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Die unter Haltungs- und Bewegungsstörungen leidende Mannschaftseuropameisterin von 2017 sieht ihren Fall als "Warnung" für alle Sportler, "sich unbedingt gründlich untersuchen zu lassen, bevor sie wieder ins Training einsteigen", so die Wahl-Frankfurterin: "Gerade Leistungssportler sind durch ihre hohen Belastungen in einem solchen Fall sehr gefährdet."

Seit über zwei Monaten pausiert Wolf schon mit dem Training, ihr Ziel von einer Medaille bei den Paralympics in Tokio (24. August bis 5. September) rückt damit in weite Ferne. Eine Rückkehr in den Trainingsbetrieb ist frühestens für Anfang Februar angedacht.

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