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München - Für den geplanten Neuaufbau setzen Uli Hoeneß und der FC Bayern auf junge Spieler statt auf "Alibikäufe". Kritik an der aktuellen Transferpolitik weist der Präsident zurück.

Nach dem verpassten Triple der vergangenen Saison und dem Karriereende von Philipp Lahm und Xabi Alonso bastelt der FC Bayern wie angekündigt an einem Neuaufbau mit vor allem jungen Spielern.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat im kicker über die derzeitige Transferpolitik des deutschen Rekordmeisters gesprochen und jegliche Kritik zurückgewiesen. "Wenn wir es erzwingen wollen, dass wir Champions-League-Sieger werden, müssen wir viel Geld rausschmeißen. Von Alibikäufen halte ich aber nichts", erklärte der 65-Jährige.

Keine "Granaten"

Nachdem mit Corentin Tolisso, Niklas Süle und Serge Gnabry gleich drei Spieler unter 23 Jahren verpflichtet wurden, gab es zuletzt Kritik, dass der richtige Transfercoup noch fehle. Zumal Hoeneß selbst von möglichen "Granaten" sprach, die kommen sollten.

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Die jetzige Transferpolitik verteidigt Hoeneß nun: "Wir reden alle von einem Neuaufbau und dass die Zukunft des FC Bayern München gestaltet werden muss – und dann macht das der FC Bayern, holt junge Spieler im Alter zwischen 20 und 22 Jahren und es gibt auch wieder Kritik."

Mehr als 100 Millionen Euro Ablöse für einen Marco Verratti von Paris Saint-Germain oder 25 Millionen Jahresgehalt für Alexis Sanchez vom FC Arsenal wollen die Münchner aber nicht bezahlen.

"Das ist doch keine Politik"

"Einen Neuaufbau kann man nicht machen, indem man 100-Millionen-Transfers für 29- und 30-Jährige durchzieht. Das ist doch keine Politik. Entweder wir gehen diesen Weg mit all diesen jungen Leuten, und dann müssen sie eine Chance haben zu spielen – oder wir gehen diesen Weg nicht", erklärt Hoeneß.

Dementsprechend gibt er auch dem 19-jährigen Renato Sanches noch eine Chance: "Ich bin dafür, dass wir es noch ein Jahr mit ihm probieren. Ich bin da für eine ruhige Hand. Der Junge konnte noch nie drei oder vier Spiele ohne Druck spielen", sagt er.

"Man muss jungen Spielern viel mehr Vertrauen geben, selbst wenn wir dann zwei Jahre lang nur Meister werden sollten und sehen müssen, was international möglich ist. Doch dann haben wir den Übergang geschafft und den FC Bayern in die Zukunft geführt", so Hoeneß.

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