Von Bayern gejagt: Das ist Wunderkind Davies
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München und Philadelphia - Der Transfer von Mega-Talent Alphonso Davies zum FC Bayern ist perfekt. Der 17-Jährige wechselt für eine MLS-Rekordablöse, kommt aber nicht sofort nach München.

Jetzt ist es offiziell - und der Transfer von Alphonso Davies von den Vancouver Whitecaps zum FC Bayern damit endgültig unter Dach und Fach. Beide Klubs bestätigten den Wechsel des kanadischen Ausnahmetalents am Mittwochabend.

Davies, der am 2. November volljährig wird, unterschrieb einen Vertrag bis 2023, wird allerdings erst offiziell ab dem 1. Januar zum Profikader des deutschen Rekordmeister gehören.

Wie Vancouver mitteilte, zahlen die Bayern für den Linksaußen eine Ablösesumme von rund 19 Millionen Euro - damit ist Davies der teuerste Transfer-Abgang in der 23-jährigen Liga-Geschichte der Major League Soccer (MLS).  US-Medien berichteten, dass die Münchner zunächst 13 Millionen Dollar (11,1 Millionen Euro) nach Vancouver überwiesen hätte.

"Alphonso Davies ist ein sehr großes Talent. Er verspricht mit seinen erst 17 Jahren sehr viel für die Zukunft. Alphonso bringt bereits großartige Fähigkeiten mit und war nicht umsonst von vielen Spitzenklubs heiß umworben. Ich freue mich daher sehr, dass sich Davies für den FC Bayern entschieden hat", sagte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic auf der Bayern-Homepage.

Davies überglücklich - und MLS-Rekord-Transfer

Davies wiederum erklärte: "Ich bin sehr glücklich über meinen Wechsel zum FC Bayern. Als Kind habe ich immer von so einem Moment geträumt. Nun ist der Traum wahr geworden. Aber jetzt geht die Arbeit weiter, jetzt muss ich alles geben, um diese Chance zu nutzen."

Am Dienstag und Mittwoch hatte Davies noch den obligatorischen Medizincheck bei den Bayern in Philadelphia absolviert, wo der deutsche Rekordmeister im Rahmen seiner Saison-Vorbereitung in den USA aktuell auch am International Champions Cup teilnimmt.

Hamann-Bruder schwärmt von Davies 

Matthias Hamann ist fest vom Können Davies' überzeugt. "Er ist das größte kanadische Talent seit Jahrzehnten", schwärmte der Bruder von Ex-Nationalspieler Didi Hamann vor kurzem im Gespräch mit SPORT1.

Hamann war als Chefscout von 2012 bis 2017 für den US-Verband tätig, unter anderem unter Nationaltrainer Jürgen Klinsmann, für das Scouting aller einheimischen Spieler zuständig – von der U16 bis zur A-Elf.

Medizincheck bestanden

Die Bayern hatten sich im Rennen um Davies gegen zahlreiche namhafte europäische Vereine durchgesetzt. Vor allem der niederländische Klub PSV Eindhoven, aber auch Vertreter aus Spanien, Italien und Frankreich hatten um das Riesentalent geworben.

Ein finales Treffen mit Bayerns Sportdirektor Salihamidzic in Edmonton hatte der offensive Mittelfeldspieler schließlich von einem Transfer in die bayerische Landeshauptstadt überzeugt. 

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Davies erinnert an Robben

Davies, der bereits acht Partien für die kanadische Nationalmannschaft absolvierte, erinnert den Ex-Profi an Bayern-Superstar Arjen Robben

Die Stärke des Niederländers, also mit dem linken Fuß über rechts nach innen ziehen und den Torabschluss zu suchen, sei auch eine Stärke des Jungstars, der in einem Flüchtlingscamp in Ghana geboren wurde, als seine Eltern in Folge des Bürgerkriegs in Liberia nach Kanada emigrierten: "Seine Geschwindigkeit, seine Technik und sein Zug zum Tor machen ihn zur Waffe", sagt Hamann.

Mit dem 18-jährigen Chris Richards vom FC Dallas verpflichteten die Bayern bereits einen Spieler aus den Vereinigten Staaten in diesem Sommer.

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