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München - Das Transferfenster ist geschlossen. Zur Freude vieler, jedoch nicht aller Vereine und Spieler. SPORT1 präsentiert die Transfers, die nicht zustandekamen.

Nach zähem Beginn nahm das Transferfenster in den letzten Wochen nochmal so richtig Fahrt auf.

Während die einen ihre klammen Kassen füllten, gingen die anderen nochmal kräftig auf Shopping-Tour.

Doch nicht jeder Deal kam bis zur Deadline am Montag zum Abschluss. SPORT1 präsentiert die Transfers, die nicht zustande kamen.

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Jadon Sancho

Borussia Dortmund hat Wort gehalten und Jadon Sancho auch am letzten Tag des Transferfensters nicht verkauft - trotz konkretem Interesse von Manchester United.

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Die Red Devils sollen in der letzten Woche der Transferperiode nochmal alles versucht haben, um den Engländer zurück auf die Insel zu lotsen. Ein Transfer kam für die Dortmunder – die BVB-Bosse hatten den 10. August als Deadline für die Verpflichtung Sanchos gesetzt - jedoch nicht mehr in Frage.

"Wir planen mit Jadon Sancho. Er wird nächste Saison bei uns spielen. Die Entscheidung ist definitiv. Ich glaube, das beantwortet alle Fragen", hatte Sportdirektor Michael Zorc im Trainingslager gesagt.

Letztlich soll keines der Angebote des englischen Rekordmeisters die vom BVB geforderten 120 Millionen Euro Ablöse beinhaltet haben.

Ousmane Dembélé

Ousmane Dembélé
Ousmane Dembélé © Imago

Einst als Neymar-Nachfolger verpflichtet, konnte Ousmane Dembélé die hohen Erwartungen an ihn nie erfüllen. Nach drei Jahren bei Barca sollen die Vereinsbosse in diesem Sommer bereit gewesen sein, den Franzosen wieder zu verkaufen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten soll sich Manchester United nach dem verpassten Sancho-Coup mit einer Verpflichtung des Franzosen beschäftigt haben.

Zunächst wollte Barca Dembélé wohl nur verkaufen, während United auf eine Leihe pochte. Später sollen die Katalanen aber umgeschwenkt sein - unter einer Bedingung.

Dembélé hätte seinen 2022 auslaufenden Vertrag dafür verlängern sollen – und davon war der 23-Jährige offenbar wenig angetan.

Memphis Depay

Der Verbleib von Ousmane Dembélé hatte unmittelbare Folgen für Memphis Depay. Denn das finanziell angeschlagene Barca musste nach dem geplatzten Abgang des Franzosen Abstand von der Verpflichtung Depays nehmen.

Dass der Depay-Deal an Dembélés Verbleib scheitern könnte, hatte Neu-Trainer Ronald Koeman bereits vor dem Deadline-Day befürchtet. "Aber ein Spieler müsste erst gehen, bevor wir ihn unter Vertrag nehmen können. Aber es ist klar, dass wir ihn wollen", hatte Koeman dem niederländischen Sender NOS mitgeteilt.

Lyon soll laut spanischen Medien 20 Millionen Euro (plus fünf für mögliche Boni) für den niederländischen Nationalstürmer gefordert haben.

Marko Grujic

Nach dem Last-Minute-Abgang von Davy Klaassen soll Werder Bremen am letzten Tag des Transferfensters kurzfristig nach einem Ersatz für den Niederländer gesucht haben.

Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen die Grün-Weißen wie schon im Vorjahr Marko Grujic ins Visier genommen haben. Ein Deal kam jedoch nicht zustande, da Liverpool 15 Millionen Euro gefordert und eine Leihe abgelehnt haben soll.

Gegenüber der Deichstube dementierte Baumann das Gerücht. "So ein Transfer ist für uns aus finanzieller Sicht in keinster Weise möglich. Es gab keinen Ansatzpunkt, dass eine Verpflichtung realistisch ist", sagte der Geschäftsführer Sport.

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Milot Rashica

Milot Rashica bleibt in Bremen
Milot Rashica bleibt in Bremen © Imago

Dass Milot Rashica Weder Bremen im Sommer verlassen sollte, war ein offenes Geheimnis. Schließlich hatte Werder-Sportchef Frank Baumann bereits Ende Juni einen Abgang des kosovarischen Nationalspielers indirekt angekündigt. "Er hat ein großes Interesse daran, dass er sich hier positiv verabschiedet", sagte der Sportchef vor dem letzten Spieltag der Grün-Weißen.

Nachdem sich zunächst ein Wechsel zu RB Leipzig und später ein Wechsel zu Aston Villa zerschlugen hatte, schien es, als würde der Flügelspieler am Montag doch noch einen neuen Arbeitgeber finden.

Denn Bayer Leverkusen verhandelte am Deadline-Day mit den Norddeutschen über eine Leihe. Der Deal platzte jedoch, da sich beide Vereine nicht auf eine Kaufoption einigen konnten.

"Es gab Schwierigkeiten mit der Kaufoption", sagte Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler dem Kicker: "Da hatten Bremen und wir unterschiedliche Vorstellungen. Am Ende hat dann die Zeit nicht mehr für eine Einigung gereicht."

Sead Kolasinac

Für Bayer-Chef Rudi Völler lief der Transfer-Deadline-Day nicht nach Plan. Nachdem sich die Werkself nicht mit Werder Bremen auf einen Wechsel von Milot Rashica einigen konnte, musste Bayer am Montag einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

Denn auch die geplante Verpflichtung von Sead Kolasinac blieb aus. Laut der Bild soll der Verbleib von Linksverteidiger Wendell, der sich in Verhandlungen mit Hertha Berlin befunden haben soll, ausschlaggebend für den geplatzten Wechsel des Bosniers gewesen sein.

Julian Draxler

Obwohl Julian Draxler in den letzten vier Ligaspielen für PSG von Beginn an spielte, gab es weiter Gerüchte um einen Abschied des deutschen Nationalspielers.

Wie die Bild berichtete, soll Bayer Leverkusen versucht haben, den Spieler von der französischen Hauptstadt ins Rheinland zu lotsen. Obwohl sich Draxler mit einer Rückkehr nach Deutschland beschäftigt haben soll, kam der Deal nicht zum Abschluss, da die die finanziellen Vorstellungen aller Beteiligten zu weit auseinander gelegen haben sollen.

Erst vor wenigen Wochen hatte Bundestrainer Joachim Löw auf einer Pressekonferenz dem Schalker Eigengewächs indirekt einen Wechsel nahegelegt. "Für Julian wäre es wichtig, auch in dem Alter, vielleicht einen Schritt zu machen, wo er regelmäßig spielt. Das würde ihm wahrscheinlich schon entscheidend helfen", so Löw.

Christian Eriksen

Christian Eriksen hat bei Inter-Coach Antonio Conte keine guten Karten
Christian Eriksen hat bei Inter-Coach Antonio Conte keine guten Karten © Getty Images

Hertha-Sportdirektor Arne Friedrich war am Deadline Day schwer beschäftigt und wickelte fünf Deals ab. Beinahe hätte die Hertha noch einen echten Kracher gelandet.

Denn nach Informationen von OneFootball sollen sich die Hauptstädter bei Inter Mailand nach Christian Eriksen erkundigt haben. Demnach soll Inter damit geliebäugelt haben, den Dänen nach nur einer Saison beim italienischen Vizemeister wieder abzugeben.

Doch der 28-Jährige soll nicht zu einem Wechsel nach Deutschland bereit gewesen sein. Die Hertha soll ein Leihgeschäft beabsichtigt haben.

Eric García

Eric García wollte nach drei Jahren bei Manchester City in diesem Sommer unbedingt zurück zu seinem Jugendklub FC Barcelona.

Daraus machte auch sein Trainer Pep Guardiola kein Geheimnis, der ein Tag nach der Vorstellung von Nathan Aké sagte: "Er hat noch ein Jahr, danach will er seinen Kontrakt nicht mehr ausweiten. Wir wollten das, aber er eben nicht. Wir denken, dass er woanders spielen will."

Der Spanier soll sich am Montag laut spanischen Medien in Barcelona befunden haben, um den Deal fix zu machen.

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Letztlich konnten sich City und Barca jedoch nicht auf eine Ablösesumme einigen. Manchester City soll 18 Millionen Euro für den Spanier aufgerufen haben, Barca nur zehn Millionen geboten haben.

Laut dem Transferexperten Fabrizio Romano soll García den Verantwortlichen der Skyblues nach dem geplatzten Wechsel bereits mitgeteilt haben, den Verein weiter verlassen zu wollen.

Javi Martínez

Vieles deutete bei Javi Martínez in diesem Sommer auf einen Abschied hin. Nach SPORT1-Informationen wollte der Defensivmann den Rekordmeister nach dem zweiten Triple verlassen, nachdem dem Spanier unter Hansi Flick nur die Reservistenrolle geblieben war.

Auch der FC Bayern soll bereit gewesen sein, die Zusammenarbeit zu beenden. Jedoch erreichte die Bayern-Bosse auch am letzten Tag der Transferperiode kein für alle Seiten passendes Angebot, sodass Martinez wohl sein Vertrag bei den Münchnern, der noch bis 2021 läuft, erfüllen wird.

Callum Hudson-Odoi

Callum Hudson-Odoi wurde vom FC Bayern umworben
Callum Hudson-Odoi wurde vom FC Bayern umworben © Imago

Seit Januar 2019 steht Callum Hudson-Odoi auf dem Wunschzettel des FC Bayern. Verpflichten konnte der Rekordmeister seinen Wunschspieler jedoch nie.

Auch in diesem Sommer konnte Hasan Salihamidžić keinen Hudson-Odoi-Transfer einfädeln. Dabei deutete vergangene Woche noch vieles auf einen Wechsel des 19-Jährigen hin.

Laut der Daily Mail und The Guardian sollen die Münchener den Blues eine Leihe mit Kaufoption in Höhe von 77 Millionen Euro angeboten haben und damit beim FC Chelsea abgeblitzt sein.

Nach SPORT1-Informationen war für Sonntag bereits der Medizincheck in München geplant.

Antonio Rüdiger

Antonio Rüdiger hat seinen Stammplatz beim FC Chelsea unter Frank Lampard verloren und wollte deshalb den Verein am letzten Tag des Transferfensters noch verlassen.

Zu einem Wechsel kam es jedoch nicht, obwohl der deutsche Nationalspieler einige Interessenten gehabt haben soll.

Nach Informationen von The Athletic soll der deutsche Nationalspieler unmittelbar vor einem Wechsel zu den Spurs gestanden haben. Demnach soll der Ex-Stuttgarter in den vergangenen Tagen positive Gespräche mit Spurs-Coach José Mourinho über eine Leihe geführt haben. Auch Chelsea soll dem Leihgeschäft offen gegenübergestanden haben.

Rüdiger selbst soll den Transfer zum Stadtrivalen jedoch kurzfristig abgeblockt haben, angeblich aus Angst, bei den Fans der Blues in Ungnade zu fallen.

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Stattdessen soll der 27-Jährige eine Leihe ins Ausland angestrebt haben. Trotz Interesse von AC Mailand, AS Rom, Paris Saint-Germain und FC Barcelona fand sich letztlich kein Abnehmer für den Innenverteidiger.

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