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Kyrie Irving sorgt abseits des Feldes mit merkwürdigen Theorien für Aufsehen
Kyrie Irving sorgt abseits des Feldes mit merkwürdigen Theorien für Aufsehen © SPORT1-Grafik Paul Hänel: Getty Images/Imago
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München - Boston-Celtics-Star Kyrie Irving ist ein exzellenter Basketballer. Abseits des Parketts sorgt er mit kuriosen Theorien oder als Schauspieler für Aufsehen.

Er ist einer der besten Basketballer der Welt und greift mit den Boston Celtics nach dem NBA-Thron.

Er ist der Sohn einer Indianerin und wurde deswegen vom Stamm der Sioux geehrt.

Er sorgt in seiner Rolle als "Uncle Drew" für Aufsehen. Und er glaubt daran, dass die Erde eine Scheibe ist.

Willkommen in der Welt von Kyrie Irving, einem der facettenreichsten und ungewöhnlichsten Stars der NBA.

Irving: Erde ist eine Scheibe

Im vergangenen Jahr hatte Irving mit seiner "Scheiben-Theorie" für mächtig Aufmerksamkeit gesorgt. "Das ist keine Verschwörungstheorie. Die Erde ist flach. Die Erde ist flach", wurde Irving von NBCSports zitiert.

Was viele als Scherz empfanden, schien Irving durchaus ernst zu meinen. "Kannst du wirklich sagen, dass die Erde rund ist?", fragte Irving im Gespräch mit der New York Times: "Also mit Sicherheit? Ich weiß das nicht."

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Er habe "viele Sachen gesehen, die in meinem Bildungssystem als real verkauft wurden, die komplett erfunden waren". Deswegen stelle er auch die Form der Erde zur Diskussion.

Irving zweifelt an Existenz der Dinosaurier

Das allerdings stellte sogar Pädagogen vor Probleme. Denn ein Lehrer in den USA konnte seine Schüler nicht von einer runden Erde überzeugen, weil diese Irvings Worten gelauscht hatten und ihrem Vorbild glaubten.

"Mir war nicht klar, welche Folgen das hat", entschuldigte sich der Point Guard nun am Montag: "Es tut mir leid." Zurücknehmen wollte er seine Meinung aber nicht.

Und es ist nicht die einzige kuriose Ansicht Irvings. Denn auch die Existenz der Dinosaurier bezweifelte der Basketballer. "Sie (Forscher, Anm. d. Red.) finden einen Knochen und entwickeln 98 Prozent digital und erstellen daraus Fotos, so wie sie denken, dass Dinosaurier aussehen", sagte Irving.

Uncle-Drew-Filme gehen viral

Seine, positiv formuliert, kreativen Gedanken hat Irving auf anderer Ebene bereits erfolgreich genutzt  - beispielsweise im Filmgeschäft, in der Musik oder natürlich auf dem Basketballfeld.

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"Ich habe einfach Interessen abseits des Basketballs und will diese fördern, damit ich darauf stolz sein kann", so Irving über seine Leidenschaften: "Ich bin einfach ein großer Fan kreativen Ausdrucks, sei es Schauspiel, Musik oder Kunst."

Als Streetball-Legende "Uncle Drew", der als alter Mann Jugendliche auf dem Court aufmischt, ging Irving, der zukünftig ein Fernsehnetz besitzen will, im Rahmen der Pepsi-Werbespots im Jahr 2012 viral.

Auch die Fortsetzungen erfreuten sich großer Beliebtheit, im Juni 2018 kam sogar ein Film in die Kinos, zunächst in den USA und seit 20. September auch in Deutschland.

NBA-Angriff mit Boston

Bei allen Verschwörungstheorien und Schauspiel-Einlagen: Irvings Fokus liegt auf dem Basketballfeld. Und dort hat er mit seinem Team in der Nacht vom 16. auf 17 Oktober (MESZ) startenden NBA-Saison Großes vor.

Denn bereits in der Vorsaison mischten die Boston Celtics ohne den verletzten Gordon Hayward und in den Playoffs auch ohne Irving die Eastern Conference auf und scheiterten erst im Ost-Finale an Cleveland.

Kyrie Irving will mit den Boston Celtics angreifen
Kyrie Irving will mit den Boston Celtics angreifen © Getty Images

Mit den zwei Rückkehrern gilt Boston als erster Herausforderer der Warriors. "Können wir Golden State in einer Sieben-Spiele-Serie schlagen? Ja", so Irving bei ESPN: "Wir schaffen etwas sehr Besonderes, hoffentlich für die nächsten Jahre."

Nach verletzungsgeplagten Jahren fühlt sich Irving so stark und gesund wie seit drei Jahren nicht mehr.

Ehrung durch Sioux-Stamm

Irving darf sich bei seinem Angriff auf die NBA-Krone auch der besonderen Unterstützung des Sioux-Stammes sicher sein.

Denn Ende August wurde er vom Indianerstamm aus Dakota in einer feierlichen Zeremonie als "Little Mountain", also kleiner Berg, getauft. Seine ältere Schwester bekam den Namen "Buffalo Woman".

Was auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt, hat bei Irving einen Hintergrund: Die Mutter des Point Guard der Boston Celtics war eine Nachfahrin der Sioux-Indianer.

"Das ist wirklich etwas Besonderes, weil ich meine Mutter in ganz jungen Jahren verloren habe und keine Ahnung über die Geschichte hatte. Ich wusste auch nicht, was es bedeutet, Teil des Sioux-Stammes zu sein", sagte Irving, der bei der Feier traditionelle Indianerkleidung trug.

Seine Verbindung zu den Indianern hatte er bereits vorher unter Beweis gestellt. Auf seinem Hals prangt ein Tattoo des Sioux-Stammes, vor zwei Jahren kämpfte Irving gemeinsam mit den Indianern gegen eine Pipeline.

Gemeinsam mit seinen keltischen Teamkollegen muss Irving bald wieder gegen menschliche Gegner antreten. Und Irving ist bereit: "Wir können es kaum erwarten, loszulegen."

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