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Apeldoorn - In der Olympia-Qualifikation feiern die deutschen Volleyballerinnen gegen die Niederlande einen sensationellen Sieg. Jetzt fehlt nur noch ein Sieg für Tokio.

Der Traum von Tokio 2020 lebt!

Die nervenstarken deutschen Volleyballerinnen haben im Halbfinale der Olympia-Qualifikation sensationell den Favoriten aus den Niederlanden ausgeschaltet. (Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen)

Die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski feierte gegen den Turnier-Gastgeber in Apeldoorn einen bemerkenswerten 3:0-Erfolg (27:25, 25:23, 25:22) und ist nun nur noch einen Sieg von den Olympischen Sommerspielen in Japan entfernt.

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Finale gegen Türkei

"Jetzt kommt die Euphorie, jetzt müssen wir davon getragen werden", forderte Koslowski nach dem nächsten überzeugenden Auftritt seines Teams, das im Finale am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Vorrundengegner Türkei die erste Olympia-Teilnahme eines Frauen-Teams seit 2004 perfekt machen kann. Nur der Sieger des Achter-Turniers darf bei den Sommerspielen (24. Juli bis 9. August) in Japan teilnehmen. 

Die Türkinnen setzten sich in einem wahren Halbfinal-Krimi nach der Abwehr von fünf Matchbällen mit 3:2 (19:25, 25:18, 23:25, 33:31, 15:11) gegen den EM-Vierten Polen durch. In der Gruppenphase hatten Lippmann und Co. mit 3:1 gegen den Vizeeuropameister gewonnen und starten jetzt als Favorit ins Endspiel.

Die deutsche Mannschaft ist nach den Vorrunden-Siegen in der Gruppe B gegen die Türkei, Belgien und Kroatien weiterhin ungeschlagen, das Selbstvertrauen vor dem Endspiel-Showdown könnte also nicht größer sein.

Der DVV hat nur noch durch sein Frauen-Team die Chance, in der japanischen Hauptstadt vertreten zu sein. Die Männer von Bundestrainer Andrea Giani hatten am Freitag ihr Tokio-Ticket beim 0:3 gegen Frankreich im Endspiel des Quali-Turniers in Berlin verspielt.

"Haben uns das nur erträumen können"

"Wir haben uns das wenn überhaupt nur erträumen können. Wir wussten, wir haben eine kleine, kleine Chance hier. Ich hoffe einfach, dass wir es morgen noch einmal so schaffen", sagte Spielführerin Denise Hanke.

Koslowski lobte die ruhige und abgeklärte Spielweise seines jungen Teams: "Wir haben eine gute Mischung gefunden. Die Mannschaft hatte Geduld, wann sie Geduld brauchte, und Power, wenn sie Power brauchte."

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Lippmann sichert Deutschland Satz 1

Der Bundestrainer setzte gegen die Niederlande wie erwartet auf seine stärksten sechs Spielerinnen um Star-Angreiferin Louisa Lippmann. Die China-Legionärin war es auch, die nach dem lange Zeit souverän gespielten, am Ende jedoch knappen ersten Durchgang den dritten Satzball zur Führung verwandelte und einen lauten Jubelschrei von sich gab.

Das brachte Koslowskis Team aber nur bedingt Ruhe. Der Olympia-Vierte fand in der Folge besser in die Begegnung und zog im zweiten Satz zwischenzeitlich auf sechs Punkte weg. Verloren war der Satz jedoch nicht. Denn Deutschland, von außen immer wieder von Koslowski energisch angetrieben, kam mit starken Aufschlägen und einem guten Blockspiel zurück. Aus einem 9:15 wurde so ein 17:16 - und kurz darauf der nächste Satzgewinn.

Die Gastgeberinnen blieben giftig, doch die coolen deutschen Spielerinnen hatten immer eine Antwort parat. So gingen die Gastgeberinnen nach langem Rückstand im dritten Satz beim 20:19 wieder in Front. Doch das DVV-Team, an diesem Tag offensichtlich mit den stärkeren Nerven ausgestattet, blieb cool. Die starke Lippmann verwandelte kurz darauf den zweiten Matchball zum Finaleinzug.

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