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München - Lena Stigrot macht den nächsten Schritt ihrer Karriere und wechselt zum Dresdner SC. Sie hat klare Ziele vor Augen, trotz ungewohnter Rolle im Team.

Volleyballerin Lena Stigrot hat den nächsten Schritt ihrer Karriere gewagt und ist zum Spitzenklub Dresdner SC gewechselt.

Die Aufgabe beim Meisterschaftsanwärter der Frauen-Bundesliga fällt anders aus als ursprünglich geplant. "Ich kam nach Dresden und dachte, ich bin als Außenangreiferin verpflichtet", erzählte die 24-Jährige im SPORT1 VOLLEYTALK. (Volleyball-Bundesliga: Allianz MTV Stuttgart - Dresdner SC am Samstag ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Aufgrund der Verletzung von Piia Korhonen spielt Stigrot aktuell aber diagonal. Eine interne Lösung als Ersatz für Korhonen sei Coach Alex Waibl am liebsten gewesen. Daher stellt sich Stigrot in den Dienst der Mannschaft. "Ich möchte dem Team immer helfen und wenn ich das so kann, machen wir es so."

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Wichtig war der Bayerin aber von Anfang an, dass sie ihre Annahme nicht verliert. Die Lösung: "Ich trainiere weiterhin bei den Außenangreifern mit." Das bringt sogar noch einen großen Pluspunkt für den SC. In einigen Rotationen spielt Stigrot in der Annahme. Je nach Tagesleistung ist Dresden dadurch flexibel, ohne einen Wechsel vornehmen zu müssen.

Korhonen wieder im Training

Wann es auf ihre Wunschposition zurück geht, hängt vor allem von der Genesung von Korhonen ab. "Piia ist wieder langsam ins Training eingestiegen und wenn sie sich fit fühlt, wird es einen fließenden Übergang geben. Ich unterstütze sie da, so gut ich kann", sagte die Tölzerin bei SPORT1. (SERVICE: Spielplan der Bundesliga)

Auf der Außenposition erwartet sie jedoch ein harter Konkurrenzkampf. Dem Wettbewerb blickt sie optimistisch entgegen und stellt das Team in den Vordergrund. "Klar möchte man immer spielen, aber jeder von uns hat ganz spezielle Stärken und auch Schwächen." Man könne die Aufstellung auf das Spiel oder den Gegner anpassen. "Ich denke, da können wir uns super ergänzen und sind dann auch unberechenbar."

Stigrot ist lange in ihrer Heimat geblieben, während viele andere Spielerinnen bereits früher zu einem größeren Verein gingen. Die Entscheidung hat für Stigrot einen einfachen Grund: "Es ist gefährlich, als junge Spielerin zu einem Topverein zu wechseln, um dort dann vielleicht auf der Bank zu sitzen. Da ist vielleicht ein höheres Trainingsniveau, aber die Spielpraxis ist dann doch entscheidend."

Stigrot will Meisterschaft mit Dresden

Ihre Ziele in Dresden hat Stigrot klar festgelegt: "Die Meisterschaft ist definitiv unser Ziel." Die Mannschaft befinde sich auf einem guten Weg, ist sie sich sicher. Jetzt sei es wichtig, "unsere Stärken noch stärker zu machen und unsere Schwächen zu minimieren und dann für die Playoffs bereit zu sein."

Mit dem SC hat Stigrot dieses Jahr eine ganz neue Erfahrung gemacht - fernab vom Sport. Beim Shooting für den traditionellen Spieler-Kalender durfte sie für einen Tag in die Model-Rolle schlüpfen. "Das war ein cooler Ausgleich", erzählt die Angreiferin. "Es war wirklich so ein bisschen wie bei Germany's Next Topmodel, man hatte nur kurz Zeit und musste dann genau abliefern." Sogar Muskelkater habe sie am nächsten Tag gehabt. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

Stigrot im Fokus der Nationalmannschaft

Zuletzt ist sie auch in den Fokus von Bundestrainer Felix Kowlowski gerückt. Stigrot geht davon aus, dass sie sich dort auf der Außenposition beweisen darf. "Ich hab diesen Sommer bewiesen, dass ich das sehr gut mache. Ich denke, der Felix (Koslowski, Anm. d. Red.) war auch sehr zufrieden mit meiner Leistung".

Maren Fromm, die ihren Rücktritt bekannt gab, habe sehr große Fußstapfen hinterlassen, aber sie wolle auf ihre eigene Art versuchen, die Rolle neu zu füllen. "Deswegen schaue ich auch, dass ich die Annahme nicht verlerne und zum Ende der Playoffs sollte ich dann auch wieder auf der angestammten Position spielen."

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