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McKenzie Adams (r.) steht Schwerin nicht mehr zur Verfügung
McKenzie Adams (r.) steht Schwerin nicht mehr zur Verfügung © Imago
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München - Am Abend startet die Volleyball-Bundesliga in ihre neue Saison. Wie sind nach der Coronapause die Kräfteverhältnisse? SPORT1-Experte Dirk Berscheidt schätzt ein.

Es geht wieder los!

Nach der wegen der Coronakrise abgebrochenen Saison 2019/20 und einer monatelangen Pause startet die Volleyball-Bundesliga der Frauen in ihre neue Spielzeit. Am Abend sind mit Dresden, Schwerin und Potsdam gleich mehrere Topteams zum ersten Mal im Einsatz (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse der Volleyball-Bundesliga der Frauen).

Doch wie sind die aktuellen Kräfteverhältnisse?

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2019 schnappte sich Stuttgart den Meistertitel, in den beiden Jahren zuvor gewann Schwerin, davor dreimal Dresden. Alle drei Teams gehören auch in der Saison 2020/21 zum Favoritenkreis.

Volleyball-Bundesliga: Allianz MTV Stuttgart - Rote Raben Vilsbiburg, So., ab 17.10 LIVE im TV auf SPORT1 und im Stream

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SPORT1-Kommentator Dirk Berscheidt schätzt die Chancen der einzelnen Klubs im Favoritencheck ein.

Allianz MTV Stuttgart

Der Meister von 2019 gehört auch in der aktuellen Saison zu den absoluten Topfavoriten. "Stuttgart hat eine sehr gute Truppe mit einer perfekten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen", weiß Berscheidt.

Mit dem Verbleib von Krystal Rivers haben die Stuttgarterinnen "den Top-Transfer der Liga getätigt, obwohl es gar kein richtiger Transfer ist". Die stärkste Angreiferin der vergangenen zwei Jahre ist eine wichtige Stütze, genau wie Zuspielerin Pia Kästner, die nach einer langen Pause wegen Rückenbeschwerden zurück ist.

Dresdner SC

Auch der Dresdner SC ist nicht zu unterschätzen. Mit Jennifer Janiska, die bis zu ihrer Hochzeit im August Jennifer Geerties hieß, hat sich das Team eine Anker-Spielerin geschnappt, die für viel Stabilität in der gesamten Struktur sorgt. "Die Rolle, die sie also auch in Schwerin und in der Nationalmannschaft ausgeübt hat", erklärt Berscheidt.

In Sachen Annahme, Abwehr-Organisation und Verantwortung stellt sie eine "brutal gute Verstärkung" da. Insgesamt hat Dresden eine "durchschlagskräftige Mannschaft und ein sehr gutes Team". 

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SSC Palmberg-Schwerin

In den vergangenen zehn Jahren sicherte sich Schwerin fünf Mal den Meistertitel. Aktuell befindet sich das Team im Umbruch. "Auf der Zuspielstation haben sie mit der deutschen Zuspielerin Nummer 1 und der niederländischen Zuspielerin Nummer 1 viel verloren. Aber sie haben auch hochwertig mit Denise Imoudu und Femke Stoltenborg nachgelegt", ist sich Berscheidt sicher.

Jennifer Geerties (Nr. 6) und McKenzie Adams (Nr. 13) haben Schwerin verlassen
Jennifer Geerties (Nr. 6) und McKenzie Adams (Nr. 13) haben Schwerin verlassen © Imago

Dennoch steht der Umbruch im Vordergrund. Mit Geerties (jetzt: Janiska) und McKenzie Adams haben zwei Anker die Defensive organisiert. Sie fallen nun weg. Das Team ist dennoch stark genug, um um den Titel mitzuspielen.

SC Potsdam

Der SC Potsdam strotzt inzwischen vor Selbstbewusstsein und nimmt für sich in Anspruch, mindestens das Halbfinale zu erreichen – mit der Option auf mehr. "Sie haben sich entwickelt und verstärkt. Sie haben ein sehr gutes und emotionales Trainerteam", zählt Berscheidt die Vorzüge auf.

Zudem ist die Mannschaft gefestigt und hat ihren Spielstil ein wenig umgestellt.

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Für Dirk Berscheidt ist das Quartett Favorit auf den Einzug in das Halbfinale. Doch auch unter den anderen Bundesligisten lauern gefährliche Teams. So könnten auch die Roten Raben Vilsbiburg und NawaRo Straubing die letzten Vier entern.

Los geht es mit der Jagd nach der Deutschen Meisterschaft am Samstagabend ab 19 Uhr. Dann trifft der SC Potsdam auf den Dresdner SC und Suhl empfängt Schwerin.

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