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Die Behörden nahmen Ende Februar auch Doping-Razzien bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld vor
Die Behörden nahmen Ende Februar auch Doping-Razzien bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld vor © Getty Images
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Sportmediziner Mark S. muss einem Bericht zufolge vorerst im Gefängnis bleiben. Das hat der Haftrichter am Donnerstag entschieden.

Der im Zuge des Seefelder Dopingskandals verhaftete Erfurter Sportmediziner Mark S. muss nach Informationen der Bild-Zeitung vorerst im Gefängnis bleiben.

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Das habe der Haftrichter am Donnerstag entschieden, nachdem der Arzt 36 Tage in Haft war.

"Der Haftrichter hat entschieden, dass mein Mandant nicht freikommt. Die Begründung halten wir aber für sehr dünn. Wir werden daher, nachdem uns der Beschluss zugegangen ist, Rechtsmittel einlegen", sagte sein Anwalt Andreas Kreysa der Bild-Zeitung.

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Der Anwalt rechnet damit, dass die schriftliche Begründung für die Fortsetzung der Haft in etwa einer Woche vorliegt, dann werde man Beschwerde einlegen. Der Arzt habe die Entscheidung gefasst aufgenommen, wird Kreysa zitiert. Die Staatsanwaltschaft kann den Mediziner nun weiterhin vernehmen, wann sie es für richtig hält.

Neben Mark S. befinden sich noch vier Komplizen in Untersuchungshaft. Bislang wurde allerdings nur der Hauptverdächtige vernommen, hatte der ermittelnde Oberstaatsanwalt Kai Gräber am Mittwoch in Berlin gesagt.

Der Erfurter Arzt und seine Komplizen sollen seit Jahren Top-Athleten mit Blutdoping versorgt haben. Seit der Nordischen Ski-WM in Seefeld im Februar haben neun Athleten zugegeben, zum Netzwerk von Mark S. zu gehören. Insgesamt sollen nach Auskunft der Staatsanwaltschaft 21 Athleten aus acht Nationen beteiligt sein.

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