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Adrian "FATA-" Trinks und sein Team können sich noch verbessern © ESL - Adela Sznajder

Seattle - Am 3. August startete die Gruppenphase des The International 2016. Während Team Liquid und OG etwas schwächeln, ist EG passend zum Turnier fit.

von Mike Koch

Am ersten Tag des TI6 war eins deutlich zu erkennen: Die Teams tasteten sich ab. Kein Teilnehmer wollte seine Taktiken preisgeben und sein Ass im Ärmel zeigen, viel mehr testeten sie die Mechaniken des Spiels. Gute Teamfights, starke Einzelleistungen blitzten trotzdem bei dem einen oder anderen Vertreter auf.

Escape Gaming muss aufdrehen

Nach dem wichtigen Sieg im Wildcard-Turnier einen Tag zuvor, durfte sich Escape Gaming in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf dem Main Event beweisen. Man merkte gleich, dass das Level dort viel höher ist: In drei Spielen konnten sie nur ein Unentschieden erreichen.

In einer starken Gruppe trafen sie in ihren ersten drei Spielen, die im Best-of-Two ausgespielt wurden, auf Natus Vincere, LGD und Wings Gaming. Alle drei rechnen sich Chancen auf den Gewinn des 19 Mio. US-Dollar Turnieres aus. Besonders Wings Gaming gilt nach dem Gewinn des The Summit 5 und der ESL One Manila sogar als Mitfavorit für das Event.

Nach einem guten Auftritt gegen Natus Vincere und den Fan-Liebling Danil "Dendi" Ishutin sicherte sich Escape Gaming den ersten Sieg im Turnier. Im zweiten Game wurden sie nach 18 Minuten von den Ukrainern vernichtet und konnten sich davon nicht mehr erholen: Sie verloren gegen LGD und Wings jeweils 2:0.

Spieler wie Max "qojqva" Bröcker und Maurice "KheZu" Gutmann müssen jetzt aufdrehen, um die Dortmunder Organisation doch noch zum Erfolg in Gruppe A zu führen.

OG und Team Liquid schwächeln

Sichtlich nervös stiegen auch Team Liquid und OG in den Ring, denn immerhin gehen die beiden Teams als Top-Favoriten ins The International – sie können also nur enttäuschen oder die Erwartungen erfüllen.

Beide Teams mussten zwei Unentschieden gegen eigentlich schwächere Gegner hinnehmen.

Gleich im ersten Spiel schaffte es OG nicht über 1:1 gegen LGD hinaus. Das Niederschmetternde daran war, dass sie eigentlich den Sieg schon sicher hatten und durch schwache Aktionen verspielten.

Nach einem klaren 2:0-Sieg gegen Alliance fiel ihnen das Spiel gegen den amtierenden Meister schwer: Gegen EG mussten sie sich wieder mit einem Unentschieden zufrieden geben. 

Noch stehen sie zwar im oberen Drittel der Tabelle, aber besonders die Wackler in klaren Situationen bereiten den Fans Kummer.

Team Liquid auf der anderen Seite hatte erst zwei Spiele am ersten Spieltag, gegen die chinesischen Teams Newbee und EHOME. Überraschend war vor allem, dass sie gegen EHOME, das zweite Wildcard-Team, eine Niederlage einstecken mussten in der Best-of-Two-Serie. 

In beiden Spielen gegen die chinesischen Teams ging Liquid in Führung mit 1:0 und kam trotzdem nicht über ein Unentschieden hinaus – es fehlte an Konzentration.

EG on point für TI6

Evil Geniuses geht als amtierender The-International-Champion ins Turnier und trotzdem gehören sie nicht zu den Favoriten auf den Titel. Nach schwachen Leistungen in den letzten Monaten und einigen drastischen Wechseln im Spieler-Lineup kämpften sie sich zäh durch die Qualifikation.

Passend zum The International scheinen sie wieder ihre Form zu erreichen: Gegen die Skill-technisch versiertesten Teams OG und Wings Gaming konnten sie jeweils ein 1:1-Unentschieden erringen und damit eine Überraschung gegen zwei Top-Favoriten erreichen.

Im dritten Match trafen sie auf Natus Vincere. Nachdem sie sich auf der Starladder i-League StarSeries zwei Wochen zuvor noch gegen die Ukrainer geschlagen geben mussten, reichte es nun für einen Upset in der Gruppenphase: Der 2:0-Sieg brachte sie an die Spitze der Gruppe A, auf eine Stufe mit OG und LGD-Gaming.

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