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Die Facebook-Kritik richtet sich gegen die Aussagen von DFB-Präsident Reinhard Grindel
Die Facebook-Kritik richtet sich gegen die Aussagen von DFB-Präsident Reinhard Grindel © Facebook/Getty Images
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Die Diskussionen um den eSports gehen weiter. DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich klar abgegrenzt. Die Community diskutierte das Thema heiß. SPORT1 hat die Stimmen gesammelt.

Auf Facebook wurde die Kommentar-Funktion rege genutzt. Unter der Aussage von Reinhard Grindel "eSports ist für mich kein Sport" gab es einen konstruktiven Austausch über das Thema und die Szene. Die SPORT1-Community ist dabei gespaltener Meinung.

Für Julian Lenzer hat seine Begeisterung für den eSports zum Beispiel keinen Einfluss auf die Sport-Anerkennung:

"Obwohl ich starker Befürworter von eSports bin, ist es für mich auch kein Sport."

Weiter führte er aus: "Für mich sind Schach, Wettessen und Penspinning auch kein Sport. Um eSportler zu sein, gehören viele Dinge dazu, die klassische Athleten mitbringen müssen: Wissen, Talent, Durchhaltevermögen (mental+physisch)."

Klar grenzt er dabei ab: "Sport sollte (hauptsächlich) eine körperliche Anstrengung sein. eSports ist (hauptsächlich) eine mentale Anstrengung. Der Begriff, der in meinen Augen am besten passt, ist "Competitive Gaming". Klingt aber nicht so cool wie eSports."

"Für mich ist das ganz klar Sport"

Userin Zita Groß geht sogar darauf ein, stuft Belastung und Definition aber anders ein:

"Er sagte doch, dass für ihn Sport gleichbedeutend mit körperlicher Anstrengung ist. Dem muss ich aber auch widersprechen, da Sport für mich einfach eine Form der Anstrengung darstellt, die man messen kann. Die meisten Sportarten sind körperlich anstrengend, aber taktisches Vorgehen, Auge-Hand-Koordination, Teamplay und Wettkämpfe zum Messen der Fähigkeiten sind für mich ausreichende Punkte, um es auch als Sport anzusehen."

Marathon-Match beim Finaltag von eSports-Megavent

Maik Straßmann berichtet aus seiner eigenen Erfahrung:

"Zur aktiven Starcraft-Zeit habe ich auch regelmäßig trainiert, Aufnahmen analysiert und Taktiken mit Kollegen besprochen. Zusätzlich hat man um Preisgeld gespielt, hatte fünfstellige Zuschauerzahlen in den Spielen, und man war sowohl vom Stress als auch von der Bewegungen der Maus/Tastatureingaben schwitzend und mit zitternden Händen vor dem PC. Für mich war und ist das ganz klar Sport."

Die Diskussion, ob eSports Sport ist oder nicht, gibt es so lange wie die Szene selbst. Fakt ist, schon vor der Anerkennung durch Politik und olympisches Komitee fühlte der elektronische Sport Hallen wie die LANXESS Arena in Köln. Auch Stresssituationen sind mit dem realen Sport zu vergleichen, wie der Experte Ingo Froböse für SPORT1 einordnete.

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