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eSports-Redakteur Fabian Sieroka fasst sein 2020 zusammen
eSports-Redakteur Fabian Sieroka fasst sein 2020 zusammen © Activision / G2 Esports / CDPR / SPORT1
Lesedauer: 4 Minuten
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Das Jahr 2020 hat im Bereich von eSports und Gaming aufgrund der Pandemie viele Besonderheiten bereitgehalten. Fabian Sieroka über seine Highlights und Enttäuschungen.

Im Januar war alles noch normal. Die DreamHack Leipzig fand statt, wir berichteten in unserem TV-Magazin über Offline-Events und erschienen jeden Tag im Büro. Nur zwei Monate später erreichte die Coronavirus-Pandemie Europa und insbesondere auch Deutschland. Ab März schlitterten wir in unseren ersten "Lockdown" und der Alltag veränderte sich maßgeblich.

Corona und das Home Office

Auf einmal saß ich also an meinem eigenen Rechner und arbeitete von Zuhause aus. Texte, Videos, Social Media - eigentlich nichts ungewöhnliches. Trotzdem war das Arbeiten ein anderes. Der tägliche persönliche Kontakt zu den Kollegen fiel weg, damit stieg aber auch die Effizienz. Weniger Gespräche bedeuteten auch weniger Ablenkung - Fokus aufs Wesentliche. 

So sehr Covid19 unser alltägliches Leben durcheinander brachte, so sehr boten die Maßnahmen und die eigene Vorsicht neue Möglichkeiten, sich selbst und die eigene Herangehensweise neu kennenzulernen. Nun fiel das also alles ins Wasser. Keine größeren Events, keine Reisen.

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Ein Lichtblick war unsere Fahrt nach Berlin zum League of Legends BMW Berlin Brawl, wo ich erstmals die Chance bekam, mit meinem Lieblingsspieler Rekkles in Kontakt zu treten. Mit Maske und Abstand versteht sich. 

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Dann kam der Herbst und die Lage verschlechterte sich wieder. Nun sind wir erneut im Lockdown, eine Änderung der Arbeitssituation ist eigentlich nicht in Sicht. Aber was hatte das Jahr denn abgesehen davon zu bieten?

Endlich wieder Spaß an CoD

Call of Duty Black Ops Cold War - ein Ableger der Shooter-Reihe, der mich in der offenen Beta sofort abholte. Das Gameplay, die Sounds und das Treffer-Feedback - alles fühlte sich an wie aus einem Guss. Ohne große Eingewöhnung endlich wieder Spaß an CoD zu haben, war eine Erfahrung, mit der ich nicht gerechnet hatte. In einem Meinungsbeitrag habe ich daher mein Herz ausgeschüttet. Mittlerweile ist das Game erschienen und hat mich schon einige Stunden in Beschlag genommen. 

Das liegt auch an dem Release der neuen Konsolen. Das haptische Feedback des Dualsense-Controllers der Playstation 5 hebt Spiele wie Call of Duty noch einmal auf ein ganz anderes Level. Und das ist bisweilen auch bitter nötig, wie mein persönliches zweischneidiges Schwert des Jahres zeigt.

Cyberpunk 2077

Okay, das hat wenig mit eSports zu tun - dennoch ist und war Cyberpunk 2077 mit all dem Hype zuvor mein absolutes Highlight in diesem Jahr. Die große Vorfreude wich allerdings für viele überwältigender Enttäuschung. Besonders auf PS4 und Xbox One war das Game zum Release kaum spielbar und erfüllte die Erwartungen nicht. Auf der PS5 hingegen sind die Probleme, abgesehen von unregelmäßigen Abstürzen, überschaubar. 

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Die Musik, Night City, die Geschichten - alles zieht mich in seinen Bann. Und dabei ist der Next-Gen-Patch noch weit entfernt! Wer weiß, vielleicht ist der angekündigte Multiplayer-Modus sogar ein möglicher eSports-Titel? Ich habe Vertrauen in CD Projekt RED und hoffe, dass die Entwickler wenigstens zum Ende des Jahres etwas zur Ruhe kommen können.

Ende einer Ära

Die Worlds 2020 - Ein Turnier, das trotz der Pandemie offline ausgetragen wurde. Das strikte Bubble-Format mit zweiwöchiger Einzel-Quarantäne hat gut funktioniert und mit DAMWON Gaming einen verdienten Sieger gefunden. Das Highlight dort war aber der Auftritt von Fnatic im Viertelfinale. Nach der 2:0-Führung über den chinesischen Meister TOP Esports saß ich mit einer Prise zu viel Euphorie am eSports1-Twitteraccount und betete das Team zum dritten Win.

Grafiken für jedes mögliche Ergebnis waren erstellt - bis auf eine. Der erste Reverse Sweep der Worlds Geschichte. Natürlich. Wer, wenn nicht Fnatic. Und es kam noch dicker.

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Mit gebrochenem Herzen nahm ich die Nachricht zu Rekkles Abgang von Fnatic auf. Das Gesicht der Organisation sollte nach Ewigkeiten den Weg zum großen Konkurrenten G2 finden. Zunächst war es schwierig, die Gedanken dazu zu ordnen. Am Ende war mir aber klar - als Fan: Always Fnatic, aber eben auch Always Rekkles. Ich freue mich auf den Spring Split in der LEC!

2021

Und nächstes Jahr? Wird sich in Bezug auf den Coronavirus erstmal wenig ändern. Ich hoffe auf ein spannendes eSports-Jahr in allen Games und Ligen, den Next-Gen-Patch für Cyberpunk und dass mir CoD auch in den nächsten Monaten noch viel Freude bereiten wird. 

Bleibt gesund.

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