Olic warnt vor Euphorie nach Wolfs Traumstart
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München und Hamburg - Ivica Olic spricht bei SPORT1 über seinen Ex-Klub HSV. Den Trainerwechsel heißt der Kroate gut, mit einem Durchmarsch in die Bundesliga rechnet er aber nicht.

Wer gewinnt, übernimmt die Tabellenführung.

Mit dem Duell zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln bietet die 2. Bundesliga am Montag ein echtes Spitzenspiel (2. Bundesliga: Hamburger SV - 1. FC Köln ab 20.30 Uhr im LIVETICKER). Traditionsklub gegen Traditionsklub, Dritter gegen Zweiter, beide liegen bei 21 Punkten.

Mit nur zwei Siegen aus bis dato sechs Heimspielen stehen die Hanseaten vor der schweren Aufgabe, die ligaweit beste Auswärtsmannschaft zu schlagen. Von bislang 15 möglichen Punkten auf fremdem Terrain fuhren die Kölner 13 ein.

Die Hoffnung des HSV lebt trotzdem. Und der Grund dafür trägt einen Namen: Hannes Wolf. Nachdem der 37-Jährige im Oktober als Trainer die Nachfolge des entlassenen Christian Titz angetreten hatte, sprangen zwei Zu-Null-Erfolge heraus.

HSV-Trainerverschleiß seit 1997: Wolf ist Nr. 24!

Olic: Trainerwechsel tut HSV gut

Ex-HSV-Star Ivica Olic heißt die Entscheidung der Vereinsspitze im SPORT1-Interview gut. 

"Wenn man sich die ersten beiden Spiele anschaut, kann man sagen, dass das der Mannschaft gutgetan hat. Es ist immer wichtig, dass sofort gute Ergebnisse da sind, wenn ein neuer Trainer kommt. Das heißt nicht direkt, dass man die Arbeit des Neuen schon sehen kann, aber für ihn und die Mannschaft ist das sehr wichtig, weil er dann seine Arbeit in Ruhe und ohne Druck machen kann", sagte der Kroate.

Für Wolf sei es "ein Traumstart. Ich hoffe, dass der HSV dadurch Selbstvertrauen bekommen hat und sich bis zur Winterpause gut schlagen wird. Dann hat der Trainer in der Vorbereitung auf die Rückrunde die Chance, die Mannschaft richtig kennenzulernen und ich hoffe, dass sie es am Ende schaffen, wieder in die erste Liga zurückzukehren".

Olic sieht seinen Ex-Klub "auf einem guten Weg". Mit seinen Fans gehöre Hamburg "sowieso in die Bundesliga. Ich habe ein paar Spiele geschaut, und die Atmosphäre ist überragend. Die Fans sind wirklich großartig und eine große Hilfe für die Mannschaft".

Olic warnt vor Konkurrenz: "Niemand konnte sich bislang absetzen"

Das vorhandene Spielermaterial müsse reichen, um einen Aufstiegsrang zu sichern, findet Olic: "Der Kader ist gut genug, um wieder aufzusteigen. Nur in der Defensive könnte man vielleicht noch Verstärkung gebrauchen, weil es ein paar Verletzte gibt".

Mit einem Durchmarsch rechnet Olic angesichts der Konkurrenz und nicht zuletzt nach den fünf sieglosen Partien unter Titz aber keineswegs.

"Wenn man sich anschaut, was sie bis jetzt gezeigt haben, wird es mit dem Wiederaufstieg nicht einfach. In der Tabelle ist es sehr eng, niemand konnte sich bislang richtig absetzen und das wird wahrscheinlich bis zum Ende so bleiben", so der frühere Angreifer, der von 2007 bis 2009 sowie in der Saison 2015/16 143 Pflichtspiele für die Hamburger bestritten hatte.

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"Das war keine schöne Zeit"

Es würde ins Bild der letzten Jahre passen, sollten die Rothosen ihre Mission am Ende tatsächlich verfehlen. Der sportliche Absturz des einst so ruhmreichen HSV begann, als Olic im Volksparkstadion sogar noch selbst auf dem Rasen stand.

"Zu meinen Zeiten haben wir auch schon darum gekämpft, in der Liga zu bleiben. Es läuft beim HSV seit Jahren schief. Das war keine einfache und schöne Zeit", erinnerte er sich. "Am Ende ist es so weit gekommen, dass sie dann doch abgestiegen sind und in der Zweiten Liga spielen."

Fragt sich nur: Wie lange?

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