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Horst Heldt war nach der Niederlage von Hannover 96 gegen FC Augsburg sichtlich angesäuert
Horst Heldt war nach der Niederlage von Hannover 96 gegen FC Augsburg sichtlich angesäuert © Getty Images
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Hannover - Hannover 96 kassiert nach einer Slapstickeinlage beim 0:1 eine Niederlage gegen den FC Augsburg. Vor allem der Videobeweis-Elfer zum zweiten Tor erhitzt die Gemüter.

Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg und dem umstrittenen Hand-Elfmeter gegen Hannover 96 redete sich Horst Heldt förmlich in Rage.

"Ich habe keinen Bock mehr, über so einen Mist zu reden. Wenn das eine glasklare Fehlentscheidung gewesen ist, wenn ein Spieler aus einem halben Meter Entfernung angeschossen wird. Wo soll er die Hände hin tun? Soll er sie in der Kabine lassen?", schimpfte der 96-Manager bei Sky über die wohl entscheidende Szene des Spiels.

Genki Haraguchi hatte nach der Pause den Ball im eigenen Strafraum aus kürzester Distanz an die Hand bekommen, Alfred Finnbogason erzielte nach hochdiskutablem Videobeweis (63.) per Elfmeter das 2:0.

Die Highlights der Partie in Bundesliga Pur am Sonntag ab 9.30 Uhr im TV und STREAM auf SPORT1  

Heldt sauer über Videobeweis

Vor allem, dass Schiedsrichter Robert Kampka erst nach dem Videobeweis auf den Punkt zeigte, ärgerte Heldt. Der Assistent solle nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

"Der Schiedsrichter hatte heute genau wie wir einen rabenschwarzen Tag", stellte Heldt angesäuert fest. Die Pleite katapultiert Hannover auf direktem Weg zurück in den Tabellenkeller. 

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Augsburg geht nach Slapstick-Einlage in Führung

Die Elfer-Szene passte zum insgesamt schwachen Auftritt der 96er. Schon nach acht Minuten ging der FCA durch Rani Khedira in Führung - unter kräftiger Mithilfe der Hannoveraner.

Nach einem Eckball von Philipp Max nutzte Khedira die Verwirrung in der Abwehr, nachdem sowohl der Keeper als auch 96-Kapitän Waldemar Anton den Ball nicht klären konnten und zog aus kürzester Distanz ab.

Der Anschlusstreffer für 96 durch Ilhas Bebou (72.) kam zu spät. Das sah auch Heldt so. "Wir müssen anders auftreten, sonst wird es schwierig für uns", sagte er.

Doch schwierig ist die Ausgangslage der Niedersachsen in der Bundesliga schon jetzt. (Die Tabelle der Bundesliga)

Hannover wieder auf Relegationsplatz

"Wir brauchen keine Wachmacher, wir brauchen eine konstante Leistung über 90 Minuten", sagte auch Trainer Andre Breitenreiter.

Mit sechs Punkten und nur einem Sieg in der Bundesliga stand Hannover am Samstagabend wieder auf dem Relegationsplatz zur 2. Liga. Nur ein Punkt trennt die Mannschaft von Breitenreiter von Tabellenschlusslicht Fortuna Düsseldorf.

"Wir hatten Selbstvertrauen getankt in den letzten beiden Spielen und gute Leistung geboten", sagte Breitenreiter. Die Partie gegen den FC Augsburg habe er sich deswegen "von Beginn an anders vorgestellt".

96 um Ruhe bemüht

Vier Punkte hatte Hannover in den beiden vergangenen Partien gesammelt. Doch statt den Aufwärtstrend zu nutzen und mit Punkten an den Gegner aus Augsburg und die Tabellenmitte aufzuschließen, heißt die Gegenwart weiter Abstiegskampf.

Die Mannschaft zeigte sich ineffektiv vor dem Tor und ließ den Großteil des Spiels die Konstanz vermissen - die zuletzt gezeigte Leistungssteigerung war verpufft.

Viel Zeit bleibt Breitenreiter nicht, um seine Mannschaft wieder in die richtige Spur zu lenken. Schon am Dienstag (18.30 Uhr) trifft Hannover im Derby in der zweiten Runde des DFB-Pokals auf den VfL Wolfsburg, am folgenden Samstag (15.30 Uhr) muss Hannover zu Schalke 04.

"Wir dürfen uns nicht verrückt machen", sagte Torschütze Ihlas Bebou: "Natürlich haben wir Lust, in die nächste Runde zu kommen. Gegen Wolfsburg müssen wir aber natürlich unsere Leistung bringen."

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