Königliche Duelle: Bayerns Bilanz gegen Real
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Real Madrid verhindert "Rache-Spiel" seiner verliehenen Akteure. Leih-Bayer James Rodriguez darf aber im CL-Halbfinale spielen - weil eine Klausel unwirksam wäre.

Der Kracher im Champions-League-Halbfinale zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid wird für James Rodriguez ein ganz besonderes Duell.

Der Kolumbianer bekommt gegen sein Ex-Team und vor allem Trainer Zinedine Zidane (unter dem er nur zweite Wahl war) die Chance zur Revanche. (Stimmen: "Rache wird am besten kalt serviert")

Und die Madrilenen können trotz Leihgeschäft mit den Bayern nicht verhindern, dass James gegen sie aufläuft.

Für gewöhnlich erspart sich Real derlei "Rache-Spiele" seiner ausgeliehenen Akteure, indem in den Leihvertrag eine entsprechende Ausschluss-Klausel eingebaut wird. Diese untersagt den Einsatz gegen den Stammverein aus Madrid.

UEFA erlaubt Spiel-Verbot nicht

Während dieses Vorgehen auf nationaler Ebene erlaubt ist, gibt es für die Champions League eine Haken - die UEFA-Regeln gestatten ein Spiel-Verbot im direkten Duell nämlich nicht.

Deshalb würde eine Leih-Klausel im Vertrag von James auch keinen Sinn ergeben.

Der Kolumbianer wechselte im Sommer 2017 von Madrid zum FCB und ist für zwei Jahre bis zum 30. Juni 2019 nach München ausgeliehen. 13 Millionen Euro zahlen die Bayern dafür als Leihgebühr, verfügen zudem über eine Kaufoption von 42 Millionen.

James kann sich an Zidane rächen

Ein Sieg bzw. ein Weiterkommen gegen Zidane dürfte für James besonders süß schmecken. 

"Ob er unfair zu mir war, kann man nicht sagen. Ich weiß es nicht. Immer, wenn ich spielte, habe ich gute und interessante Dinge angestellt", erklärte der Kolumbianer selbst im Januar bei El Chiringuito: "Für die Zahlen habe ich gesorgt, aber jeder Trainer hat seine Spieler. Das ist vollkommen respektabel."

Hammerlos Real: So reagieren die Bayern

Sein Vater Wilson Rodriguez schoss dagegen zuletzt gegen Real und Zidane. "Mein Sohn hatte den Spaß am Fußball verloren, den er unter Carlo Ancelotti noch hatte", sagte er der Marca: "Trotzdem wird man meinen Sohn niemals etwas Schlechtes über Zidane sagen hören."

In den Halbfinal-Spielen am 25. April und 1. Mai kann James auf dem Platz seinen Standpunkt klar machen.

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