Alle gegen Ramos! Die Aufreger des Real-Stars
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München und Eppan - War eine Gehirnerschütterung schuld an Loris Karius' Patzern im Champions-League-Finale? Sergio Ramos reagiert mit Sarkasmus, Toni Kroos verteidigt seinen Kapitän.

Zum Lieblingsspieler der Fans des FC Liverpool wird Sergio Ramos nach dem Champions-League-Finale von Kiew in diesem Leben nicht mehr - warum also nicht noch einmal nachlegen, dachte sich wohl der Kapitän von Real Madrid.

Gut eine Woche nach dem 3:1-Sieg der Königlichen ergaben Untersuchungen in den USA, dass sich Liverpools Torwart Loris Karius bei einem Zusammenprall mit Ramos eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.

Die Folgen der Verletzung, so die Meinung der Fachleute, könnten auch bei Karius' anschließenden Fehlern vor den Gegentoren zum 0:1 und 1:3 eine Rolle gespielt haben.

Prompt forderten erste Liverpool-Fans eine Wiederholung des Finals, starteten dafür umgehend eine Online-Petition - und taten einmal mehr ihren Unmut über "Bösewicht" Ramos kund, der von den Anhängern der Reds bereits für die frühe Verletzung von Topstürmer Mohamed Salah verantwortlich gemacht worden war.

Ramos kontert Karius mit Sarkasmus

Ramos' Reaktion? Gewohnt unbeeindruckt.

"Wenn man sich die Aktion genau anschaut, dann klammert er zuerst an meinem Arm und ich falle auf die andere Seite", sagte Ramos im Lager der spanischen Nationalmannschaft über den Zweikampf mit Salah: "Dann verletzt er sich den anderen Arm und die Leute behaupten, ich hätte einen Judowurf gemacht."

Er habe mit Salah Kontakt gehabt, dem Ägypter gehe es schon besser. Auch in Sachen Karius-Verletzung ist sich Ramos keiner Schuld bewusst.

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"Dann sagt der Torwart, dass er bei einem Zusammenprall mit mir eine Gehirnerschütterung davongetragen habe", meinte Ramos auf die jüngsten Entwicklungen angesprochen und ergänzte voller Sarkasmus: "Jetzt fehlt nur noch, dass Firmino sagt, er habe sich eine Erkältung eingefangen, weil ein Tropfen Schweiß von mir auf ihn runtergetropft wäre."

Kroos verteidigt Ramos: "Nichts Unsportliches"

Auch der deutsche Nationalspieler Toni Kroos nahm seinen Teamkollegen von Real Madrid in Schutz.

"Ich bin komplett davon weg, dass das im Hinterkopf mit Verletzungsabsicht war. Im Spiel wurde nicht mal Foul gepfiffen, obwohl man wahrscheinlich ein Foul pfeifen kann. Ich habe aber keine Verletzungsabsicht gesehen", sagte Kroos über die Aktion, in der Ramos' Ellenbogen Karius am Kopf erwischte: "Ehrlich gesagt, habe ich an dem Tag nichts Unsportliches gesehen."

Ramos sei im Zweikampf sicherlich nicht zimperlich, gestand Kroos, "aber wir sind uns auch alle darüber einig, dass man genau mit so einem die großen Sachen gewinnt. Ich bin froh, dass er unser Kapitän ist".

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