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Man kann dem FC Bayern sportlich für das Aus gegen PSG kaum einen Vorwurf machen. Das Drumherum aber bringt die Verantwortlichen in Erklärungsnot. Ein Kommentar.

Als Titelverteidiger raus aus der Champions League: Man kann Bayern München nur bedingt einen Vorwurf machen, dass ein 2:3 und 1:0 gegen Paris Saint-Germain nicht zum Weiterkommen im Viertelfinale reichen.

Wer auf seine zwei besten Torjäger verzichten muss, auf Robert Lewandowski und Serge Gnabry, darf sich über eine mangelhafte Chancenverwertung nicht wundern. Die Titelverteidigung wurde im Hinspiel verspielt. Drei Gegentore in der eigenen Allianz Arena sind in einem Auswärtsspiel schwerlich aufzuholen. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Dass am Ende zwei, drei Prozente fehlten, wird die Debatte trotzdem erhitzen.

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Flick vs. Salihamidzic: FC Bayern gerät ins Stottern

Denn die Frage ist erlaubt: Wäre die personell geschwächte Mannschaft nicht doch fokussierter gewesen, wenn es das Kompetenzgerangel zwischen Trainer und Sportvorstand nicht gegeben hätte? (STIMMEN: "Wir pfeifen aus dem letzten Loch")

Man wird darauf nie eine passende Antwort erhalten. Aber nicht ohne Grund spricht man bei Profiklubs davon, dass Ruhe im Verein die Leistung eher fördert als ein öffentliches Kräftemessen zwischen Entscheidungsträgern.

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Seit Tagen ließ Bayern München die Debatte zu, ob man die Zukunft besser mit Hansi Flick oder mit Hasan Salihamidzic gestaltet. Weder das Machtwort von Vorstandschef Rummenigge schaffte Ordnung noch ein Scheinfrieden. Dadurch geriet ein Räderwerk ins Stottern, das im Coronajahr eigentlich wie geölt funktionierte.

Es hinterlässt halt Spuren, wenn der Trainer sagt: Die Mannschaft war im Vorjahr qualitativ besser als in diesem Jahr. (EINZELKRITIK: Shootingstar bekommt Grenzen aufgezeigt)

Der Vorwurf sollte den für die Kaderplanung zuständigen Sportvorstand treffen und stach die Mannschaft mitten ins Herz: Was denkt wohl ein Spieler, wenn er hört, dass er zum schlechten Teil in Flicks Amtszeit gehört?

RB Leipzig und VfL Wolfsburg defensiv stabiler

Bestenfalls wird man jetzt Durchhalteparolen ausgeben, dass das Aus im DFB-Pokal und in der Champions League Betriebsunfälle sind und nach einem Superjahr durchaus passieren können.

Schlimmstenfalls wird man genauer hinschauen und feststellen, dass 36 Gegentore in der Bundesliga-Saison eben kein Zufall sind. Die Verfolger RB Leipzig und VfL Wolfsburg kassierten 13 bzw. zehn Tore weniger.

Man darf nicht ignorieren, dass drei Saisonniederlagen ungewöhnlich für Bayern München sind und Punktverluste wie zuletzt gegen Union (1:1) nur deshalb nicht auffallen, weil die Konkurrenz noch mehr Federn lässt.

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Danach wird man tatsächlich die Arbeit von Hasan Salihamidzic infrage stellen und prüfen müssen, ob die enge Verbindung zum Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß ihn wirklich für diese Vorstandsaufgabe qualifiziert.

Kein "Weiter so" beim FC Bayern

Jedenfalls kann es kein "Weiter so" beim FC Bayern geben.

Der Machtwechsel von Hoeneß zu Hainer und Rummenigge zu Kahn hat offenbar ein Vakuum entstehen lassen, das klare Verhältnisse verhindert.

Ein Trainer, der sich vor dem eindeutigen Bekenntnis zum Klub drückt, kann keine Option für die Zukunft sein. Ein Klubmanager, der einen Laden nicht im Griff hat, gerät in Erklärungsnot.

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Man kann schon jetzt die Prognose wagen: Der FC Bayern wird Tage und Wochen erleben, die weit über die Klärung einer Trainerfrage hinausgehen.

Es geht um viel größere Zukunftsfragen.

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