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München - Für Robert Glatzel ist das Pokal-Viertelfinale gegen den FC Bayern eine ganz besondere Partie. Der Heidenheim-Knipser ist gebürtiger Münchner und in Torlaune.

Spielt ausgerechnet ein gebürtiger Münchner dem FC Bayern heute im Pokal-Viertelfinale einen Streich?

Gewarnt ist der Rekordmeister vor Robert Glatzel allemal, schließlich ist der 25-jährige Topstürmer des 1. FC Heidenheim.

Seine starke Quote: Zwölf Tore in bislang 19 Zweitliga-Einsätzen in dieser Saison und auch im DFB-Pokal traf er bereits einmal. Bayerns Innenverteidiger Mats Hummels warnte bereits vor der "Kopfballwucht“ des 1,93-Meter-Mannes.

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Knipst er nun auch gegen die Bayern? "Ich möchte einfach der Mannschaft mit guter Leistung helfen", sagt Glatzel im Gespräch mit SPORT1 zurückhaltend. Sein bescheidenes Ziel: "Viele Bälle festmachen, für die Mannschaft arbeiten, und natürlich vorne ein, zwei, drei gute Aktionen zeigen."

In der Jugend ein Löwe

Glatzel, der Ur-Münchner: In der Jugend spielte er für den SC Fürstenfeldbruck, wo er geboren wurde. Dann wechselte er nach Unterhaching und landete 2012 bei der U19 von Bayern-Erzrivale TSV 1860 München. Nur ein Jahr später zog er weiter: SV Heimstetten, Wacker Burghausen und wieder zurück zu den Löwen-Amateuren.

2015 wechselte Glatzel zum 1. FC Kaiserslautern II, hatte dann bei den Profis 19 Einsätze (vier Tore) und ging schließlich im Sommer 2017 vom Betzenberg auf die Ostalb zum FCH. Zum Leidwesen der FCK-Bosse, die ihn gerne behalten hätten. 

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In Heidenheim gelang ihm in dieser Saison der Durchbruch. Nun sollen sogar einige Bundesligisten (unter anderem der VfB Stuttgart) ein Auge auf ihn geworfen haben. 

Aktuell schwärmt Glatzel aber nur von seiner Truppe und traut ihr zu, den haushohen Favoriten ärgern zu können. "Wir sind eine geschlossene Mannschaft, haben einen guten Teamgeist. Wir haben gegen Leverkusen gezeigt, dass wir gegen einen Top-Bundesligisten mithalten können. Aber wir wissen natürlich, dass Bayern noch eine andere Hausnummer ist", sagt Glatzel.

Glatzel: Wir kennen Bayerns Schwächen

Was ihm vor allem Hoffnung macht: "Bisher spielen wir eine gute Saison. Wir sind auf einem guten Weg, ich persönlich auch. Wir können bisher zufrieden sein, aber darauf können und werden wir uns nicht ausruhen. Wir müssen so weitermachen."

Auch heute in der Allianz Arena. Mit Videoanalysen wurden die Münchner in den vergangenen Tagen studiert. Auch die schwache Vorstellung der Kovac-Elf beim 1:1 in Freiburg ist dem Tabellensechsten der 2. Liga nicht verborgen geblieben. Glatzel verrät: "Bayern hat eigentlich nur sehr, sehr wenige Schwächen. Ein paar haben wir herausgefunden, die behalten wir aber natürlich erst mal für uns."

Schlusswort Glatzel: "Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl ins Spiel. Ich freue mich riesig und ich denke, dass geht jedem anderen aus der Mannschaft genauso. Die Vorfreude ist schon sehr groß. Es ist einfach ein richtiges Highlight."

Vor allem für den gebürtigen Münchner.

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