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SG Flensburg-Handewitt v THW Kiel - DKB HBL
SG Flensburg-Handewitt v THW Kiel - DKB HBL © Getty Images
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Der neue Modus der Champions League sorgt für Kritik. SPORT1-Experte Kretzschmar sieht Kiel und Co. im Nachteil. Diese sind auf die Königsklasse angewiesen.

Neuer Modus - und noch mehr Spiele: Die deutschen Klubs ächzen vor dem Start in die Champions League unter der steigenden Belastung und sehen sich gegenüber der internationalen Konkurrenz im Nachteil.

Trotzdem wollen die Teams des THW Kiel, der SG Flensburg-Handewitt und der Rhein-Neckar Löwen die begehrteste Trophäe im Vereinshandball nach ihrem unfreiwilligen "Sabbatjahr" wieder nach Deutschland holen.

"Die Spiele werden mehr und mehr und mehr. Wir reden seit ewigen Zeiten darüber, dass es weniger werden muss. Aber die Funktionäre machen immer mehr", sagte Meistercoach Alfred Gislason vor dem Auftaktspiel des THW Kiel beim kroatischen Meister RK Zagreb am Donnerstag (ab 19.00 Uhr im LIVETICKER) - und spricht damit den anderen deutschen Klubs aus der Seele.

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Das Dilemma

Die deutschen Klubs stecken in einem Dilemma: Zum einen werden die Einnahmen aus der finanziell lukrativen Champions League dringend benötigt. Zum anderen müssen die Teams in der Bundesliga Woche für Woche an ihre Schmerzgrenze gehen, während sich Paris, Barcelona und Co. schonen können.

"In ihren Ligen gewinnen die anderen europäischen Spitzenteams nahezu im Vorbeigehen", sagte Experte Stefan Kretzschmar zu SPORT1: "Diese Mannschaften haben den Vorteil, sich voll und ganz auf die Champions League konzentrieren zu können."

Der neue Modus mit den größeren Vorrundengruppen spielt der internationalen Konkurrenz daher in die Karten.

"Ich kann die DKB HBL nicht verstehen, warum nicht 16 Spieler pro Partie zugelassen werden, um die Belastung zu verteilen", sagte Flensburgs Geschäftsführer Dierk Schmäschke und sprach von einem "Wettbewerbsnachteil" für deutsche Teams: "International ist das Gang und Gäbe."

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Qualität und Losglück

SPORT1-Experte Kretzschmar hofft dennoch auf einen deutschen Titelgewinn.

"Kiel, Flensburg und die Löwen haben alle drei die Qualität ins Final Four nach Köln zu kommen", sagte der 42-Jährige zu SPORT1: "In der K.o.-Phase benötigen die deutschen Teams aber auch etwas Losglück."

Die großen Favoriten sind andere. Neben dem Vorjahressieger FC Barcelona, der im Mai die deutsche Dominanz (deutsche Sieger 2012 bis 2014) gebrochen hatte, dem Finalisten MKB Veszprem und dem Dritten KS Vive Kielce gilt in diesem Jahr vor allem der französische Meister Paris St. Germain als heißer Titel-Kandidat.

Paris hat die "weltbeste Mannschaft"

Katarische Investoren pumpen seit Jahren Millionen in den Klub und lockten im Sommer auch noch Welthandballer Nikola Karabatic an die Seine.

"Vom Papier her haben sie die zurzeit weltbeste Mannschaft", sagte SG-Manager Schmäschke, der sich mit Flensburg gleich ein Bild vom französischen Star-Ensemble machen kann.

Denn Paris, das mit Dänen-Shooter Mikkel Hansen und den französischen Weltmeistern Daniel Narcisse und Thierry Omeyer drei weitere frühere Welthandballer im Kader hat, gibt seine Visitenkarte gleich zum Auftakt am Samstag (17.30 Uhr) beim bis dato letzten deutschen Königsklassen-Champion (2014) ab.

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