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Berlin - Thiagus Petrus bringt mit Brasilien Frankreich ins Wanken. Die Südamerikaner wollen auch Deutschland ärgern und schöpfen Mut aus einem Olympia-Coup.

Nach dem knapp verpassten Auftakt-Coup gegen Frankreich will Brasilien bei der Handball-WM 2019 auch Deutschland ärgern (Handball-WM: Deutschland - Brasilien am Samstag ab 18.15 Uhr im LIVETICKER).

Hoffnung schöpfen die Südamerikaner zum einen aus der starken Leistung gegen die Franzosen, aber auch aus einer Sternstunde 2016, als man bei den Olympischen Spielen im eigenen Land die DHB-Auswahl in der Vorrunde mit 33:30 schlagen konnte.

"Vor der Partie bei den Olympischen Spielen in Rio haben wir nicht so viel erwartet. Aber am Ende haben wir gewonnen. Wir haben eine Chance – wie gegen Frankreich. Wir werden sehen, was passiert", sagte Brasilien-Star Thiagus Petrus nach dem 22:24 gegen Frankreich zu SPORT1.

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Allerdings glaubt der Abwehrspezialist des FC Barcelona, dass "wir noch besser spielen müssen als damals."

Brasilien-Star hadert mit kurzer Pause

Was dieses Unterfangen zusätzlich erschwert, ist die kurze Regenerationszeit. Denn während das deutsche Team bereits am Donnerstag seinen Auftaktsieg einfuhr, "haben wir um 20.30 Uhr gespielt und müssen morgen um 18.15 Uhr wieder ran", so Thiagus Petrus.

Das könne ein großes Problem werden. "Eigentlich brauchen wir mehr Zeit zum Ausruhen, das wäre besser für uns. Aber es ist die WM. Deswegen haben wir keine Wahl. Wir müssen bis zum Spiel so gut entspannen wie möglich."

Der 1,99-Meter-Hüne erklärt: "Das wird hart. Deutschland spielt zu Hause. Sie und Frankreich sind die besten Teams der Gruppe. Ich erwarte ein noch härteres Spiel als gestern."

Um trotzdem eine Chance zu haben, fordert Thiagus Petrus zwei Dinge von seinem Team: "Wir müssen konzentrierter sein als gegen Frankreich. Und wir müssen hart spielen."

Mahe macht Fans Mut: Deutschland wird gewinnen

Die Franzosen wollten den Deutschen keine zusätzlichen Tipps geben. "Gute Frage. Ich glaube, die Deutschen sind gut genug vorbereitet", sagte Co-Trainer Guillaume Gille, der von 2002 bis 2012 beim HSV Hamburg spielte, zu SPORT1: "Sie werden analysieren, was Sache ist. Sie werden auch gewarnt sein, dass Brasilien kein Selbstläufer sein wird."

Der Ex-Flensburger Kentin Mahe machte den deutschen Fans derweil Mut.

"Deutschland wird morgen gewinnen. Aber das wird ein anderes Spiel als gegen Korea. Deutschland hat teilweise ein bisschen zerfahren gespielt", meinte Mahe zu SPORT1: "Aber das ist normal bei dieser Kulisse und diesem medialen Druck, der um die Weltmeisterschaft herrscht. Je länger das Turnier sein wird, desto besser wird Deutschland."

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