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Paris Saint-Germain hat auf dem Transfermarkt vieles richtig gemacht: Mauro Icardi kommt von Inter Mailand und Neymar bleibt beim Tuchel-Klub. So sieht das neue PSG aus.

Am Deadline Day gelingt Paris Saint-Germain kurz vor Transferschluss ein doppelter Coup.

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Von Inter Mailand wird einerseits der argentinische Top-Torjäger Mauro Icardi für ein Jahr mit Kaufoption von 70 Millionen Euro ausgeliehen, und andererseits bleibt der abwanderungswillige Superstar Neymar doch in der französischen Hauptstadt.

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PSG ist sozusagen der heimliche Transfer-Gewinner 2019. Denn Trainer Thomas Tuchel hat nun in der Offensive mit Neymar, Kylian Mbappé, Edinson Cavani und Icardi die Qual der Wahl. Einen Traum-Sturm.

Choupo-Moting muss sich hinten anstellen

Dabei hatte der frühere BVB-Trainer zuletzt nur einen fitten Stürmer: Eric Maxim Choupo-Moting. Und der spielt eigentlich am liebsten auf dem Flügel, musste aber aufgrund der Verletzungen von Cavani (Hüftverletzung) und Mbappé (Muskelfaserriss) in der Sturmmitte aushelfen. Doch der Ex-Schalker lieferte.

In zwei Ligaspielen traf der kamerunische Nationalspieler drei Mal und hat damit genauso viele Treffer erzielt wie in der vergangenen Saison in 31 Einsätzen. Nichtsdestotrotz wird Choupo-Moting seinen Platz in der ersten Elf wieder räumen müssen, auch wenn Mbappé und Cavani noch einige Wochen ausfallen werden.

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Nachdem der Transfer von Neymar zu seinem Ex-Klub FC Barcelona gescheitert ist, wird der brasilianische Stürmerstar im nächsten Ligaspiel auf jeden Fall wieder spielen. Zuletzt hatte Tuchel den 27-Jährigen nicht eingesetzt, da er sich vor der möglichen Rückkehr nach Katalonien nicht verletzten sollte. 

Icardi komplettiert Tuchels Traumsturm

Darüber hinaus steht mit Icardi nun ein Mittelstürmer im Kader, der ganz genau weiß, wo das Tor steht. Für Inter erzielte der 26-Jährige in 219 Pflichtspielen sage und schreibe 124 Tore und legte 28 weitere auf.

Der Argentinier gilt aber nicht gerade als pflegeleicht. Zuletzt war der ehemalige Inter-Kapitän sogar aus dem Kader der Mailänder ausgeschlossen worden - und dagegen hatte Icardi auch noch geklagt. Seine Beraterin und Frau Wanda Nara spielte dabei keine ganz unwichtige Rolle.

Auch wenn einige Experten befürchten, dass das Zusammenspiel des argentinischen Neuzugangs mit dem exzentrischen Brasilianer für Zündstoff sorgen könnte, atmen die PSG-Fans erstmal durch.

Neymars Verletzungsanfälligkeit problematisch

Die vergangene Spielzeit machte mehr als deutlich, dass Tuchel - wie auch mehrmals gefordert - einen tieferen und breiteren Kader braucht, um das große Ziel Champions-League-Titel zu erreichen. Neymar kam 2018/19 nur auf 28 Einsätze, Cavani auf 33, während Julian Draxler am häufigsten eingesetzt wurde – 46 Mal.

Der brasilianische Superstar wurde insbesondere im Achtelfinale der Königsklasse gegen Manchester United schmerzlich vermisst, als Neymar das Hin- und Rückspiel wegen einer Fußverletzung verpasste. Mal wieder war der 27-Jährige in einem wichtigen Spiel nicht einsatzfähig.

Und PSG schied gegen United aus - genauso wie 2017/18, als die Pariser im Achtelfinalrückspiel Real Madrid mit 1:2 unterlagen und erneut frühzeitig in der Champions League die Segel strichen. Neymar war auch da nicht mit dabei - aufgrund seines Mittelfußbruches.

In den letzten zwei Jahren kam der Brasilianer insgesamt nur auf 58 Einsätze für den französischen Meister, in seiner letzten Barca-Saison waren es allein deren 45. Da kommt ein Icardi gerade recht. Und der Argentinier war nicht der einzige Neuzugang bei den Parisern.

So sieht der neue PSG-Kader aus

Tuchel und Sportdirektor Leonardo haben den Kader komplett umgekrempelt, Transferausgaben von 95 Millionen Euro stehen Einnahmen von 102,5 Millionen Euro gegenüber. Ein Plus von 7,5 Millionen Euro - daher droht auch kein Ärger mit dem Financial Fair Play.

Im Tor steht nun der dreimalige Champions-League-Sieger Keylor Navas, der für 15 Millionen Euro von Real Madrid kam. Im Gegenzug wurde der letztjährige Stamm-Keeper Alphonse Areola an die Königlichen ausgeliehen.

Gigi Buffon kehrte ablösefrei zu Juve zurück, Kevin Trapp wurde nach seiner Leihe für sieben Millionen Euro an Eintracht Frankfurt verkauft. Die neue Nummer zwei ist Sergio Rico (Leihe vom FC Sevilla). Marcin Bulka, Torwart Nummer drei, kam von Chelseas U23. Das kann sich mehr als sehen lassen, genauso wie die starke Defensiv-Abteilung.

Diallo verstärkt die prominente Pariser Abwehr

Für die prominent besetzt Abwehrreihe wurde Abdou Diallo für 32 Millionen Euro vom BVB geholt, obgleich schon Marquinhos, Thiago Silva, Weltmeister Presnel Kimpembe, Thilo Kehrer, Thomas Meunier, Layvin Kurzawa und Juan Bernat im Kader stehen. Jede Position ist nun doppelt besetzt.

Auch im Mittelfeld gibt es einige neue Gesichter: Idrissa Gueye ist der neue händeringend gesuchte Abräumer (30 Millionen Euro Ablöse an Everton), während Ander Herrera (ablösefrei von ManUnited) und Pablo Sarabia (18 Millionen Euro Ablöse an Sevilla) für die spielerischen Momente sorgen sollen.

Variabel und flexibel im Mittelfeld

Mit Draxler, Angel Di Maria, Marco Verratti, Leandro Paredes und Mega-Talent Adil Aouchiche kann Tuchel im Mittelfeld nun ohne Probleme rotieren und seinen Stars die nötigen Verschnaufpausen gönnen, damit seine Top-Spieler in den wichtigsten Partien topfit und ausgeruht sind.

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Denn für den Scheich-Klub zählt in dieser Saison nur der Champions-League-Titel. Die Meisterschaft wird ohnehin vorausgesetzt.

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Mit einem Marktwert von 1,06 Milliarden Euro - nur Manchester City, Real Madrid, der FC Barcelona und der FC Liverpool sind wertvoller - ist die neu zusammengesetzte PSG-Mannschaft bestens gerüstet, um den Traum von der Königsklasse zu verwirklichen.

Klappt das erneut nicht, dürfte Tuchel Schwierigkeiten haben, seinen Job über den nächsten Sommer zu behaupten.

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